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AKTIV
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Vom Umweltinstitut München e.V. -
Newsletter vom 30. August 2004
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Kurzfristig haben wir erfahren, dass die
scheidende EU-Kommission unmittelbar vor ihrem Amtsende GVO-Verunreinigungen
im Saatgut von Raps und Mais bis 0,3 Prozent durchsetzen möchte. Sollen vor
der Amtsübergabe noch in letzter Minute Fakten geschaffen werden? Vor zwei
Monaten hat die dänische Landwirtschaftsministerin Mariann Fischer Boel im
Agrarministerrat die Forderung nach Kennzeichnung von GVO-Verunreinigungen an
der praktischen Nachweisgrenze von 0,1 Prozent gefordert. Dies fordert auch
das Umweltinstitut München e.V. Ab 1. November wird Frau Boel die neue EU
Kommissarin für Landwirtschaft sein. Helfen Sie uns, eine
Gentech-Verunreinigung im Saatgut zu verhindern und handeln Sie jetzt: Bitte
schreiben Sie Briefe, Faxe oder E-Mails, die wir hier vorformuliert haben. Die
Kommission muss spüren, dass die Öffentlichkeit eine Verunreinigung des
Saatgutes mit GVO nicht akzeptieren wird.
www.umweltinstitut.org/frames/all/m382.htm
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Umweltinstitut München e.V.,
Schwere-Reiter-Str. 35 / 1 b, D-80797 München,
http://www.umweltinstitut.org hu@umweltinstitut.org
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Musterbrief an die europäische Kommission
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Folgende Kommissare sollten angeschrieben
werden. Sie können den Brieftext auch faxen oder als E-Mail senden.
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Romano Prodi
Präsident der Kommission
Rue de la Loi 200
1049 Brussels
Belgium
Tel: +32.2.2967246
Fax: +32-2 295 0138/39/40
Email:
romano.prodi@cec.eu.int
Margot Wallström
Kommissarin für Umwelt
Rue de la Loi 200
B-1049 Brussels
Belgium
Fax: 0032 2 2981899
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E-mail:
Margot.Wallstrom@cec.eu.int
Stavros Dimas
Beschäftigung und soziale Angelegenheiten
Rue de la Loi 200
B-1049 Brussels
Belgium
Fax: 0032 2 2982 099
E-mail:
empl-info@cec.eu.int
Markos Kyprianou
zukünftiger Kommissar für Verbraucherschutz
Rue de la Loi 200
B-1049 Brussels
Belgium
E-mail:
cab-kyprianou@cec.eu.int
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Sehr geehrter Frau/Herr Kommissar/in ….
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Sie werden am 8. September darüber
entscheiden, welcher Schwellenwert für die Kennzeichnung von
GVO-Verunreinigungen im Saatgut gelten soll. Sie beabsichtigen nach wie vor,
mit Schwellenwerten von 0,3 Prozent eine Kennzeichnung deutlich oberhalb der
Nachweisgrenze festzuschreiben.
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Dies erfüllt mich mit großer Sorge.
Grundsätzlich halte ich die Agro-Gentechnik für einen falschen Weg, der uns in
immer größere Abhängigkeiten bringt, dessen Risiken nicht geklärt sind, dessen
Nutzen nicht erkennbar ist, der aber erhebliche einzelbetriebliche und
volkswirtschaftliche Kosten mit sich bringt. Die überwiegende Mehrheit der
Verbraucher erwartet auch künftig gentechnikfreie Lebensmittel.
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Aus diesen Gründen ist es von
entscheidender Bedeutung, dass auch künftig gentechnikfreie Lebensmittel
erzeugt und verarbeitet werden können.
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Dies sehen wir bei den von Ihnen
beabsichtigten Schwellenwerten für die Kennzeichnung von Saatgut als unmöglich
an.
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Saatgut steht am Anfang der Nahrungskette.
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Auf dem Weg der Pflanze bis zum
Lebensmittel bestehen viele Möglichkeiten der Kontamination mit GVO. Wenn
bereits der Schwellenwert im Saatgut bei 0,3 Prozent liegt, ist die Gefahr
sehr groß, dass im Endprodukt der Kennzeichnungsgrenzwert von 0,9 Prozent für
GVO-Verunreinigungen in Lebensmitteln nicht mehr eingehalten werden kann.
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Hinzu kommen enorme Umweltprobleme:
Schwellenwerte über der Nachweisgrenze führen zur flächendeckenden
Kontamination mit GVO. Das würde bedeuten, dass das Monitoring zur Überwachung
des GVO-Anbaus auf der gesamten Anbaufläche durchgeführt werden müsste. Das
erscheint uns nicht durchführbar. Im Falle, dass – wie in den USA jüngst der
Fall – Probleme mit einem GVO auftreten, ist ein Rückruf praktisch unmöglich.
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Mit der Festlegung des von Ihnen
propagierten Grenzwertes würden Sie die von Ihnen bereits verabschiedete
Freisetzungsrichtlinie ad absurdum führen, weil ein gentechnikfreier Anbau und
damit auch die durch die Richtlinie sicherzustellende Koexistenz unmöglich
wäre.
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Ich fordere Sie daher eindringlich auf, in
der Richtlinie für die Kennzeichnung von GVO-Verunreinigungen im Saatgut die
Nachweisgrenze als Schwellenwert festzulegen.
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Mit freundlichen Grüßen,
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***
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Atomausstieg-Petition
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Die Europäische Petition "Eine Million
EuropäerInnen verlangen den Ausstieg aus der Atomenergie" kann
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online unterschrieben werden: URL steht
nicht mehr zur Verfuegung
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Unter dem Motto "Eine Million Europäer
verlangen den Ausstieg aus der Atomenergie“ starten Organisationen aus ganz
Europa am Tschernobyl-Gedenktag (26. April 2004) eine Unterschriftenaktion.
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Link zur Unterschriftenliste zum Download:
Petitionstext:http://www.atomstopp.com/1million/images/petition_deutsch1.pdf
Formular:http://www.atomstopp.com/1million/images/petition_deutsch2.pdf
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Europaweit sollen 1 Million Unterschriften
von Menschen gesammelt werden, um ohne Aufschub die Durchsetzung der folgenden
Maßnahmen von den Politikern einzufordern:
- Stoppen oder verhindern Sie den Neubau von Atomanlagen in Europa!
- Veranlassen Sie, dass die Europäische Union und jeder Staat der EU, der
Atomkraftwerke betreibt, Ausstiegspläne aus der Atomindustrie vorlegt – der
Ausstieg soll so schnell wie möglich erfolgen!
- Setzen Sie sich für ein umfassendes Investitionsprogramm in Richtung
Energieeffizienz und Entwicklung von Erneuerbaren Energien ein!
- Setzen Sie sich für das Auslaufen des wettbewerbsverzerrenden und veralteten
Euratom-Vertrages ein! Mit diesem Vertrag werden öffentliche Gelder für die
Stützung der Atomindustrie verwendet!
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Nur die Umsetzung dieser Maßnahmen
ermöglicht uns gleichzeitig gegen die Atomindustrie und gegen die
Klimaveränderung zu kämpfen!
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Die Unterschriften werden von April 2004
bis April 2005 gesammelt!
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Verschaffen wir uns Gehör – unterschreibt
die Liste und bittet auch eure Freunde, die Aktion zu unterstützen.
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Das Ergebnis der Unterschriftenaktion wird
medienwirksam veröffentlicht werden.
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Weitere Informationen gibt es unter:
post@atomstopp.at http://www.atomstopp.com/1million/neu.asp?c=de
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CHEMIKALIEN - BLEI
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Folgende Info finden Sie aktuell im
Internet-Angebot der STIFTUNG WARENTEST:
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Blei im Trinkwasser- Neue Umweltkarte
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23 700 Wasserproben hat die STIFTUNG
WARENTEST in den vergangenen zehn Jahren auf Schwermetalle untersucht. Und aus
den Egebnissen jetzt aktuell eine Umweltkarte zum Thema Blei im Trinkwasser
erstellt. Ergebnis: In vielen Regionen Deutschlands ist das P roblem noch
nicht geloest. Das gilt besonders fuer Ballungsregionen Nord- und
Ostdeutschlands. Hier wiesen jeweils mehr als 5 Prozent der eingesandten und
analysierten Wasserproben einen Bleianteil ueber dem aktuell geltenden
Grenzwert auf. STIFTUNG WAR ENTEST online klaert auf, bringt Tipps zum Thema
und bietet den kostenlosen Download der Umweltkarte. Endgueltige Klarheit
ueber die Belastung bringt die Trinkwasser-Analyse der Stiftung.
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Die vollstaendige Meldung finden Sie
unter:
http://www.test.de/
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ELEKTRO-MAGNETISCHE STRAHLUNG
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Auszug aus electrosmog-news
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15.08.2004
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Mitteilungen des h.e.s.e.-projects -
Forschungsgruppe EMF / MF - Public Health: Hühnerembryonenstudie hat am
14.07.04 begonnen. Erste Ergebnisse voraussichtlich Mitte bis Ende September.
http://www.elektrosmognews.de/news/huehnerstudie_hese.html
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Auf der Plattform
http://www.hese-project.org kann man unter dem Forum Medizin die
Power-Point-Präsentation der Veranstaltung von Naila herunterladen.
Gleichzeitig ist dem Forum Medizin ein Thread eröffnet worden, in dem auf
wissenschaftlicher Basis zum Thema Pilotstudie Naila und Ausweitung der Studie
auf das gesamte Bundesgebiet diskutiert werden kann. Leider hat es bis dato
noch keine Eintragungen gegeben. Während in anderen Foren über die
Naila-Studie oberflächlich diskutiert worden ist, hat man das Angebot der
Forschungsgruppe EMF/MF des h.e.s.e.-projects konstruktiv und inhaltlich
darüber zu diskutieren nicht angenommen. Das ist schade, weil hier die
Möglichkeit bestünde, wirklich etwas konstruktiv zu tun. Ende September bis
Mitte Oktober soll nämlich ein Forschungsprogramm entwickelt werden
(Studiendesign), was auch auf andere Ortschaften übertragbar ist (evtl.
europaweit). Diesbezügliche Informationen zwischen Ärzten und Wissenschaftlern
werden mittlerweile ausgetauscht. Auch immer mehr Anfragen von Ärzten
erreichen die Forschungsgruppe des h.e.s.e.-projects mit der Bitte um mehr
Informationen, da man sich dem Nailaer Projekt anschliessen möchte, bzw. etwas
ähnliches in den jeweiligen Ortschaften durchführen möchte. Wir bitten deshalb
nochmals alle Interessierten, egal von welcher Seite, darum sich an dieser
Aktion zu beteiligen und das Forum bzw. den Thread zu benutzen, Ihre
konstruktiven Kritiken, sowie Vorschläge dort einzubringen. Liebe Leute kommt
hinterher nicht und beschwert euch oder meckert daß dies oder jenes nicht
beachtet wurde. Ihr habe Alle die Möglichkeit, diese zukünftige
flächendeckende Untersuchung so transparent wie möglich zu gestalten und daran
mitzuwirken. Dies gilt sowohl für Kritiker, wie auch Befürworter des
Mobilfunks. ...
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Neuer wissenschaftlicher Aufsatz von Dr.
U. Warnke (Uni Saarland) auf der Plattform des h.e.s.e.-projects unter News
Elektrostatische Longitudinal-Schwingungen und ihre Plasma-Vakuum-Interaktion
(doc,1.3MB)
http://www.hese-project.org/de/emf/News/index.php?lang=de
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Zu diesem Arbeit ist auch eine
Stellungnahme im Forum Wissenschaft möglich.
