|
SAFER WORLD is a private independent international internet information network www.safer-world.org
68-05.06.2004
|
|
contact: info@safer-world.org |
BUCH Uebeltater im Essen - Histamin Blähungen, Diarrhoe, Kopfschmerzen, Asthma, Urtikaria - Symptome, die viele Ursachen haben können. Eine davon ist die Histamin-Intoleranz (HIT). Histamin ist in fast allen Lebensmitteln und kann bei Prädisponierten verschiedene Probleme hervorrufen. Aber, so Thilo Schleip in seinem Patientenratgeber "Histamin-Intoleranz", HIT ist keine Allergie, da keine Antikörper gebildet werden, sie ist eine Nahrungsmittelunverträglichkeit. In seinem Buch beschreibt der Autor, welche Symptome den Verdacht auf HIT lenken können, welche Diagnostik nötig ist, um den Verdacht zu erhärten, und wie Betroffenen geholfen werden kann. Dabei gibt er viele Tips für eine Histamin-arme Ernährung mit Rezepten und Hinweisen für die Auswahl und Lagerung von Lebensmitteln. Adressen und Literaturhinweise bieten zudem die Grundlage für eine weitergehende Information zu HIT. (slp) Thilo Schleip: Histamin-Intoleranz. TRIAS in Medizinverlage Stuttgart 2004, 112 Seiten, 12,95 Euro, ISBN 3-8304-3204-6
=================================================== 08.06.04 Verdummen Chemikalien unsere Kinder? WWF-Studie: Chemikalien schädigen Gehirnentwicklung von Kindern Eine WWF-Studie fasst neue wissenschaftliche Untersuchungen zusammen, die zeigen, dass synthetische chemische Substanzen die Intelligenz von Kindern beeinträchtigen. Die Erkenntnisse offenbaren in er-schreckender Weise, dass Chemikalien, denen wir alle ausgesetzt sind, die Gehirnentwicklung und Moto-rik von Kindern schädigen können, und zwar schon in Konzentrationen, die bereits im menschlichen Blut nachgewiesen wurden. Beobachtete Auswirkungen von chemischen Substanzen auf die Gehirnentwicklung von Kindern weltweit sind beispielsweise eine geringere Gedächtnisleistung, verminderte visuelle Wahrnehmung, weniger ent-wickelte Bewegungsfähigkeit, sowie geringere Intelligenzquotienten. Zusätzlich steigt die Zahl von Stö-rungen wie das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS) und Autismus an und Chemikalien geraten mehr und mehr in Verdacht, auch hierbei eine Rolle zu spielen. Ein Wissenschaftlergremium aus den USA hat geschätzt, dass 10 % aller neurologischen Verhaltensstörungen vollständig oder teilweise von Chemika-lien verursacht sind. Chemikalien mit neurotoxischen Effekten sind z.B. die mittlerweile in vielen Ländern verbotenen poly-chlorierten Biphenyle (PCB), und die noch vielfach eingesetzten bromierten Flammschutzmittel, die sich in Videos, Fernsehern, Computern, Polsterbezügen, Autositzen und Möbeln befinden. Aus der Studie geht auch hervor, dass 70 % der meistgenutzten Chemikalien bisher nicht oder nur unzureichend auf ihre Effek-te auf Gehirn und Nervensystem getestet wurden. Sie bergen daher ein unbekanntes Risiko für die kindli-che Entwicklung. "Selbst in Fällen, in denen es Alternativen gibt, versäumt es die herrschende Gesetzgebung bisher, gefähr-liche Chemikalien aus dem Verkehr zu ziehen. Wenn es um die geistige Entwicklungsfähigkeit der nach-folgenden Generationen geht, müssen wir die Warnsignale ernst nehmen und unbedingt vorsorglich han-deln", sagt Dr. Ninja Reineke, Chemikalienexpertin des WWF. "Geradezu einäugig wird die Diskussion über die EU-Chemikalienpolitik geführt, in der nur mit den Kosten für die Chemieindustrie argumentiert wird. Ob das der Weg zu intelligenten Innovationen ist?" Die Entwicklung des menschlichen Gehirns und des Nervensystems sind extrem empfindlich, da sie sich über einen langen Zeitraum erstrecken, beginnend im Embryonalstadium bis hin zur Pubertät. Untersu-chungen ergaben, dass die Gehirnentwicklung von Kindern auch in europäischen Industrieländern von Substanzen beeinträchtigt wurden, die sich in ihrer Mutter angereichert haben und während der Schwan-gerschaft auf den Fötus übertragen wurden. Weitere Informationen: Dr. Ninja Reineke, WWF- Chemikalienexpertin, Fachbereich Meere und Küsten, Tel. 0421 / 65 846-15 oder E-Mail: reineke@wwf.de Kirsten Andrä, WWF-Pressereferentin, Fachbereich Meere und Küsten, ots-Originaltext: WWF World Wide Fund For Nature Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/story.htx?firmaid=6638 Kontakt: Kirsten Andrä WWF World Wide Fund For Nature Telefon: 0421 / 6584-618Email: andrae@wwf.de Scherrmann: Ich habe die Broschuere als pdf-datei und schicke sie Ihnen bei Bedarf gerne zu.
=================================================== 11.06.2004 Grossbritannien: Fast alle stimmen Rauchverbot zu Umfangreiche Studie: Konsens durch alle Gesellschaftsschichten http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=040611019 06. 04. 2004 Warnung aus den USA: Toxischer Staub aus Computern Umweltschutzgruppen in den USA warnen vor giftigen Stäuben aus Computern und Monitoren. Flammschutzmittel, die polybromierte Diphenylether enthalten, stehen seit langem im Verdacht, negativen Einfluss auf Erbgut und Nervensystem zu nehmen. Die Stoffe sind sogar in Muttermilch nachweisbar. http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,druck-303093,00.html
03.06.2004
=================================================== INDUSTRIE –MEDIKAMENTE 07.06.2004 Escitalopram mindert Ängste bei Patienten mit sozialer Phobie. Antidepressivum bewährt sich in Vergleichsstudien mit Citalopram und Paroxetin WÜRZBURG (mf). Im vergangenen Herbst wurde Escitalopram zur Behandlung von Patienten mit Depressionen und Panikstörungen auf dem Markt eingeführt. Seit kurzem steht die Substanz nun auch für die Behandlung von Patienten mit sozialer Phobie zur Verfügung. Escitalopram (Cipralex®) wirkt deutlich schneller und stärker antidepressiv als Citalopram. Daran hat Professor Siegfried Kaspar von der Medizinischen Universität Wien erinnert. Besonders bei Patienten mit schwerer Depression hätte sich in Studien ein deutlicher Unterschied zwischen den beiden Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI) Escitalopram und Citalopram ergeben, so Kaspar. Auch beim Vergleich von 20 mg Escitalopram täglich mit 225 mg Venlafaxin täglich habe sich in einer Studie bei Patienten mit schwerer Depression ein Vorteil für Escitalopram gezeigt. Und im Vergleich zu dem SSRI Sertralin haben in einer weiteren Studie 10 mg Escitalopram eine ähnliche antidepressive Wirkung wie 50 mg bis 200 mg Sertralin gehabt. Doch Escitalopram wirkt nicht nur antidepressiv, sondern auch anxiolytisch, etwa bei Patienten mit Panikstörungen mit oder ohne Agoraphobie und bei Patienten mit generalisierter Angststörung. Auch bei Patienten mit sozialer Phobie habe sich die anxiolytische Wirkung von Escitalopram bestätigt, berichtete Professor Borwin Bandelow von der Universitätsklinik Göttingen. Bandelow nannte eine Studie mit 825 Patienten mit sozialer Phobie, in der die Wirkung von Escitalopram mit der von Paroxetin über 24 Wochen verglichen worden ist. Darin wurde Escitalopram in Dosierungen von 5 bis 20 mg pro Tag verwendet. Das Ergebnis: Unter allen