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Weitere Informationen zur Ärztestudie
Naila auf der Seite von Elektrosmognews.
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Immer mehr Ärzte interessieren sich für
die in Naila durchgeführte Studie und signalisieren uns ihre Bereitschaft,
sowas ebenfalls bei sich durchzuführen. Die Nailaer Ärztestudie hat großes
Echo erzeugt und ist mittlerweile Diskussionsgrund in vielen Kommunen, die
sich weitere Schritte überlegen solch Ähnliches bei sich durchzuführen und zu
unterstützen, dass äußert sich z. Zt. auch so, dass immer mehr Kommunen sich
weigern Sendemasten in den Wohngebieten ihrer Gemeinden aufzustellen und man
teilseise schon versucht bestehende Verträge zu annulieren bzw. in Frage
stellt. Hier können wir nur empfehlen, Ortsbeiräte, Bürgermeister folgt diesem
Beispiel, informiert euch besser, damit ihr hinterher nicht die Prügel
(bildlich gemeint) eurer eigenen Bevölkerung einstecken müßt. Auch Ärzte im
gesamten Bundesgebiet, sowie im deutschsprachigen, europäischen Raum, die
unsere Newsletter lesen, fordern wir auf, sich diesbezüglich zu informieren
und sich an den Aktionen zu beteiligen.
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08.08.2004
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Stealth Cell towers
http://omega.twoday.net/stories/290159/
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Das Mikrowellensyndrom- weitere Aspekte
einer spanischen Studie
http://omega.twoday.net/stories/291620/
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GENMODIFIZIERTES SAATGUT
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siehe unter AKTIV
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Von MdEP Hiltrud Breyer Europäisches
Parlament ASP 8 G 265 Rue Wiertz B-1047 Brüssel Email:
hbreyer@europarl.eu.int Homepage:
http://www.hiltrud-breyer.de
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EU-ÖkoNews Nr. 4/04, August 2004 animal
public e.V. vom 23.7.2004.
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Ökolandbau auf dem Wachstumspfad
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Der ökologische Landbau in Deutschland
verzeichnete auch im Jahr 2003 mit 5,3% ein stabiles Wachstum bei den Flächen.
Auch die Zahl der Ökobetriebe nahm im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Prozent zu.
Quelle:
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www.verbraucherministerium.de/index-0005F493930310E18F926521C0A8D816.html
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Internationaler Saatgutvertrag in Kraft
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Der am 29. Juni 2004 in Kraft getretene
Internationale Saatgutvertrag regelt den Zugang von Züchtern zu Saatgut, das
in den öffentlichen Genbanken der
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Vertragsstaaten und in internationalen
Sammlungen lagert. Züchterunternehmen können Saatgutmaterial aus der Genbank
frei beziehen, um heimische Sorten
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weiterzuentwickeln. Nur bei Nutzung der
Materialliste zur Entwicklung kommerzieller Sorten in Verbindung mit deren
Schutz als geistiges Eigentum müssen Züchter in Zukunft einen Gewinnanteil
zahlen. Gleichzeitig sollen Landwirte und ihr Wissen vor Biopiraterie
geschützt und an den Vorteilen aus der Nutzung pflanzengenetischer Ressourcen
beteiligt werden. Quelle: PM Öko-Institut vom 29.06.2004; Infos:
www.agrobiodiversitaet.net ;
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www.fao.org/newsroom/en/news/2004/39887/index.html
,
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Gentech-Kennzeichnungspflicht im Alltag
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Nach Inkrafttreten der
Kennzeichnungspflicht für Gentech-Lebensmittel hat Greenpeace von April bis
Juli nur einige wenige gekennzeichnete Produkte in großen
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europäischen Supermarktketten gefunden:
vier in Deutschland, drei in Belgien, zwei in Großbritannien und der
Tschechischen Republik, eins in Dänemark sowie in Schweden, Spanien und
Griechenland jeweils kein einziges Produkt. Mit 14 wurden die meisten
GVOgekennzeichneten Produkte in Frankreich gefunden,
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dicht gefolgt von den Niederlanden mit 12.
Quelle: PM Greenpeace European Unit, 26.7.2004.
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Spanien kündigt Gutachten zu Gen-Pflanzen
von "unabhängigen Forschern" an
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Die spanische Umweltministerin Cristina
Narbona hat am 22. Juni ankündigt, ihre Regierung würde in Gentech-Fragen
zukünftig den Rat von unabhängigen
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Experten in Anspruch nehmen. Sie
kritisierte die Entscheidung der konservativen Vorgängerregierung, den
GVO-Anbau massiv auszuweiten, ohne eine
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abschließende Meinung von Experten
abzuwarten. "We want to reinforce independent research in this area, and I
underline the word independent, because in this
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country, where there is little scientific
investigation, many researchers are privately financed by companies that want
the research to have a specific conclusion".
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Quelle: euractiv vom 23.6.2004.
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Schutz vor GVO-Anbau millionenschwer
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Der Schutz vor Verunreinigungen durch
gentechnisch verändertes Saatgut wird die europäische Landwirtschaft mehrere
hundert Mio. Euro jährlich
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kosten. Die Kosten für die Koexistenz von
GV- und konventionellem Anbau betragen 126 bis 232 Euro pro ha bei Raps und 55
bis 195 Euro pro ha bei Mais. Unter der Annahme, dass 80% der gesamten
Anbaufläche von der Koexistenz betroffen wären, würde dies jährliche
zusätzliche Kosten von 300 Mio. Euro für Mais und 450 Mio. Euro für Raps
bedeuten. Quelle: Dow Jones Newsletter vom 8.7.2004, S. 8.
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Österreichische Schritte zu
gentechnikfreier Landwirtschaft und Lebensmittelerzeugung
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In Österreich gilt bereits eine
Nachweisgrenze von 0.1% für GVO-Saatgutverunreinigungen. Nun fordert ein 4-
Parteien-Antrag von den Mitgliedern der
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Bundesregierung auf europäischer Ebene
gegen die Neuzulassung von GVO's einzutreten; sich für eine gemeinschaftsweite
harmonisierte Regelung der
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Koexistenz und der Haftung einzusetzen, da
mögliche Verunreinigungen mit GVO´s an den Grenzen nicht Halt machen; und
Haftungsfragen auch im Rahmen von
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nationalen gesetzlichen Regelungen zu
prüfen. Quelle:
www.parlament.gv.at/portal/page?_pageid=908,685700&_dad=portal&_schema=PORTAL
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INDUSTRIE
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Von: Coordination gegen BAYER-Gefahren
10. August 2004
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"Schlag gegen Geheimnistuerei der
Konzerne"
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Klage von BAYER gegen
englische Umweltschützer gescheitert
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Juristische Drohversuche des
BAYER-Konzerns gegenüber dem britischen Umweltverband Friends of the Earth (FOE)
sind gescheitert. Das Unternehmen versuchte FOE daran zu hindern,
Studienergebnisse über Risiken des Pestizids Glufosinat zu veröffentlichen.
Obwohl die Untersuchungen in mehreren Ländern frei zugänglich sind, wollte der
Konzern bei Zuwiderhandlung hohe Strafzahlungen erzwingen.
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Philipp Mimkes von der Coordination gegen
BAYER-Gefahren: "Wir verurteilen die aggressiven Einschüchterungsversuche von
BAYER gegenüber Umwelt-Organisationen. Mit der Macht starker Rechtsabteilungen
wird immer wieder verhindert, dass Informationen über Gesundheitsrisiken in
die Öffentlichkeit gelangen. Friends of the Earth hat einen Erfolg für die
gesamte Umweltbewegung errungen." Die Coordination gegen BAYER-Gefahren, die
das Unternehmen seit mehr als 25 Jahren überwacht, war selbst mehrfach Opfer
juristischer Attacken des BAYER-Konzerns.
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Da Glufosinat zu den meistverwendeten
Herbiziden in Europa gehört, hatte Friends of the Earth im Jahr 2000 die
britische Umweltbehörde Pesticides Safety Directorate aufgefordert, die
Studienergebnisse zu veröffentlichen. BAYER ging gerichtlich gegen die
Weitergabe der Daten vor. Doch der Umweltverband kontaktierte parallel
amerikanische und skandinavische Ministerien. Schweden und Dänemark sandten
die Untersuchungsergebnisse umstandslos zu. "Wir wollten zeigen, dass BAYER
diese Daten fälschlich als "top secret" bezeichnet und der Öffentlichkeit
vorenthält, obwohl sie in anderen Ländern frei zugänglich sind", so Phil
Michels von FOE.
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Nun holte BAYER die juristische Keule
heraus und klagte mit dem Ziel, FOE daran zu hindern, den Besitz der
Untersuchungen und ihre Herkunft öffentlich zu machen. Zudem sollte der
Umweltverband sich verpflichten, keine weiteren Studien von ausländischen
Behörden anzufordern. Selbst die bloße Nennung der Studien-Titel wollte BAYER
unter Strafe stellen lassen.
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Der Umweltverband bewies
Durchhaltevermögen und widersetzte sich den Einschüchterungen – mit Erfolg.
BAYER musste sich verpflichten, FOE in vergleichbaren Fällen nicht mehr zu
verklagen. "Die Konzernverantwortlichen dachten, dass wir allein wegen der
Verfahrenskosten den Schwanz einziehen würden", so Phil Michels. "Dies ist ein
wichtiges Signal gegenüber dem "Big Business", dass man uns nicht zum
Schweigen bringen kann." Tony Jupiter, Direktor von Friends of the Earth,
ergänzt: "Unsere Nahrung wird Tag für Tag mit diesen Substanzen behandelt. Die
Öffentlichkeit hat ein Recht zu wissen, welche Risiken von Chemikalien
ausgehen, die wir über das Essen, das Wasser und die Luft aufnehmen". Friends
of the Earth schaltete eine website frei, über die die "Geheim-Studien"
angefordert werden koennen.
http://www.foe.co.uk/campaigns/real_food/news/2004/june/bayer/how_to_obtain.html
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BAYER gehört zu den größten
Pestizid-Herstellern der Welt; im Sortiment befinden sich extrem gefährliche
Wirkstoffe wie Parathion, Monocrotophos, Fenamiphos und Aldicarb. Der
Wirkstoff Glufosinat wird im Obst-, Wein-, Getreide- und Gemüsebau eingesetzt
und wird von BAYER auch in Kombination mit gentechnisch verändertem Saatgut
(Raps, Mais, Reis, Zuckerrüben) angeboten.
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Coordination gegen BAYER-Gefahren
CBGnetwork@aol.com
www.CBGnetwork.de
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INFOS von weiteren Organisationen
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Die Atomkraftgegner aus dem Wendland
informieren über Ereignisse im Zusammenhang mit den Gorlebener Anlagen, über
die Auseinandersetzungen mit der Atomindustrie und deren Helfer in den
diversen Regierungen.
www.castor.de/newsletter
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Neuer Bericht der Internationalen
Atomenergie- Organisation (IAEA)
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Die IAEA prognostiziert in ihrem Bericht
über die Zukunft der Kernenergie in der Welt einen Auftrieb der Kernenergie
aufgrund der Angst vor den Folgen des
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Klimawandels. Zudem scheint sich der
Appetit nach Atomenergie immer mehr nach Osten zu verlagern. Von den in
jüngster Zeit 31 angeschlossenen Atommeilern gingen allein 21 in Asien ans
Netz, von den derzeit in Bau befindlichen 27 Kernkraftwerken stehen 18 in
Asien. (Der Url steht nicht mehr im Netz)
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Vom eco-info - der Newsletter des
eco-Umweltinstituts, Ausgabe 2004-10
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Ganz allmählich sickert die Nachricht
durch: Die WHO stuft Formaldehyd als fuer den Menschen krebserregend ein.