Escitalopram-Dosierungen wurden mit Verum größere Verbesserungen des Skala LSAS (Libowitz-Scores) beobachtet als unter Placebo. LSAS ist eine Skala zur Diagnostik der sozialen Phobie. Und: Nach 24 Wochen hatten 20 mg Escitalopram pro Tag auch signifikant stärkere angstmindernde Effekte als 20 mg Paroxetin. Positiv verlaufen sei auch eine Studie zur Rezidivprophylaxe: Darin wurden 371 Patienten, die während einer 12wöchigen offenen Behandlungsphase auf eine Dosis von 10 bis 20 mg Escitalopram täglich angesprochen hatten, zusätzlich 24 Wochen doppelblind mit 10 bis 20 mg Verum täglich oder Placebo weiterbehandelt. Das Ergebnis: In der Verumgruppe entwickelten halb so viele Patienten ein Rezidiv wie mit Placebo. Escitalopram (Cipralex®) Citalopram (Cipramil®) von dem Unternehmen Lundbeck zählt zu den am meisten verordneten selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmern (SSRI) zur Therapie bei Depressionen in Deutschland. Nach dem Patent-Ablauf sind inzwischen mehrere Generika mit dem Wirkstoff Citalopram auf dem Markt. Jetzt hat das Unternehmen Lundbeck die Zulassung für die Weiterentwicklung von Citalopram erhalten: Das S-Enantiomer von Citalopram, Escitalopram (Cipralex®), das im Vergleich zu Citalopram schneller wirken soll. Unternehmen Lundbeck hebt besonders die gute Verträglichkeit hervor. Escitalopram (Cipralex®) ist bereits im Handel. Dosierung: Die übliche Dosis beträgt 10mg einmal täglich. 10mg Escitalopram soll 20mg Citalopram entsprechen. Nebenwirkungen von Escitalopram entsprechen denen von Citalopram und/oder von der Arzneimittelklasse der SSRI´s. Für weitere Informationen über Indikation, Dosierung, Nebenwirkungen und Gegenanzeigen siehe http://www.lundbeck.de/05_unternehmen/05_05_02.html Anmerkung Scherrmann: Es waere hochinteressant, mal eine Studie durchzufuehren, umherauszufinden, wie viele PatientInnen mit einer unentdeckten Chemikalienunvertraeglichkeit (inklusive Medikamentenintoleranz) und falsch diagnostierter „sozialer Phobie“, somatoformem Schmerzsyndrom, generalisierter Angststoerung, etc. Escitalopram oder ein aehnliches Medikament verordnet bekommen. Doch darauf koennen wir sicher noch viele, viele Jahre warten. =================================================== VEROEFFENTLICHUNGEN umwelt·medizin·gesellschaft | 17 | 2/2004 Falsche Schlussfolgerungen durch einseitige Bewertung der Evidenz bei der Beurteilung von MCS. Mein Artikel ist auf www.safer-world.org/d/Scherrmann/skript/folgen.htm runterzuladen oder – wie im letzten newsletter schon vermerkt - kostenlos als word- oder pdf-datei ueber info@safer-world.org zu bekommen. =================================================== POLITIK - BEHOERDEN =================================================== BUNDESTAG Berlin: Do, 10.06.2004 Rechtsausschuss ÖFFENTLICHE ANHÖRUNG ZUR ÄNDERUNG DES BETREUUNGSRECHTS Berlin: (hib/VOM) Der zweite Teil einer öffentlichen Anhörung des Rechtsausschusses zum Gesetzentwurf des Bundesrates zur Änderung des Betreuungsrechts (15/2494) findet am Mittwoch, dem 16. Juni, um 13 Uhr im Raum 3.101 des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses statt. Geladen sind zehn Sachverständige, darunter die Arbeiterwohlfahrt, die Bund-Länder-Arbeitsgruppe Betreuungsrecht, das Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik und der Verband freiberuflicher Betreuer und Betreuerinnen. =================================================== BUNDESMINISTERIUM FUER GESUNDHEIT UND SOZIALE SICHERUNG Pressemitteilungen vom 09.06.2004 „Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit“ neu erschienen (nicht mehr oder unter geaenderter Adresse im Web) ===================================================
Bayerisches Staatsministerium für
Gesundheit, Ernährung und Verbraucherschutz Ein Futtermittelhersteller aus Sachsen, der in Eigenkontrollproben seiner Futtermittel Polychlorierte Biphenyle (PCB; diese gelten als krebserregend) festgestellt hatte, hat auch 23 Abnehmer in Bayern beliefert. Darüber wurde das bayerische Verbraucherschutzministerium heute von den sächsischen Behörden informiert. Die bayerischen Futtermittelüberwachungsbehörden haben unverzüglich die Ermittlungen aufgenommen. Bei dem Futtermittel handelt es sich überwiegend um Ergänzungsfutter für Zuchtschweine und Legehennen. Eventuell bei den Abnehmern noch vorhandenes Futtermittel wird sichergestellt und auf Belastungen untersucht. Parallel dazu werden die Lebensmittelüberwachungsbehörden, soweit erforderlich, in den betroffenen Betrieben Lebensmittelproben ziehen und untersuchen. Ergeben sich dabei Belastungen mit PCB oberhalb der Höchstmengen nach der Schadstoff-Höchstmengenverordnung, dürfen die entsprechenden Produkte nicht mehr in Verkehr gebracht werden. Erste Untersuchungsergebnisse bei Eiern in Sachsen haben keine Hinweise auf erhöhte PCB-Werte ergeben.
=================================================== Berlin, den 11.06.04 Emissionshandel im Internet Deutsche Emissionshandelsstelle startet Internetangebot - Hilfestellungen zur elektronischen Antragstellung in Kürze online Die Deutsche Emissionshandelsstelle im Umweltbundesamt (UBA) startet heute, am 11. Juni 2004, mit einem eigenen Internetportal. Das Internetangebot richtet sich vor allem an die am Emissionshandel teilnehmenden Unternehmen mit ihren rund 2400 Anlagen. Darüber hinaus werden Sachverständige, Händler und Landesbehörden unter der Adresse http://www.umweltbundesamt.de/emissionshandel (Freischaltung 16:30 Uhr) praktische Unterstützung bei der Einführung des Handels erhalten. Die Deutsche Emissionshandelsstelle ist gesetzlich beauftragt, den Emissionshandel in Deutschland sicherzustellen. Mit der heutigen Zustimmung des Bundesrates zum Vermittlungsergebnis über das Treibhausgas-Emissionshandelsgesetz (TEHG) ist das parlamentarische Verfahren zu diesem Grundlagengesetz erfolgreich abgeschlossen. "Damit erhält auch die Deutsche Emissionshandelsstelle im Umweltbundesamt die rechtliche Grundlage für ihre Tätigkeit", erläutert Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes. Die wichtigste Aufgabe der nächsten Monate ist die Zuteilung von Emissionsberechtigungen für rund 2400 Anlagen. Zunächst wird ein Antragsverfahren auf Emissionsberechtigungen erforderlich, an dem Sachverständige beteiligt sind, die von der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) benannt werden. Danach wird die DEHSt beantragte Emissionsmengen prüfen und voraussichtlich bis zum 30.09.2004 zuteilen. Mit den nachfolgend ausgegebenen Emissionsberechtigungen können die Unternehmen am EU-weiten Emmissions-Handelsmarkt teilnehmen, der ab dem 01.01.2005 startet. "Unser Auftrag ist die weitgehend elektronische Abwicklung des Emissionshandels", sagt Dr. Hans-Jürgen Nantke, Leiter der Deutschen Emissionshandelsstelle im UBA. "Alle Anwendungen und Funktionen, die zur elektronischen Antragstellung und Kontoführung erforderlich sind, stellen wir ab jetzt nach und nach im Internet bereit." Der Internet-Auftritt ist so strukturiert, dass die zentralen Partner schnell