Damit steht es in einer Reihe mit Asbest, Benzol, Cadmium u.a.. Starker
Verdacht wird auch für die Leukämie-auslösende Wirkung von Formaldehyd
geäußert. Die Konsequenzen dieser Einschätzung sind weitreichend, Alternativen
für den gefährlichen Stoff kaum vorhanden.
Erinnern Sie sich noch? Anfang der 70er Jahre machte eine
Formaldehyd-belastete Schule in Köln Schlagzeilen. Das war der erste
spektakuläre Fall einer "gesundheitsgefährdenden Innenraumbelastung". Seitdem
werden reihenweise Schulen und andere Gebäude untersucht und saniert. Wir
fragen uns: Wem helfen 30 Jahre zur Erkenntnisgewinnung?
In eco-info, dem Newsletter des eco-UMWELTINSTITUTs, informieren wir über die
aktuellen Gesetze und Verordnungen auf nationaler und europäischer Ebene,
Entwicklungen im Bereich der ökologischen Produktprüfung von
Bedarfsgegenständen und Konsumartikeln, Neues vom Bekleidungs- und
Baustoffmarkt und natürlich auch Entwicklungen aus dem eco-Umweltinstitut. Die
Meldungen werden von uns nach journalistischen Kriterien ausgewählt und sollen
zur Information dienen - nicht alle Inhalte geben dabei auch unsere Meinung
wieder. Im Gegensatz zu vielen anderen Newslettern können bei uns Meldungen
nicht gegen Gebühr veröffentlicht werden! Die Einzelnachrichten können Sie
ausdrucken und per email weiterversenden. Sie können in der
Nachrichten-Datenbank nach Kategorien, Zeiträumen oder Newsletterausgaben
recherchieren oder die Volltextsuche nutzen. Probieren Sie es aus.
Die Nachrichten u .a im Einzelnen
1. | 13.08.2004 | Chemikalien IARC stuft Formaldehyd als krebserregend ein
IARC / eco-Umweltinstitut Das der WHO zugehörige Internationale
Krebsforschungsinstitut IARC (International Agency for Research on Cancer)
stuft Formaldehyd als krebserregend für Menschen ein. Bisher galt der Stoff
als "wahrscheinlich krebserregend".
http://www.eco-institut.de/
2. | 12.08.2004 | Chemikalien Titan soll den Weichmachern Grenzen setzen
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Für Infusionen müssen
Schlauch und Beutel elastisch sein, und Kunststoffprodukte erfüllen diese
Bedingung bestens, weil sie Weichmacher enthalten. Phtalate erweisen sich hier
wie in anderen Bereichen der Medizintechnik als äußerst nützlich, doch
zugleich bedeutet der Kontakt mit diesen Substanzen ein Gesundheitsrisiko, vor
allem wegen ihrer hormonähnlichen Wirkungen.
http://www.eco-institut.de/
3. | 17.08.2004 | Chemikalien Allergien durch Weichmacher?
vistaverde / Environmental Health Perspectives. In der häuslichen Umgebung von
Kindern mit Allergien bzw. Asthma finden sich demnach deutlich höhere
Konzentrationen bestimmter Weichmacher als im Umfeld nicht betroffener Kinder.
Ihre Resultate präsentieren die Forscher im Fachblatt "Environmental Health
Perspectives". http://www.eco-institut.de/
4. | 07.08.2004 | Chemikalien
Desinfektionsmittel im Haushalt WDR "ARD-Ratgeber Bauen & Wohnen"
Wenn der neun Jahre alte Manuel mit Desinfektionsmitteln in Berührung kommt,
die in vielen Zahnpastatuben, Teppichböden, Wandfarben und
Haushalts-Reinigungsmitteln enthalten sind, fängt seine Nase an zu bluten, und
er muss sich übergeben.
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http://www.eco-institut.de/
5. | 16.08.2004 | Chemikalien Sonnenschutzmittel können Hormonhaushalt
stören vistaverde. Wissenschaftler untersuchen die möglicherweise
schädigenden Wirkungen von Substanzen, die UV-Strahlen absorbieren können und
die in zahlreichen kommerziell erhältlichen Sonnenschutzmitteln Verwendung
finden. Das berichtete Wolfgang Wuttke, der Direktor der Abteilung für
Klinische und Experimentelle Endokrinologie der Universitätsklinik Göttingen,
am Donnerstag. Die Forschung wird von der Europäischen Union gefördert. http://www.eco-institut.de/
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6. | 16.08.2004 | Chemikalien Brandschutzmittel in Zuchtlachsen entdeckt
Indiana University / eco-Umweltinstitut Die Forscher untersuchten 700 Lachse
auf der ganzen Welt unter anderem auf Polybromierte Diphenylether (PBDE), die
als Flammschutzmittel in Elektrogeräten und Möbeln verwendet werden.
http://www.eco-institut.de/
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... 17. | 20.08.2004 | Recht Europäern
werden höhere Umweltschutzniveaus vorenthalten
Europäische Kommission Die Europäische Kommission hat heute einen Bericht
über die Durchführung und Durchsetzung des EU-Umweltrechts veröffentlicht. Der
Bericht untersucht die ordnungsgemäße Umsetzung des EU-Umweltrechts in den
Mitgliedstaaten. Er kommt zu dem Schluss, dass es 2003 in 301 Fällen zu
erheblichen Versäumnissen bei der Umsetzung der Umweltrichtlinien gekommen
ist. Dadurch erhalten die Bürger nicht das von ihnen erwartete hohe
Umweltschutzniveau.
http://www.eco-institut.de/
... 28. | 05.08.2004 | Lese-Tipp
UMID berichtet über Umweltsurvey und Erkrankungsrisiken durch Fluglärm
Umweltbundesamt Die aktuelle Ausgabe des Umweltmedizinischen
Informationsdienstes (UMID) informiert über Schimmelpilzbefall in Innenräumen
und widmet sich der Frage, ob eine zusätzliche Aufbereitung des häuslichen
Trinkwassers - sie ist in der Regel nicht erforderlich! - notwendig ist.
Weitere Themen sind: "Uminfo" - eine seit zehn Jahren existierende Vernetzung
des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD); Pestizidbehandelte Textilien als
wahrscheinliche Ursache für gesundheitliche Störungen.
http://www.eco-institut.de/
Hinweis:
Der Newsletter eco-info wird herausgegeben vom eco-Umweltinstitut, Sachsenring
69, 50677 Köln. Email unter:
info@eco-info.de Homepage:
http://www.eco-institut.de/
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Von PAN:
Gemeinsam mit dem BUND nimmt PAN Germany zu zwei aktuellen Themen der
deutschen Pflanzenschutzpolitik Stellung
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1. Novellierung des Pflanzenschutzgesetzes
soll Transparenz bringen
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Derzeit wird vom Bundesministerium für
Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) ein Entwurf zur
Änderung des Pflanzenschutzgesetzes erarbeitet. PAN Germany und der BUND
fordern in ihrer gemeinsamen Stellungnahme zum aktuellen Entwurf umfassende
Änderungen, insbesondere die Herstellung eines gläsernen Pestizideinsatzes in
Deutschland und Transparenz bei Pestizidexporten.
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Die Stellungnahme steht im Internet unter:
http://www.pan-germany.org/download/PflSchG_04.pdf (pdf-file, 111 kb) zur
Verfügung.
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2. Gute fachliche Praxis nicht konkret
genug
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Mit dem Pflanzenschutzgesetz (PflSchG) von
1986 wurde festgelegt, dass Pestizide nur nach guter fachlicher Praxis (GFP)
angewandt werden dürfen. Die Grundsätze für die Durchführung der GFP wurden
jetzt vom Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und
Landwirtschaft (BMVEL) überarbeitet.
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In ihrer gemeinsamen Stellungnahme
erkennen PAN Germany und der BUND positive Ansätze, bemängeln aber
insbesondere das Fehlen von konkreten und verbindlichen Kriterien. Auch diese
Stellungnahme steht im Internet zum Download bereit:
http://www.pan-germany.org/download/GFP_PAN_04.pdf (pdf-file, 131 kb)
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Weitere PAN Germany Stellungsnahmen finden
Sie unter:
http://www.pan-germany.org/stellung.htm
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Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. Fon: +49
(0)40-39 91 91 0-0
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Nernstweg 32, D-22765 Hamburg Fax: +49
(0)40-390 75 20
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Please use our new mail address:
mailto:presse@pan-germany.org Do you know our website? A lot of
interesting information is available at:
http://www.pan-germany.org
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von panda
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Europäer nehmen Chemikalienrisiko ernst -
93% der Europäer sind überzeugt, dass Chemikalien die Gesundheit negativ
beeinflussen;
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- 83% sind besorgt über Chemie-Rückstände
in Tier- und Pflanzenwelt sowie im menschlichen Körper;
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- 69% sind willens, einen höheren
Verbraucherpreis zu zahlen, um die Kosten der europäischen Chemikalienreform
zu tragen (nach Berechnungen ca. 1 Euro pro Einwohner und Jahr, gerechnet auf
450 Mio. Menschen in der EU).
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Dies haben drei Meinungsumfragen
(Eurobarometer, IPSOS und Cognative) ergeben.
www.panda.org/detox
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KURZINFO aus unterschiedlichen Quellen
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31.08.2004
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Herzinfarkt: Luftverschmutzung und Laerm
erhoehen Risiko München (dpa) - Luftverschmutzung und Lärm erhöhen neuen
Studien zufolge das Herzinfarktrisiko erheblich. Das berichteten Mediziner am
Dienstag auf dem Kongress der Europäischen Kardiologengesellschaft (ESC) in
München. Bei anhaltendem Lärm stieg... URL steht nicht
mehr zur Verfuegung.
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"Ganzkörper-CT" erhöht Krebsrisiko –
US-Experte: "Strahlenrisiko wie nach Atombombenabwurf"
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NEW YORK. Die hoch auflösenden Abbildungen
der Computertomographie, die auch gerne in den Medien gezeigt werden, sind für
viele Menschen derart überzeugend, dass die Nachfrage nach "Ganzkörper-CTs"
...
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=17393
-
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27.08.2004
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Saubere Haushalte foerdern Asthma
-
Australische Studie warnt vor
Haushaltsgiften
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=040826021
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Luft ueber Indischem Ozean starke
verschmutzt
Neue Untersuchung zeigt schwere Belastung über unbewohnten Gebieten
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=040826031
-
Luftverschmutzung durch Tabakrauch stärker
als durch Dieselmotoren
-
LONDON. Die Luftverschmutzung, die durch
Tabakrauch erzeugt wird, ist nach den Ergebnissen eines kontrollierten
Experiments zehnmal größer als die durch Dieselfahrzeuge verursachte
Verschmutzung der ...
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=17340
-
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Chemie: Medikamenten-Cocktail im
Trinkwasser
Millionen Deutsche schlucken täglich Medikamente. Was nicht verbraucht wird,
landet tonnenweise in der Kanalisation. Die Folge: Im Trinkwasser wabert eine
bunte Arznei-Mischung, deren Wirkung kaum absehbar ist.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,druck-314868,00.html
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und/oder
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Trinkwasser wird zum Medikamenten-Cocktail
Forscher finden von Hormonen bis Antibiotika alle Präparate
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=040827003
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Anmerkung Scherrmann: Seit vielen Jahren
schreibe ich an Behoerden, dass Medikamentenrueckstaende auch in das Blickfeld
der Wasseranalyse gehoert. Ich bekam nie eine Antwort.