zu den gewünschten Informationen gelangen. So sind die Bereiche für die teilnehmenden Unternehmen, für Sachverständige und Verifizierer, Händler von Emissionsberechtigungen und für Landesbehörden über eine zentrale Kopfnavigationszeile zu erreichen. Informationen zu den aktuellen Gesetzgebungsverfahren ergänzen das Angebot. Die Deutsche Emissionshandelsstelle wird schon vor dem Inkrafttreten des Zuteilungsgesetzes (ZuG 2007; ursprünglich Gesetz über den nationalen Allokationsplan - NAPG) in ihrem Internetangebot nach und nach wichtige Eckpunkte zur Durchführung des Emissionshandels veröffentlichen. Parallel zum Start des neuen Internetauftritts ist die Deutsche Emissionshandelsstelle ab sofort unter einer Servicenummer sowie per Email erreichbar. Hinweis: Die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) ist ab sofort wie folgt zu erreichen: HTML: Internet: www.umweltbundesamt.de/emissionshandel Email: emissionshandel@uba.de , Servicetelefon: 030-8903-5050, Fax: 030-8903-5010 http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2004/pd04-051.htm PDF: http://www.umweltdaten.de/uba-info-presse/pi04/pd04-051.pdf *** Berlin, den 10.06.2004 Beitrag zum Klimaschutz: Fluorierte Treibhausgase ersetzen Innovative Lösungen für PKW-Klimaanlagen möglich Wer das Klima schützen will, darf nicht nur auf das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) schauen. Fluorierte Treibhausgase schädigen das Klima bis zu 24.000 mal mehr als CO2. Sie werden unter anderem als Kälte- und Treibmittel eingesetzt. Allein in den Klimaanlagen der Pkw in Deutschland sind rund 13.700 Tonnen fluorierte Treibhausgase enthalten. Wie ein Bericht des Umweltbundesamtes (UBA) zeigt, gibt es für viele Bereiche heute Alternativen, inzwischen auch für die Auto-Klimaanlagen. Die Hersteller haben hier innovative Lösungen mit CO2 als Kältemittel entwickelt, die das Klima weniger schädigen. "Nun gilt es diese Technik schnellstmöglich in neue Modelle einzubauen. Das wäre ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.", so Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes. Fluorierte Treibhausgase sind in vielen alltäglichen Produkten enthalten, zum Beispiel als Kältemittel in Klimageräten und Pkw-Klimaanlagen, teilweise auch als Treibmittel in Dämmstoffen und in Sprühdosen. Zu diesen Gasen gehören teilfluorierte und vollfluorierte Kohlenwasserstoffe, so genannte HFKW und FKW, sowie Schwefelhexafluorid (SF6). Bereits 1997 wurden diese Stoffgruppe in die Verpflichtungen zur internationalen Emissionsreduktion im Rahmen des Kyoto-Protokolls aufgenommen. Entwickelt wurden die fluorierten Treibhausgase von der chemischen Industrie vor allem als Ersatzstoffe für die ozonschichtschädlichen Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW). Tatsächlich beeinflussen die Ersatzgase die Ozonschicht nicht - dafür sie sind sie wesentlich klimaschädlicher als CO2aber immer noch sehr wirksame Treibhausgase. Um die Klimawirkung verschiedener Treibhausgase vergleichen zu können, wird ihre Klimaschädlichkeit durch das so genannte Treibhauspotenzial (GWP) ausgedrückt. Die Wirkung fluorierter Treibhausgase wird dabei mit der Klimawirkung von Dieses charakterisiert die frachtunabhängige Wirksamkeit anderer - zum Beispiel fluorierter - Treibhausgase im Vergleich mit CO2 als Referenzsuybstanz (GWP = 1) über einen Zeitraum von üblicherweise 100 Jahren. Die Angabe des GWP erfolgt in Beziehung gesetzt (CO2-Äquivalenten). So entsprechen die 13.700 Tonnen fluorierte Treibhausgase der PKW-Klimaanlagen in Deutschland etwa 18 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten. Als Ergebnis von Fachgesprächen zwischen Bundesumweltministerium, UBA und den Experten betroffener Industrien und Institutionen veröffentlicht das UBA jetzt den Bericht "Fluorierte Treibhausgase in Produkten und Verfahren - Technische Maßnahmen zum Klimaschutz". Der Bericht beschreibt vor allem die technischen Maßnahmen zum Ersatz von fluorierten fluorierter Treibhausgasen. Er vermittelt einen Überblick über die Stoffgruppe, beschreibt deren Anwendungsbereiche sowie die Emissionstrends. Ausführlich ist der jeweilige technologische technische Stand in verschiedenen Anwendungen dargestellt. Neben bereits heute bestehenden Substitutionsmöglichkeiten sind auch weitere andere Maßnahmen für Emissionsminderungen beschrieben. Damit ist der Bericht auch ein Beitrag für die Beratungen zum Verordnungsentwurf über bestimmte fluorierte Treibhausgase, der von der Europäischen Kommission vorgelegt wurde. Der Bericht "Fluorierte Treibhausgase in Produkten und Verfahren - Technische Maßnahmen zum Klimaschutz" ist auf der Internetseite des Umweltbundesamtes unter der Adresse http://www.umweltbundesamt.de veröffentlicht. Er ist alserscheint Ende Juni als Publikation des Umweltbundesamtes, erschienen umfasst 250 Seiten und ist dann kostenfrei erhältlich beim UBA, Zentraler Antwortdienst, Postfach 33 00 22, 14191 Berlin (Postkarte), Fax 030/89 03-2912, e-Mail: uba@stk.de . HTML: http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2004/pd04-050.htm PDF: http://www.umweltdaten.de/uba-info-presse/pi04/pd04-050.pdf *** Berlin, den 04.06.04 Gemeinsame Presse-Information von BfR, BfS, BVL, RKI und UBA "Umwelt und Gesundheit in Deutschland - Beispiele aus dem täglichen Leben" Aktuelle Broschüre informiert über Umwelt und Gesundheit in Deutschland Mobilfunk, Lärm, Sonnenbaden, Ernährung - es gibt in unserem Alltag viele Themen an der Schnittstelle von Umwelt und Gesundheit. Was wir in Deutschland darüber wissen und was getan wird in diesen Bereichen ist in der neuen Broschüre "Umwelt und Gesundheit in Deutschland - Beispiele aus dem täglichen Leben" zusammengefasst. Die vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), Robert Koch-Institut (RKI) und Umweltbundesamt (UBA) gemeinsam erarbeitete Broschüre erscheint zur 4. Europäischen Konferenz der Umwelt- und Gesundheitsminister, die vom 23. bis 25. Juni in Budapest stattfindet. Die 73 Seiten umfassende Broschüre ist in deutscher und englischer Sprache erschienen und kostenlos beim Umweltbundesamt erhältlich. Im Internet kann sie ab sofort auf der Internetseite des "Aktionsprogramms Umwelt und Gesundheit" unter www.apug.de heruntergeladen werden. Viel wurde schon zur Verbesserung der Umweltbedingungen und damit der Gesundheit der Bevölkerung getan. Blei- und Schwefeldioxidemissionen und ihre gesundheitlichen Wirkungen spielen in Deutschland heute kaum noch eine Rolle. Diese und andere Beispiele zeigen: Umweltschutz ist nachhaltige Gesundheitsvorsorge. Während viele umweltbedingte Risikofaktoren für die menschliche Gesundheit heute nicht mehr bestehen, sind andere Probleme in den Vordergrund gerückt. Das BfS bearbeitet beispielsweise Fragen der Bewertung gesundheitlicher Risiken von Mobilfunk und der UV-Strahlung. Das BVL sieht sich immer wieder mit neuen unerwünschten Stoffen in Lebensmitteln konfrontiert. Das BfR bewertet Risiken, die Lebensmittel, Stoffe und Produkte für den Verbraucher bergen können. Ob