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26.08.2004
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Informationsfreiheitsgesetz: Schlechte
Zeiten für Geheimniskrämer
In Kürze wollen SPD und Grünen ein Gesetz vorstellen, das das Amtsgeheimnis
aufhebt. Danach müssen es Behörden ab 2005 schriftlich begründen, wenn sie
Bürgern eine verlangte Auskunft nicht geben wollen. Eine kleine
Kulturrevolution.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-314786,00.html
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Hintergrundsinformationen zu diesem Gesetz
u. v.a.
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Deutschland, die verspätete Nation:
http://www.heise.de/tp/deutsch/special/frei/16121/1.html
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23.08.2004
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Schwangere: Renovierungsarbeiten meiden
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Königswinter (dpa) - Schwangere sollten
sich möglichst nicht an Renovierungsarbeiten beteiligen. Ausdünstungen von
Anstrichen, Klebstoffen, Teppichen und neuen Möbeln können die Gesundheit des
ungeborenen Kindes schädigen, warnt die...
http://www.netdoktor.de/nachrichten/index.asp?y=2004&m=8&d=24&id=114131
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20.08.2004
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Erhöhtes Leukämierisiko in der Nähe von
Tankstellen/Werkstätten
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VILLEJUIF/FRANKREICH. Kinder, die in der
Nähe von Tankstellen oder Werkstätten aufwachsen, haben ein deutlich erhöhtes
Risiko, an einer Leukämie zu erkranken. Besonders hoch war das Risiko auf eine
...
http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=17279
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19.08.2004
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Künstliche Befruchtung mit Risiken - Mehr
Fehlbildungen und sehr häufig Frühgeburten
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Baierbrunn (ots) - Kinder, die nach
künstlicher Befruchtung geboren werden, tragen ein höheres Risiko für
Fehlbildungen. In die Kritik geraten ist in den vergangenen Jahren besonders
die ICSI-Methode, bei der ein Spermium direkt in eine Eizelle injiziert wird.
Das vorläufige Fazit etlicher großer Studien dazu: Das Risiko ist vergleichbar
mit dem einer herkömmlichen IVF, bei der Spermien das Ei in der Petrischale
befruchten. Wie das Apothekenmagazin "Gesundheit" berichtet, haben nach beiden
Methoden etwa neun Prozent der Föten in der 16. Schwangerschaftswoche
Fehlbildungen. Bei natürlich erreichter Schwangerschaft sind es nur sechs
Prozent. Zudem wird ein Viertel der künstlich gezeugten Kinder zu früh
geboren. "Wir glauben, dass es vor allem genetische Faktoren der Eltern sind,
die das Risiko erhöhen, und nicht die Techniken an sich", sagt Dr. Michael
Ludwig, Leiter einer entsprechenden Studie an der Universität Lübeck.
-
Das Apothekenmagazin "Gesundheit" 8/2004
liegt in vielen Apotheken aus und wird kostenlos an Kunden abgegeben. Mehr
Texte auch online:
www.GesundheitPro.de > Button "Apotheken Magazine" > Presse-Service
-
ots-Originaltext: Wort und Bild -
Gesundheit
-
Digitale Pressemappe:
http://www.presseportal.de
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Anmerkung Scherrmann: Es gibt Studien,
dass Schadstoffe bei Fehlbildungen, Fruehgeburten und bei Unfruchtbarkeit eine
grosse Rolle spielen. Mit Sicherheit spielen sie auch bei Gendefekten eine
Rolle, auch wenn dies noch kaum untersucht wurde. . (Die Molekularmedizin
beschaeftigt sich hauptsaechlich mit der Reparatur eines Gendefektes, also
nicht mit den Ursachen der Schaedigungen). Also ist es auch logisch, dass bei
"kuenstlicher Befruchtung mehr Fehlbildungen und sehr haeufig Fruehgeburten"
auftreten.
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Direktor für das Europäische
Präventions-Zentrum in Stockholm gesucht
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BRÜSSEL. Für das neu einzurichtende
Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten, das
voraussichtlich Anfang Mai nächsten Jahres seine Arbeit in Stockholm aufnehmen
wird, ... http://www.aerzteblatt.de
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Anmerkung Scherrmann: Ich bin sehr
neugierig, ob die Praevention - endlich - auch auf andere Bereiche ausgedehnt
wird. Vielleicht schafft es die EU, was in Deutschland - noch - nicht moeglich
ist.
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17.8.2004
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ICD-10-GM und OPS: Neue Versionen für das
Jahr 2005. Für das DRG-Vergütungssystem beginnt am 1. Januar 2005 die
Konvergenzphase. Zur Vorbereitung darauf hat das DIMDI die neuen Versionen
2005 der Internationalen Klassifikation der Krankheiten (ICD-10-GM) und des
Operationen- und Prozedurenschlüssels (OPS) auf seinen Internetseiten
veröffentlicht.
http://www.dimdi.de/
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13.08.2004
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Umweltgifte: Brandschutzmittel in Lachsen
entdeckt
Lachs aus Zuchtfabriken enthält einer Studie zufolge hohe Konzentrationen von
Flammenhemmenden Substanzen. Das haben US-Forscher herausgefunden. Bereits zu
Jahresbeginn hatten die Wissenschaftler andere Umweltgifte im Fischfleisch
nachgewiesen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/erde/0,1518,druck-312948,00.html
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06.08.2004
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Zu viele Pestizide im Obst Nach Angaben
der Umweltorganisation Friends of Earth sind täglich bis zu 220 Kleinkinder in
Großbritannien zu hohen Mengen an Pestiziden von Obst ausgesetzt.
http://www.aerztlichepraxis.de
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Berauschend und gefährlich -
Kava-Kava-Allergie Wenngleich im Juni 2002 in Deutschland der Vertrieb von Kava-haltigen Medizinprodukten verboten wurde, werden in Praxen und Kliniken
nach wie vor Kava-Kava-Allergien diagnostiziert.
http://www.aerztlichepraxis.de
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03.07.2004
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Pathogene Prionen bestehen nur aus Eiweiss
Forscher um den US-Nobelpreisträger Professor Stanley Prusiner aus Baltimore
und Forscher der Universität Düsseldorf haben nun mit einem Experiment
bewiesen, daß pathogene Prionen tatsächlich nur aus Eiweiß bestehen
http://www.aerztezeitung.de/nel/?id=320954,3544,/medizin/bse
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RECHT
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Neues in V/SB-INFO vom 22.08.2004 - Ein
Service von
http://www.uwendler.de und von
http://www.anhaltspunkte.de -
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am 30.08.2004 wurde in V/SB-INFO neu
eingestellt:
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- Bayerisches LSG, Urteil vom 11.05.2004 -
L 15 VS 17/02 ZDG: Der versorgungsrechtlich geschützte Bereich bei
unfallunabhängigen Gesundheitsstörungen, für deren Auftreten Wehr- bzw.
Zivildienst verantwortlich gemacht wird, bestimmt sich nach dem Vorbild des
Berufskrankheitenrechts der gesetzlichen Unfallversicherung. Im Katalog der
Berufskrankheiten sind Erkrankungen der Brustwirbelsäule - im Unterschied zu
solchen der Lenden- und der Halswirbelsäule - nicht enthalten. Daraus folgt,
dass medizinalstatistische Erkenntnisse über ein erhöhtes Auftreten von
Erkrankungen der Brustwirbelsäule bei bestimmten Tätigkeiten nicht vorliegen.
Wenn die Voraussetzungen des Berufskrankheitenrechts aber damit nicht gegeben
sind, kommt eine Anerkennung als Schädigungsfolge allein noch in Betracht,
wenn besondere außerordentliche Belastungen, die typischerweise nur unter den
Bedingungen des Krieges auftreten, für das Auftreten der Erkrankung
verantwortlich gemacht werden können. Eine derartige außerordentliche
kriegsähnliche Belastung stellt eine Tätigkeit als Lagerungspfleger in einem
Krankenhaus aber nicht dar. Selbst wenn man nicht davon ausgeht, dass der
"Zivildienst" per se das Auftreten außerordentlicher Belastungen, wie sie
typischerweise nur im Kriegsfall auftreten, ausschließt, so handelte es sich
bei der Tätigkeit als Lagerungspfleger um eine Tätigkeit, wie sie auch sonst
von Pflegekräften ausgeführt wird.
-
Bayerisches LSG, Urteil vom 06.04.2004 - L
15 SB 51/03: Die "Anhaltspunkte für die ärztliche Gutachtertätigkeit ...."
(AHP) erwähnen die seltene Erkrankung "Karthagener Syndrom" zwar nicht
ausdrücklich. Da die Krankheit, ähnlich wie die Mukoviszidoseerkrankung zu
einer Ansammlung von zähem Schleim in den Bronchien mit rezidivierenden
Atemwegsinfekten und Lungenfunktionseinschränkungen führt, sind aber in erster
Linie die Regelungen der AHP 1996 Nr.26.15 auf S.120 hinsichtlich der
Mukoviszidose (zystischen Fibrose) heranzuziehen. Danach ist ein GdB von 30
bis 40 vorgesehen, wenn unter Therapie die Aktivitäten und die Lungenfunktion
des Betroffenen leicht eingeschränkt sind, Gedeihen und Ernährung jedoch noch
altersgemäß erscheint.
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LSG Berlin, Urteil vom 25.03.2004 - L 11
SB 15/02: Pseudarthrosen (hier im Beckenbereich) können die Feststellung
einer außergewöhnlichen Gehbehinderung (Nachteilsausgleich "aG")
rechtfertigen. Dies gilt zumindest dann, wenn der behinderte Mensch wegen der
Pseudarthrosen selbst kurze Gehstrecken nur unter Schmerzen zurücklegen kann
und damit letztlich keine schmerzfreie Gehstrecke mehr besteht.
-
BVerfG, Beschluss vom 14.10.2003 - 1 BvR
901/03: Gerichtsverfahren sind in angemessener Zeit zu beenden. Dies gilt
insbesondere u.a. für Prozesskostenhilfeverfahren, die wegen ihrer Natur und
ihrer Bedeutung für die Betroffenen einer gewissen Eilbedürftigkeit
unterliegen. Diese Verfahren bieten nicht selber den gebotenen Rechtsschutz,
sondern sollen ihn erst zugänglich machen. Deshalb dürfen die Anforderungen,
insbesondere an den Vortrag der Beteiligten, nicht überspannt werden. Dies
gilt aber auch bei der Prüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse. Ein
Prozesskostenhilfegesuch darf deshalb nicht insgesamt abgelehnt werden, wenn
einzelne Angaben fehlen. Der Grundsatz des fairen Verfahrens gebietet, dass
die Anforderungen, welche die Gerichte im Interesse der
Verfahrensbeschleunigung an die Verfahrensbeteiligten stellen, in einem
vernünftigen Verhältnis zu der Gesamtdauer des Verfahrens stehen, insbesondere
soweit die Dauer des Verfahrens den Gerichten zuzurechnen ist.
-
am 22.08.2004 wurde in V/SB-INFO neu
eingestellt:
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LSG NRW, Urteil vom 13.07.2004 - L 6 VH
52/00: Die Anerkennung einer narzisstische Persönlichkeitsstörung als
Schädigungsfolge setzt u.a. voraus, dass die medizinisch-wissenschaftlichen
Diagnosekriterien für eine solche Erkrankung nach dem ICD-10 bzw. nach dem
DSM-IV erfüllt sind; es müssen mindestens fünf der Diagnosekriterien erfüllt
sein.
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LSG NRW, Urteil vom 17.06.2004 - L 7 SB
101/03: Der GdB für einen Diabetes mellitus ist unabhängig vom Alter zu
bestimmen. Jugendliches Alter rechtfertigt keine höhere Bewertung der
Zuckerkrankheit. Auch das Tragen einer Insulinpumpe führt zu keinem höheren
GdB. Eine Hypoglykämie bei Kindern und Erwachsenen liegt erst bei einer
Verminderung des Blutzuckers unter 2,8 mmol/I (50 mg/dl) vor.
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LSG Niedersachsen - Bremen, Urteil vom
25.04.2003 - L 9 SB 2/02: Für eine Krebserkrankung (hier malignes
Prostata-Karzinom) ist die Feststellung eines GdB erst ab dem Zeitpunkt
gerechtfertigt, zu dem dieses Krankheitsbild festgestellt worden ist.
-
Anm.: Das Urteil entspricht dem Beschluss
des des Ärztlichen Sachverständigenbeirats beim Bundesministerium für Arbeit
und Sozialordnung vom 13.11.2002, in dem darauf hingewiesen wurde, dass zwar
ein organischer Schaden aufgrund einer Krebserkrankung durchaus vor
Feststellung der Erkrankung bestanden habe könne. Der GdB für eine solche
bösartige Erkrankung umfasse aber insbesondere die besondere soziale Situation
(z.B. den Versuch der aktiven Bewältigung der Diagnose "Krebs"); diese
Situation liege jedoch nicht vor, solange Unkenntnis der
Tumorträgereigenschaft bestehe.
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Vorteile bei Bewilligung von
Parkerleichterungen außerhalb der aG-Regelung in NRW: Die - je nach Bundesland
unterschiedlichen - Voraussetzungen der Ausnahmegenehmigung zur Bewilligung
von Parkerleichterungen für Behinderte außerhalb der aG-Regelung wurden
bereits im vergangenen Jahr dargestellt. Nun werden die (zumindest in
Nordrhein-Westfalen) daraus resultierenden Vorteile vorgestellt.
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TERMINE
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Vom 12. bis 15. September findet in der
Kölner Messe die Agricultural Biotechnology International Conference (ABIC
2004) statt. Die ABIC gehört nach eigenen Angaben zu den "weltweit wichtigsten
Konferenzen zur Bio- und Gentechnik" und richtet sich an "Wissenschaftler,
Industrie-Vertreter, Investoren und Politiker". Am 12.9. findet im
Maternushaus in Köln eine Gegenkonferenz mit prominenten Referentinnen und
Referenten wie Vandana Shiva statt. Detailinformationen zur Gegenkonferenz.
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Der Umstand, dass Brüssel Deutschland
derzeit den Gentech-Anbau aufzwingen möchte, verleiht der Messe einen
besonderen Stellenwert.
http://www.umweltinstitut.org/frames/allg/press/f-20040812.htm
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Einladung zum Ersten Sozialforum in
Deutschland - Für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Natur
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In Deutschland werden unter dem Begriff
"Reformen" profitorientierte Interessen mit Maßnahmen durchgesetzt, die zu
Lasten der Bevölkerung gehen." Diese Politik führt zu steigender
Erwerbslosigkeit, Verarmung und dem finanziellen Kollaps der Kommunen, der
Länder und des Bundes.
-
Dies ist ein weltweiter Prozess. Die
neoliberale Globalisierung führt heute auch in den reichen Ländern zu
Entwicklungen, unter denen die Menschen in der südlichen Erdhälfte schon seit
Jahren – allerdings weitaus schlimmer – zu leiden haben. Dort wie hier
zerstört sie die natürlichen Lebensgrundlagen dieser und kommender
Generationen. Die Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen wird zunehmend mit
kriegerischen Mitteln betrieben. Während für das Kapital alle regulierenden
Schranken fallen, werden, wie bei der "Festung Europa", die Mauern gegen den
Zustrom von MigrantInnen und Flüchtlingen hochgezogen. Die sozialen
Grundbedürfnisse werden durch Privatisierung öffentlicher Güter sowie der
Daseinsvorsorge ausgehebelt. Im Namen der globalen Wettbewerbsfähigkeit und
der Konkurrenz aller gegen alle werden Tausende Arbeitsplätze vernichtet.
Soziale und demokratische Rechte werden abgebaut.
-
Die gesellschaftliche Unzufriedenheit wird
immer größer. Das provoziert die Frage, welche Veränderungen notwendig sind,
um die sozialen Grundbedürfnisse und natürlichen Lebensgrundlagen der Menschen
zu sichern, Frauen und Männern eine existenzsichernde und gesellschaftlich
sinnvolle Beschäftigung zu bieten, ihre Würde zu wahren und ihre
demokratischen Mitwirkungsmöglichkeiten zu erweitern.
-
Immer weniger Menschen fühlen sich in
ihren Anliegen vertreten. Wir müssen uns selber auf den Weg machen. Wir
brauchen dafür ein zivilgesellschaftliches Forum, um uns über verschiedene
soziale Milieus hinweg auszutauschen. Dort wollen wir Formen des Widerstands
entwickeln und Widersprüche im Streben nach gemeinsamen Handlungsmöglichkeiten
und der Entwicklung von Alternativen überwinden. Dazu bedarf es eines
gesellschaftlichen Dialogs in einem offenen Raum jenseits von Parteien und
weltanschaulichen Abgrenzungen.
-
Dieser Dialog ist Teil eines weltweit
wachsenden Prozesses. Im südbrasilianischen Porto Alegre fanden sich im Jahr
2001 erstmals Menschen aus aller Welt unter der Losung "Eine andere Welt ist
möglich". Parallel zu ähnlichen kontinentalen Foren in Afrika und Asien traten
2002 in Florenz das Erste, 2003 in Paris das Zweite Europäische Sozialforum
zusammen. In Deutschland gibt es Sozialforen in vielen Städten und Regionen.
-
Wir laden alle ein, die sich auf die Suche
nach einer gerechten, friedlichen und ökologischen Gesellschaft machen wollen,
sich am Ersten Sozialforum in Deutschland im Juli 2005 in Erfurt mit ihren
eigenen Vorschlägen und Vorstellungen zu beteiligen und am
Vorbereitungsprozess mitzuwirken.
-
Das Sozialforum in Deutschland ist Teil
des Weltsozialforums und arbeitet auf der Grundlage der Charta von Porto
Alegre.
-
***
-
-
Joint International Congress and
Exhibition "Electronics Goes Green 2004+. Driving Forces for Future
-
Electronics", vom 6.-8. September 2004 in
Berlin.
http://egg2004.izm.fraunhofer.de
-
-
"Atommüll in Benken? So nicht! Wir wollen
nicht überrollt werden" Internationale Kundgebung mit Kultur-
-
und Kinderprogramm, am 12. September 2004
ab 10 Uhr in Benken.
www.klar-schweiz.com
-
-
Internationales Symposium "Greening
events. Local governments implementing sustainability principles as
-
hosts of international events", vom
19.-21. September 2004 in Barcelona.
www.iclei.org/itc/greeningsymposium
-
-
Konferenz "Ergrünt die Bio-Technologie?",
am 25. September 2004 in Berlin.
www.gruenefraktion.de/cms/termine/dok/30/30429.ergruent_die_biotechnologie-print.pdf
-
-
12. EEAC-Annual Conference "Towards a
European Policy on the Marine Environment", vom 14.-16.
-
Oktober 2004 in Berlin. Infos und
Anmeldung:
www.umweltrat.de
-
-
Konferenz "Sustainable Freight Transport
in Sensitive Areas", am 27./28. Oktober 2004 in Wien.
-
www.euractiv.com/ndbtext/agenda/conf_programme_vienna_july2004.doc
-
-
"Internationaler
Abfallwirtschaftskongress. Die Abfallwirtschaft in der erweiterten EU", vom
10.-12.
-
November 2004 in Wien.
www.gutwinski.at
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WISSENSCHAFT
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17.08.04 Gehirnleistung bleibt auch im
Alter erhalten
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Hamburg (ots) - Der Spruch "Was Hänschen
nicht lernt, lernt Hans nimmermehr" hat keine Gültigkeit mehr. Das Gehirn
bleibt im fortgeschrittenen Alter leistungsfähiger, als Experten bislang
glaubten. Das belegen neue internationale Studien, wie die Zeitschrift VITAL
berichtet. Die Annahme, wonach die entscheidenden Lernprozesse in der Kindheit
ablaufen, sind danach überholt. Der Neurobiologe Lawrence Katz von der Duke
Universität North Carolina
-
(USA) spricht beim Gehirn von einem
"elastischen Organ". Es bleibe bis ins hohe Alter leistungsfähig, da ständig
neue Nervenzellen gebildet würden. Verantwortlich dafür seien so genannte
NMDA-Rezeptoren, die darauf warteten, Nervenzellen miteinander zu verbinden.
-
Diese neuen Erkenntnisse haben nach
Ansicht des Neurobiologen Michael Merzenich von der Universität San Francisco
direkten Einfluss auf das tägliche Leben: "Anstatt über vertane Chancen zu
klagen - weil wir im Kindesalter nicht alles gelernt haben - werden wir unser
Wissen nutzen, um auch im Alter effektiv zu lernen." Vorteil für die über
30-Jährigen: Das Gehirn kann auf Fertigkeiten und Fähigkeiten zurückgreifen,
die es in jungen Jahren entwickelt hat. So muss man sich beispielsweise im
Russischkurs nicht mit Rechtschreibung und Grammatik aufhalten, sondern kann
sich vollständig auf die Entzifferung kyrillischer Buchstaben konzentrieren.
-
Natürlicher Feind des lebenslangen Lernens
ist die Routine. Denn die Gewohnheiten "tragen nicht dazu bei, die kognitiven
Fähigkeiten auf hohem Niveau zu halten", betont Eberhard Fuchs vom deutschen
Primatenzentrum in Göttingen. Beste Voraussetzung für erfolgreiches Lernen ist
nach Aussage von Psychologen die richtige Motivation. Was uns intellektuell
fasziniert und von Herzen erfüllt, wird auch konsequent verfolgt. Wer hingegen
denkt "Ich müsste mal...", hat wenig Aussicht auf Erfolg.
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Das Ziel definieren, Informationen
sammeln, sich von Zweiflern nicht beirren lassen, die Überwindung der üblichen
Stagnationsphase und die praktische Anwendung neuer Kenntnisse - das sind nach
Expertenansicht die entscheidenden Elemente zur Verwirklichung persönlicher
Ziele.
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Diese Meldung ist unter Quellenangabe
VITAL zur Veröffentlichung frei. ots-Originaltext: Vital - Jahreszeiten Verlag
Digitale Pressemappe:
http://www.presseportal.de/story.htx?firmaid=7515
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POLITIK - BEHOERDEN
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Bayerisches Staatsministerium für Umwelt,
Gesundheit und Verbraucherschutz Pressestelle
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Müller: Gasschnüffeln - Vorsicht vor
tödlicher Gefahr Kinder und Jugendliche unterschätzen die tödliche Gefahr des
Gasschnüffelns. "Schon wenige Atemzüge Gas können tödlich wirken; auch beim
erstmaligen Schnüffeln. Die jugendlichen Schnüffler suchen den Rausch und
finden den Tod", warnte heute Gesundheitsstaatssekretärin Emilia Müller
angesichts des aktuellen Todes eines 16-jährigen aus Weiden/Oberpfalz. Müller
riet den Eltern, auf Anzeichen wie einen hohen Verbrauch von Feuerzeuggas,
Spraydosen oder Campinggasflaschen zu achten, die offensichtlich nicht für
den vorgesehenen Zweck eingesetzt werden. Wie bei Drogenkonsum auch, können
starke Veränderungen im Wesen, im Kontakt- und Freizeitverhalten auf
Suchtgefährdungen hindeuten.