Kinder bei der Festlegung von Grenzwerten, Höchstmengen und anderen Umweltstandards zum Schutz der Gesundheit ausreichend berücksichtigt werden, gehört in diesem Zusammenhang zu den zentralen wissenschaftlichen Fragestellungen des Institutes. Das RKI erhebt bundesweit wichtige repräsentative Daten zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen als Grundlage für gesundheitspolitische Schwerpunktsetzungen. Im UBA werden dazu ergänzend umweltbezogene Daten auf Basis der Umweltprobenbank und des Umweltsurvey erhoben. Zusätzlich stehen die Qualität der Raumluft in Wohnungen sowie die gesundheitlichen Risiken durch Lärm und Feinstaub ganz weit oben auf der Tagesordnung des UBA. Zahlreiche Menschen haben Angst vor den Gefahren durch eine Vielzahl von Umwelteinflüssen. Das geht aus mehreren repräsentativen Bevölkerungsumfragen hervor. Ein Grund mag sein, dass die gesundheitlichen Konsequenzen von Umweltbelastungen in der öffentlichen Diskussion oft sehr unterschiedlich dargestellt und zum Teil wenig differenziert oder unzureichend bewertet werden. Auch die Wissenschaft kann neu auftretende Fragen nicht immer sofort und ausführlich beantworten. Zur Klärung bedarf es häufig umfassender Untersuchungen. Zu bekannten Stoffen kommen neue hinzu, und bei manchen Stoffen stellt sich trotz einer zunächst beobachteten Unbedenklichkeit erst nach einiger Zeit der Nutzung heraus, dass sie für die Gesundheit oder für die Umwelt schädlich sind. Sowohl durch die Weiterentwicklung der Produktionsprozesse als auch durch Änderungen unseres Konsumverhaltens können neue Risiken entstehen. Risiken lassen sich letztlich nicht völlig ausschließen, auch bei noch so gut durchdachten Techniken und guten Überwachungskonzepten. Ziel aller Bemühungen ist es jedoch, Risiken frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig Maßnahmen zu deren Minimierung zu treffen, im Interesse der Erhaltung und Verbesserung der Gesundheit der Menschen sowie der Erhaltung unserer Umwelt - auch für die nächsten Generationen. Hier sind Wissenschaft und Politik gefragt. Aber auch individuelle Verhaltensweisen der Menschen haben einen großen Einfluss, so zum Beispiel bei Tabakrauchen, Fortbewegung mit oder ohne Auto, Kauf- und Ernährungsgewohnheiten. Die Broschüre "Umwelt und Gesundheit in Deutschland - Beispiele aus dem täglichen Leben" kann beim Umweltbundesamt, Zentraler Antwortdienst, Postfach 33 00 22, 14191 Berlin oder über die E-Mail-Adresse uba@stk.de kostenlos angefordert werden. Auf den Internetseiten zum "Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit" kann sie unter www.apug.de, Stichwort "Aktuelles" in deutsch oder englisch heruntergeladen werden. Verantwortlich für diesen Pressetext: Frank Hönerbach, Umweltbundesamt, Tel: 030/89 03-2215, pressestelle@uba.de Dr. Dirk Daiber; Bundesamt für Strahlenschutz, Tel: 0 18 88/ 3 33-0 info@bfs.de ; Jochen Heimberg, Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Tel: 0228 6198-311, pressestelle@bvl.bund.de ; Dr. Irene Lukassowitz, Bundesinstitut für Risikobewertung, Tel: 030-8412-4300, pressestelle@bfr.bund.de ; Susanne Glasmacher, Robert Koch-Institut, Tel: 01888-754-2286, presse@rki.de HTM: http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2004/pd04-048.htm PDF: http://www.umweltdaten.de/uba-info-presse/pi04/pd04-048.pdf =================================================== |
"subscribe newsletter/deutsch" in der Betreffszeile an info@safer-world.org Copyright © 1998-2010 SAFER WORLD. Alle Rechte vorbehalten |