-
Das Schnüffeln von narkotisch wirksamen
leichtflüchtigen Stoffen, Dämpfen oder Gasen zur Rauscherzielung ist nicht
neu. "Schnüffeln ist wegen der leichten Zugänglichkeit der Suchtstoffe bisher
bekannt als "Sucht der Straßenkinder"; in Deutschland dagegen kein weit
verbreitetes Suchtverhalten mit allerdings schnell tödlichem Ausgang",
erläuterte Müller. Im Gegensatz zu den bekannten Rauschmitteln, wie Heroin,
Kokain, oder Cannabis, sind die beim Schnüffeln verwendeten Substanzen überall
im Alltag präsent und werden nicht als potenzielle Rauschmittel erkannt.
Suchtstoffe sind Lösemittel z. B. aus Klebstoffen und wohl zunehmend Gase für
technische Zwecke. Hierzu zählen das Camping- oder Feuerzeuggas Butan und das
unter dem Namen "Lachgas" bekannte Distickstoffoxid, das in den Kartuschen zum
Aufschäumen von Sahne enthalten ist.
-
Diese Substanzen wirken auf das zentrale
Nervensystem. Einerseits dämpfend und entspannend, führen sie häufig über eine
Zwischenphase körperlicher Abwehrreaktionen wie Übelkeit letztendlich zur
gewünschten Hochstimmung. Aber hierdurch können auch Langzeitschäden an Leber,
Nieren und Gehirn und starke Persönlichkeitsveränderungen entstehen. Das akute
Gefahrenpotenzial darf nicht unterschätzt werden. Durch das Einatmen der Gase
reichern sich diese in der Lunge an. Dadurch kann das Gehirn nicht mehr
ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. In der Folge können Atemstörungen
und Bewusstlosigkeit mit Todesfolge eintreten.
-
***
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Informationsoffensive zu "Radon" -
Gesundheitsministerium: Mehr vorsorglicher Gesundheitsschutz bei Radon -
Erhöhte Konzentrationen in Wohnräumen meist leicht vermeidbar Der vorsorgliche
Gesundheitsschutz bei höheren Radon-Konzen-trationen in Wohnhäusern soll
weiter verbessert werden. Hierzu startete das Bayerische
Gesundheitsministerium heute eine Informationsoffensive. Höhere
Konzentrationen des natürlich vorkommenden, radioaktiven Edelgases Radon
können über einen längeren Zeitraum eingeatmet Lungenkrebs verursachen. Mit
einfachen Maßnahmen wie regelmäßiges Lüften oder Abdichtungen können höhere
Radonwerte in Gebäuden reduziert werden. Um entsprechende Abhilfe schaffen zu
können, müssen Hausbewohner über das natürliche Radon-Vorkommen in ihrer
Gegend informiert sein. Daher gibt es ab sofort Informationen rund ums Radon
auf der Homepage des Ministeriums unter <http://www.stmugv.bayern.de/de/strahl/radon/index.htm>
und ab September als gedruckte Informationsbroschüre. Teil der Offensive ist
darüber hinaus ein in den nächsten Tagen stattfindendes Expertengespräch, bei
dem betroffene Fachverbände ausführlich über die aktuelle Situation informiert
werden.
-
Radon ist ein Zerfallsprodukt von Uran,
das ein natürlicher Bestandteil des Bodens ist und je nach Art des
geologischen Untergrunds in unterschiedlichen Mengen überall aus dem Boden
strömt. Vor allem im ostbayerischen Raum und im östlichen Voralpengebiet
können aufgrund der dort natürlich gehäuft vorkommenden uranhaltigen Gesteine
erhöhte Radonkonzentrationen in den Häusern auftreten. Die Radon-Konzentration
in Keller- und Wohnräumen kann man anhand einer einfachen, rund 30 Euro teuren
Messung ermitteln. Ist ein erhöhter Radon-Gehalt der Raumluft nachgewiesen,
ist die einfachste Gegenmaßnahme häufiges, stoßweises Lüften. Sind die
Radon-Eintrittsstellen bekannt, kann außerdem das Abdichten der Zufuhrwege wie
Risse, Fugen und Durchbrüche für Rohrleitungen mit dauerelastischen
Materialien Abhilfe schaffen.
-
Ganz im Sinne von Gesundheitsminister
Werner Schnappauf ist die Radon-Informationsoffensive Fortsetzung einer
konsequent verfolgten Vorsorgepolitik. Wichtiges Ziel ist hier die Minimierung
aller Lungenkrebs-Risiko-faktoren wie u. a. der Radonkonzentration in
Gebäuden. Der wichtigste Schritt zur Verringerung der Zahl der
Lungenkrebserkrankungen bleibt jedoch nach wie vor die Eindämmung des
Rauchens. Lungenkrebs ist die häufigste Krebstodesursache unter Männern in
Deutschland. Auch bei Frauen steigt die Zahl der Todesfälle durch Lungenkrebs
in Folge des zunehmenden Zigarettenkonsums. Nach derzeitigen Schätzungen
werden etwa 90% aller Lungenkrebsfälle dem Rauchen und ca. 7% dem Radon
zugeschrieben. Weitere Lungenkrebs-Risikofaktoren sind neben Rauchen und Radon
Dieselruß, Benzol und Asbest.
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Redaktionelle Hinweise: Informationen über
Radon-Messung, Radon-Verteilung in Gebäuden, Auswirkungen von Radon auf den
Menschen sowie Bewertungen und Empfehlungen finden sie ebenfalls auf den
Internetseiten des Ministeriums unter: <http://www.stmugv.bayern.de/de/strahl/radon/index.htm>
-
***
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Rauchfreie Bahnhöfe - Schnappauf: Mehr
rauchfreie Räume schaffen - Bahn geht mit gutem Beispiel voran
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Die Entscheidung der Deutschen Bahn, fast
alle Bahnhöfe zu rauchfreien Zonen zu erklären, hat Bayerns
Gesundheitsminister Werner Schnappauf heute ausdrücklich begrüßt. "Die
Deutsche Bahn geht einen wichtigen Schritt für mehr Gesundheit. Wir müssen
überall mehr rauchfreie Räume schaffen, um Nichtraucher zu schützen. Die
Begrenzung auf spezielle Raucherzonen wird Raucher außerdem zum Nachdenken
über den bisher allerorts so selbstverständlichen Tabakkonsum anregen",
betonte Schnappauf. Der Raucher schädige nicht nur sich selbst; konsumbedingte
Erkrankungen führten auch zu höheren, vermeidbaren Gesundheitskosten. Zudem
gefährde aufgezwungenes Passivrauchen die Gesundheit der Nichtraucher.
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Schnappauf kündigte für den Herbst
bayerische Aktionen für mehr Nichtraucherschutz und Nikotin-Suchtprävention
an. Insbesondere wird im neuen Schuljahr das Modellprojekt "Rauchfreie Schule"
anlaufen.
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BUNDESTAG
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20.08.2004 Umwelt/Antwort: Regierung:
Weitere Deutliche Emissionsminderungen nach 2012 erforderlich
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Berlin: (hib/BOB) Um das in der
Koalitionsvereinbarung sowie in ihrer Nachhaltigkeitsstrategie vorgesehene
Minderungsziel einer 40-prozentigen Reduzierung der Treibhausgase bis 2020 zu
erreichen, sind nach Auffassung der Bundesregierung auch nach dem Jahr 2012
weitere deutliche Emissionsminderungen (bezogen auf 1990) in allen relevanten
Bereichen erforderlich.
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Dies teilt sie in ihrer Antwort (15/3644)
auf eine Kleine Anfrage der CDU/CSU-Fraktion (15/3012) mit. Eine Voraussetzung
dafür sei aber, dass sich die EU bereit erklärt, ihre Treibhausgase im selben
Zeitrahmen um 30 Prozent zu reduzieren, so die Regierung. Vereinbart worden
sei innerhalb der Europäischen Union (EU) eine Lastenteilung für die Periode
2008 bis 2012. Das vorgesehene Minderungsziel des von der EU-Kommission
übermittelten Nationalen Allokationsplanes (NAP) orientiere sich an der
Lastenteilung sowie an dem Erreichen des nationalen Klimaschutzziels nach dem
Kyoto-Protokoll. Das Kohlendioxid-Emissionsbudget für die erste Handelsperiode
(2005 bis 2007) habe nicht ohne weiteres aus den Zielen der
Klimaschutzvereinbarungen zwischen der Bundesregierung und der deutschen
Wirtschaft vom November 2000 sowie vom Dezember 2003 abgeleitet werden können.
Die Gründe hierfür bestünden unter anderem darin, dass der Kreis der
emissionshandelspflichtigen Anlagenbetreiber nicht vollständig identisch sei
mit dem Kreis der Verbände, die sich bis 2005 zu einer Minderung der
Kohlendioxid-Emissionen um 20 Millionen Tonnen gegenüber 1998 verpflichtet
hätten. Auf die Frage der Union, ob die Regelung des NAP große Emittenten aus
der Stromwirtschaft und der Stahlindustrie gegenüber kleineren Emittenten
bevorzuge, antwortet die Regierung, dies sei nicht der Fall. Für die am
Emissionshandel teilnehmenden Anlagen finde grundsätzlich unabhängig von ihrer
Größe ein identischer Erfüllungsfaktor Anwendung.
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05.08.2004 Verkehr und Bauwesen/Antwort
Auch kuenftig kostenlose Freifahrten fuer Behinderte
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Berlin: (hib/VOM) Die Bundesregierung hält
an der kostenlosen Freifahrtberechtigung schwerbehinderter Menschen bei
Fahrten im öffentlichen Personenverkehr fest. Dies geht aus ihrer Antwort
(15/3631) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (15/3533) hervor.
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Mit der Berechtigung zur kostenlosen
Beförderung erhielten die Schwerbehinderten einen Ausgleich für ihre
Mobilitätseinschränkungen im Alltag, heißt es darin. Diese Nachteile würden
auch in Zukunft auf der Grundlage der kostenlosen Freifahrtberechtigung
ausgeglichen. Allerdings plane die Regierung, die Erstattungsregelungen der
Freifahrt im öffentlichen Personenverkehr neu zu gestalten. Hintergrund der
geplanten Änderungen seien Forderungen des Bundesrechnungshofes und einiger
Landesrechnungshöfe sowie die von den Ministerpräsidenten Koch und Steinbrück
in deren "Konsenspapier" vorgeschlagenen Maßnahmen zum Subventionsabbau. Die
Bundesregierung werde dazu in Kürze einen Gesetzentwurf vorlegen. Die
Liberalen hatten in ihrer Anfrage bemängelt, dass es Behinderten oftmals nicht
möglich sei, an Fahrkartenautomaten einen Fahrschein zu lösen. Dazu heißt es
in der Antwort, die Eisenbahnunternehmen des Bundes hätten in den letzten
Jahren den Fahrscheinverkauf überwiegend auf Automaten umgestellt. Die
Deutsche Bahn AG habe diese Entscheidung mit besserer Wirtschaftlichkeit
begründet. Die Senkung der Vertriebskosten durch eine stärkere Nutzung von
Automaten sowie des Internets liege im Interesse aller Bahnkunden. Nach
Auffassung der Regierung steht der Fahrkartenverkauf an Automaten einer
behindertengerechten Infrastruktur nicht entgegen. Die Bedürfnisse der
Behinderten könnten auch an den Verkaufsschaltern nicht immer völlig
aufgefangen werden. Die Bahn AG biete deshalb den Fahrgästen, für die der
Kartenkauf am Schalter oder Automaten aufgrund ihrer Behinderung erschwert
sei, alternative Vertriebswege an. So könnten Fahrscheine auch über Internet
oder Telefon erworben werden. Darüber hinaus seien alleinreisende blinde
Fahrgäste von der sonst fälligen Zahlung des so genannten Bordpreises beim
Kauf einer Fahrkarte im Zug befreit. Nach Darstellung der Regierung stellen
die unterschiedlichen Gruppen von behinderten Reisenden unterschiedliche
Anforderungen an die Barrierefreiheit. Daher scheide nach Darstellung der Bahn
AG eine Umrüstung der etwa 10.000 Fahrkartenautomaten aus. Die Bahn strebe
aber eine wirtschaftlich vertretbare Verbesserung künftiger Generationen von
Fahrausweisautomaten an, heißt es weiter. Im Übrigen begrüßt die Regierung die
Bestrebungen des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen, ein
deutschlandweites elektronisches Fahrgeldmanagement zu entwickeln, durch das
bargeldloses Zahlen, elektronisches "Ticketing" sowie eine automatisierte
Fahrpreisfindung ermöglicht werden soll.
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03.08.2004 Umwelt/Unterrichtungen
Regierung: Abgabevorschriften fuer Biozid-Produkte reichen aus.
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Berlin: (hib/RAB) Nach Überzeugung der
Bundesregierung reichen die derzeit gültigen Abgabevorschriften für
Biozid-Produkte aus. Dies geht aus dem Bericht (15/3619) über die Ergebnisse
der Prüfungen im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten des Biozidgesetzes im Jahr
2002 hervor.
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Das Gesetz habe für den privaten
Endverbraucher eine ähnliche Wirkung wie die Abgabevorschriften nach der
Chemikalien-Verbotsordnung. Danach sind Stoffe und Zubereitungen, die als sehr
giftig, giftig, brandfördernd, hochentzündlich oder gesundheitsschädlich
eingestuft werden, entsprechend zu kennzeichnen. Auch sei die Abgabe über den
Versandhandel verboten. Damit werde dem Verbraucher, so die Regierung, das
Signal ausgesendet, dass Biozid-Produkte Risiken in sich bürgen. Weiter heißt
es, in einer auf Initiative Deutschlands zurückgehenden Protokollerklärung
fordere der Rat die Europäische Kommission auf, die Notwendigkeit eines
Vorschlags mit Regelungen zur Kennzeichnung von Biozid-behandelten Materialen
und Erzeugnissen zu prüfen. Ziel sei es, den Verbraucherschutz mit den
Vorschriften der EU-Biozid-Richtlinie zu stärken. Laut Bericht sieht die
Bundesregierung keinen Anlass, an der Tauglichkeit der Strukturen des
Zulassungsverfahrens für Biozid-Produkte zu zweifeln. Diese Strukturen hätten
sich bereits im Vollzug der Vorschriften zur Anmeldung neuer Stoffe nach dem
Chemikaliengesetz bewährt. Das Verfahren könnte aber erst dann aussagekräftig
bewertet werden, wenn praktische Erfahrungen vorliegen.
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In einem weiteren Bericht der Regierung
(15/3620) heißt es, die entsprechende EG-Biozid-Richtlinie aus dem Jahre 1998
sei vollständig in nationales Recht umgesetzt worden. Damit endeten im Jahre
2010 die in der Richtlinie vorgesehenen Übergangsregeln für alte
Biozid-Produkte. Nach diesem Zeitpunkt müssten in der Bundesrepublik auch die
bis dahin noch nicht zugelassenen alten Biozid-Produkte durch das
Zulassungsverfahren gehen. Nach Angaben der Regierung wird auch nach
biozidfreien Alternativen gesucht, um die Risiken zu mindern. Zu diesem Zwecke
fördert das Umweltministerium aus Mitteln des Umweltforschungsplans ein
entsprechendes Vorhaben, das Mitte nächsten Jahres abgeschlossen werden soll.
Darüber hinaus gehe es darum, die Risiken des Einsatzes von Biozid-Produkten
zu minimieren. Voraussetzung dafür sei, dass die Produkte ordnungsgemäß nach
guter fachlicher Praxis eingesetzt werden.
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BfR Bundesinstitut fuer Risikobewertung
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10. 08. 2004
Neues EU-Chemikalienrecht: Tierschutz und Verbraucherschutz sind vereinbar!
Eine starke Zunahme von Tierversuchen lässt sich bei Anwendung neuer
Prüfstrategien vermeiden.
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Das neue europäische Chemikalienrecht
führt nach Auffassung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zu einer
spürbaren Verbesserung des Gesundheitsschutzes (vgl. Pressedienst 18/2003).
Diese Verbesserung ist nicht zwangsläufig mit deutlich erhöhten jährlichen
Versuchstierzahlen verbunden, wie von verschiedenen Seiten befürchtet. Das
stellte das BfR in einer neuen Studie fest. „Voraussetzung ist allerdings,
dass die derzeit in der Entwicklung und Erprobung befindlichen alternativen
Methoden zum Tierversuch schnell international anerkannt und eingesetzt
werden,“ sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel.
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Das europäische Chemikalienrecht soll
grundlegend erneuert werden. Kern ist der im Oktober letzten Jahres vorgelegte
Entwurf der Europäischen Kommission. Dieses unter der Bezeichnung REACH
zusammengefasste neue Konzept steht für Meldung (Registration), Bewertung
(Evaluation) und Zulassung (Authorisation) von Chemikalien.
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Bislang unterliegen nur neu entwickelte
Chemikalien einem Meldeverfahren, das eine Bewertung des gesundheitlichen
Risikos verlangt. Die Risikobewertung der mengenmäßig weitaus wichtigeren,
bereits seit Jahrzehnten auf dem Markt befindlichen sogenannten Altstoffe
erfolgte in den letzten 20 Jahren nur schleppend. Nach dem Vorschlag der
europäischen Kommission soll künftig ein einheitliches Verfahren für alle
Chemikalien eingeführt werden. Gesundheits- und Verbraucherschutz sollen durch
ein verpflichtendes Programm zur Gefahrenidentifizierung, Risikobewertung und
Risikominderung verbessert werden. Insbesondere Chemikalien, die aus
toxikologischer Sicht als krebserzeugend, erbgutverändernd oder schädlich für
die Fortpflanzung gelten, sollen in Zukunft einem europäischen
Zulassungsverfahren unterworfen werden.
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Die Industrie kritisiert, dass REACH zu
Kosten in Milliardenhöhe führe. Die Wissenslücken bei den 20.000 bis 30.000
seit Jahrzehnten vermarkteten, bisher aber nur unzureichend untersuchten
Chemikalien müssten mit toxikologischen Tierversuchen geschlossen werden.
Tierschutzgruppen fürchten, dass das REACH-Programm eine ungeheuer große Zahl
von Tierversuchen nach sich ziehe. Dies sei aus ethischer Sicht nicht
akzeptabel.
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Wissenschaftler des BfR, die in
Deutschland für die toxikologische Bewertung von Chemikalien zuständig sind,
haben den Aufwand tierexperimenteller Untersuchungen bei der Umsetzung von
REACH geschätzt. Sie errechneten die Anzahl der benötigten Versuchstiere, wenn
die Chemikalien, einschließlich der Altstoffe, entsprechend der von REACH
empfohlenen toxikologischen Methoden geprüft werden. Ergebnis: Unter diesen
Vorraussetzungen ist ein Bedarf von 45 Millionen Versuchstieren innerhalb der
nächsten 15 Jahre denkbar.
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In einer zweiten Rechnung schätzten die
BfR-Wissenschaftler die Zahl der benötigten Versuchstiere, wenn neue, darunter
viele tierversuchsfreie Methoden und Konzepte angewandt werden, ohne das
Niveau des Gesundheitsschutzes zu senken. Hier würden nach Ansicht der
Wissenschaftler im gleichen Zeitraum nur 7,5 Millionen Tiere (vorwiegend
Ratten) benötigt. Dies ist vor dem Hintergrund zu sehen, dass damit die
gesundheitlichen Gefahren aller wichtigen auf dem Markt befindlichen
Chemikalien untersucht würden. Nach Ablauf der 15 Jahre wird der Tierverbrauch
in beiden Fällen drastisch zurückgehen.
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Die Entwicklung dieser neuen Methoden in
der Toxikologie wird nach dieser Studie also einen entscheidenden Einfluss auf
den zukünftigen Bedarf an Tierversuchen haben. Leider sind die Methoden oft
nicht international anerkannt. Ihre Akzeptanz und Anerkennung beeinflusst
daher wesentlich den künftigen Bedarf an Tierversuchen innerhalb des
REACH-Konzeptes.
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80 % der bei der zweiten Rechnung
geschätzten 7,5 Millionen Versuchstiere sind notwendig, um gesundheitliche
Risiken der Chemikalienexposition in der Schwangerschaft und frühkindlichen
Entwicklung aufzuklären. Deshalb fördert die Europäische Union im derzeit
laufenden 6. Rahmenprogramm die Entwicklung von tierversuchsfreien Methoden
für die Bewertung dieser Risiken in einem multidisziplinären, multinationalen
Projekt mit 35 Partnerinstitutionen, an dem auch das BfR beteiligt ist.
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Die Zahl der Tierversuche kann nur
minimiert werden, wenn die derzeit oft noch übliche bürokratisch-formale
Regelung zur Prüfung von Stoffen, die bestimmte Tierversuche zwangsläufig
verlangt, von einer flexibleren Strategie abgelöst wird. Gleichfalls müssen
computergestützte Expertensysteme und versuchstierfreie Labormethoden
weiterentwickelt und experimentell validiert werden. Hierzu sind nach Ansicht
der BfR-Wissenschaftler zusätzliche Fördermittel nötig. Ohne Validierung ist
die Nutzung alternativer und neuer Prüfmethoden für die wissenschaftliche
Bewertung gesundheitlicher Risiken nicht akzeptabel.
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Die englischsprachige Studie des BfR wird
in der Zeitschrift Archives of Toxicology (Volume 78) unter dem Titel „Animal
testing and alternative approaches for the human health risk assessment under
the proposed new European chemicals regulation“erscheinen. Sie kann schon
heute im Online-Angebot des Springer Verlages Heidelberg abgerufen werden.
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Press releases http://www.bfr.bund.de
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UBA - UMWELTBUNDESAMT
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Umweltbundesamt Presse-Information 76/04
01.09.04
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Gemeinsame Presseinformation mit dem
Bundesumweltministerium (BMU) - Neue EU-Chemikalienpolitik nützt auch der
Wirtschaft - Studie zu neuem Chemikalienmanagement auf internationalem
Workshop in Berlin vorgestellt
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Die in der Europäischen Union geplante
Neuorientierung bei der Registrierung, Evaluierung und Zulassung von
Chemikalien (REACH) trägt nicht nur zur Verbesserung des Umwelt- und
Gesundheitsschutzes bei, sondern stärkt auch die Wettbewerbs- und
Innovationsfähigkeit der europäischen Chemiebranche. Wo die Potentiale liegen,
zeigt ein Forschungsprojekt im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) und
des Umweltbundesamtes (UBA), das heute in Berlin auf einem internationalen
Workshop vorgestellt wurde.
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Das derzeitige Chemikalienmanagement in
Europa hat Schwächen. Es verschafft Stoffen, die schon vor Jahrzehnten auf den
Markt gebracht wurden und immer noch unzureichend geprüft sind, einen
Wettbewerbsvorteil gegenüber gut untersuchten Neuentwicklungen. Von den rund
30.000 relevanten Altstoffen sind nur für etwa 140 die Risiken systematisch
bewertet. Mit REACH soll das anders werden. Hersteller und Importeure dürfen
künftig nur noch solche Stoffe vermarkten, deren Eigenschaften und sichere
Anwendungsbedingungen sie nachvollziehbar dokumentiert haben. REACH ist damit
ein Meilenstein für den Schutz von Mensch und Umwelt.
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Das Fraunhofer Institut für Systemtechnik
und Innovationsforschung (ISI) und das Institut für Ökologie und Politik
(Ökopol) haben den praktischen Nutzen und die Probleme der Unternehmen bei der
Umsetzung der neuen Regeln untersucht. Die Studie zeigt: Durch REACH werden
sichere Produkte bessere Marktchancen bekommen. Angesichts des sich
intensivierenden, globalen Warenaustausches werden alle Wirtschaftsregionen
der Welt gezwungen sein, ihre Managementsysteme zur Produktsicherheit in den
Lieferketten zu optimieren. Europäische Unternehmen haben die Chance, sich auf
der Grundlage des REACH-Systems hier zum Vorreiter zu machen. Innovative,
anpassungsfähige Unternehmen haben dann einen Wettbewerbsvorteil.
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Darüber hinaus ist auch mit einem Rückgang
volkswirtschaftlicher Schadenskosten zu rechnen: Die Verbesserung der
Chemikaliensicherheit durch REACH wird längerfristig unter anderem zur Senkung
der volkswirtschaftlichen Aufwendungen für chemikalienbedingte
Berufskrankheiten, durch Chemikalien verursachte Gesundheitskosten, Kosten für
Abwasserreinigung und der Wasseraufbereitung beitragen, weil genauere Daten
die Chemikalien sicherer machen. Allein im Gesundheitsbereich sind den Angaben
der EU zufolge Einsparungen von 2 Milliarden Euro pro Jahr möglich (bezogen
auf die EU 15).
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Im UBA-Forschungsprojekt "Analyse der
Kosten und Nutzen der neuen Chemikalienpolitik" ist am Beispiel von zwei
chemikalienintensiven Wertschöpfungsketten - Wasch- und Reinigungsmittel sowie
Lacke - der Nutzen von REACH einerseits und die Belastung der Unternehmen
andererseits kritisch geprüft worden. Fazit: Die Kosten hängen davon ab, wie
groß die Informationslücken zu Stoffen derzeit sind und auf welche Weise die
Unternehmen sie in Zukunft schließen werden. Der größte Nutzen besteht darin,
dass diese Lücken geschlossen werden. Die Projektergebnisse zeigen aber auch,
dass die Ausgestaltung von REACH entscheidend für den Erfolg ist. Ohne klare,
risikobezogene und praxisgerechte Regeln für die Daten- und
Informationsanforderungen lässt sich die potenzielle Flexibilität von REACH
nicht nutzen. Daher setzt sich die Bundesregierung unter anderem für
Erleichterungen bei der Expositionsschätzung und für eine gemeinsame
Registrierung von Stoffen durch verschiedene Hersteller ein, um den
Registrieraufwand deutlich zu begrenzen und einer eventuellen Überforderung
bestimmter Unternehmen zu begegnen.
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Der von BMU und UBA veranstaltete Workshop
unter dem Motto "Investieren in REACH - Start in eine chemikaliensichere
Zukunft" findet heute (1. September 2004) im Bundespresseamt in Berlin statt.
Vertreterinnen und Vertreter aus Behörden, Industrie und Verbänden für Umwelt-
und Verbraucherschutz sowie der EU-Kommission nehmen daran teil. Im
Mittelpunkt der Veranstaltung steht das UBA-Forschungsprojekt "Analyse der
Kosten und Nutzen der neuen Chemikalienpolitik".
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HTML:
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2004/pd04-076.htm
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PDF:
http://www.umweltdaten.de/uba-info-presse/pi04/pd04-076.pdf
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20.08.04 Wirkungsgrad von Solaranlagen
verbessert - Neuartiges Schaltungskonzept entwickelt Solaranlagen können mehr:
Ein landwirtschaftliches Gut im fränkischen Dimbach beweist das mit dem
Forschungsprojekt „Integrierte Photovoltaik Demonstrationsanlage“. Auf über
1.000 Quadratmetern (m2) Dachfläche ließ sich die Entwicklung und der
erfolgreiche Betrieb einer verbesserten Photovoltaik(PV)-Netzeinspeiseanlage
demonstrieren: Mit dem neuen Schaltungskonzept ist es möglich, den jährlichen
Stromertrag um rund 3,5 Prozent zu steigern. Die in Dimbach errichtete
PV-Anlage erzeugt jährlich 110.000 Kilowattstunden (kWh) Strom und spart
dadurch 66 Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid ein. Das Projekt – finanziert
vom Bundesumweltministerium (BMU) und dem Umweltbundesamt (UBA) – zeigt
modellhaft, wie eine klimaschonende und regenerative Stromerzeugung durch
landwirtschaftliche Betriebe mit ihren großen Dachflächen umweltgerecht
konzipiert und umgesetzt werden kann.
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Die neue Anlagenkonzeption sieht vor, dass
ein Hauptwechselrichter je nach Sonneneinstrahlung weitere Wechselrichter zu-
oder abschaltet und den Photovoltaikgenerator jeweils passend einstellt. Ein
Wechselrichter wandelt den erzeugten Gleichstrom in Wechselstrom um, um ihn in
das Stromnetz einspeisen zu können. Bei schwacher Sonneneinstrahlung (weniger
als 300 Watt pro m2) ist genau die Anzahl von Wechselrichtern in Betrieb, die
zur Netzeinspeisung der aktuellen PV-Leistung nötig ist – im günstigsten
Lastbereich mit dem besten Wirkungsgrad. Bei mittlerer und hoher Einstrahlung
arbeiten die angesteuerten Wechselrichter im individuellen Punkt bester
Leistung (dem so genannten "maximal power point").
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Der Fortschritt der neuen Schaltung
gegenüber anderen Konzepten offenbart sich im Wirkungsgradverlauf. An Tagen
mit geringer Sonneneinstrahlung, zum Beispiel an einem Wintertag, bringt das
Zusammenspiel der Wechselrichter den doppelten Tagesertrag gegenüber einer
konventionellen Anlage. Durch die größere Zahl dieser Geräte wird die
Verfügbarkeit der PV-Anlage erhöht, da bei Ausfall eines der vier
Wechselrichter die Anlage weiterhin betrieben werden kann.
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Das Konzept sieht die Nutzung mehrerer
Wechselrichter vor ("Team"-Konzept), ist patentrechtlich geschützt und
exklusiv für die Wechselrichter "Sunny Boys" der Firma SMA Regelsysteme GmbH
erhältlich. Für ihren Einsatz ist eine PV-Anlage mit mindestens zwei identisch
aufgebauten PV-Teilgeneratoren erforderlich.
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Der Abschlussbericht "Integrierte
Photovoltaik Demonstrationsanlage Dimbach" (Vorhaben Nr. 20042) kann
kostenfrei aus der Bibliothek des Umweltbundesamtes, Postfach 330022, 14191
Berlin, Telefax 030-8903-2154, ausgeliehen werden. Er steht auch auf der
Internetseite des UBA zur Verfügung.
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Weitere Informationen zum Anlagenkonzept
und zu ausgewählten Leistungsdaten sind auch unter der Internetadresse
www.ipdad.de abrufbar.
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HTML:
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2004/pd04-074.htm
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PDF:
http://www.umweltdaten.de/uba-info-presse/pi04/pd04-074.pdf
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18.08.04 Wirkung von Klimaänderungen in
Europa bereits erkennbar- Europäische Umweltagentur veröffentlicht Bericht
unter
http://www.eea.eu.int/
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Was passiert mit unseren Alpengletschern?
Steigt der Meeresspiegel in Europa? Wie beeinflussen Klimaänderungen Menschen,
Pflanzen und Tiere? Nehmen Hitzewellen und Unwetter zu? Müssen und können wir
uns an Klimaveränderungen anpassen? Mit diesen und ähnlichen Fragen befasst
sich der heute von der Europäischen Umweltagentur in Kopenhagen
veröffentlichte Bericht "Impacts of Europe's changing climate", der maßgeblich
durch das Umweltbundesamt (UBA) Berlin und die niederländische Umweltbehörde
Rijksinstituut voor Volksgezondheid en Milieu (RIVM) erstellt wurde. Die
Ergebnisse zeigen, dass sich auch in Europa das Klima in den vergangenen
hundert Jahren deutlich verändert hat und dass in vielen Bereichen bereits
Auswirkungen des Klimawandels erkennbar sind. Beispielsweise nehmen die
Verluste der Versicherungsbranche - auch durch häufigere extreme
Wetterereignisse verursacht - deutlich zu. Steigende Temperaturen und
Hitzewellen führen zu Gesundheitsproblemen.
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Der in Zusammenarbeit mit dem Potsdam
Institut für Klimafolgenforschung (PIK), dem Forschungszentrum Karlsruhe (FZK)
und der Klimaforschungsabteilung der Universität Norwich (CRU) gefertigte
Bericht beschreibt den aktuellen Klimawandel, seine Auswirkungen in Europa und
liefert Projektionen der zukünftigen Entwicklung. Die Beschreibung erfolgt an
Hand von 22 ausgewählten Indikatoren aus verschiedenen ökologischen und
gesellschaftlichen Bereichen. Als Grundlage dienen langjährige Datenreihen,
die auf wissenschaftlichen Beobachtungen in verschiedenen europäischen Ländern
beruhen und Computermodelle, die mögliche zukünftige Klimaveränderungen und
ihre Auswirkungen simulieren.
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So stieg die Temperatur in Europa in den
vergangenen einhundert Jahren um 0,95 °C, das heißt deutlich stärker als im
globalen Durchschnitt von 0,7 °C. Die Gletscher der Alpen verloren mehr als
die Hälfte ihrer Eismasse. In den letzten Jahrzehnten stieg der Meeresspiegel
an, das Artenspektrum der Nordsee hat sich verändert und die Vegetationszeit
verlängerte sich um etwa zehn bis 14 Tage.
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Für die nächsten hundert Jahre wird mit
einem weiteren Anstieg der Temperatur und mit verstärkten Auswirkungen auf
Natur und Gesellschaft gerechnet.
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Zwar gibt es auf den ersten Blick auch
positive Veränderungen durch den Klimawandel, wie zum Beispiel verbesserte
Klimabedingungen für die Landwirtschaft in einigen Regionen Europas oder
bessere Überlebensbedingungen für heimische Vögel im Winter. Doch gibt es
keinen Zweifel: Die negativen Folgen überwiegen. Sie sind ein deutliches
Signal für die tiefgreifenden Auswirkungen von Klimaänderungen in Europa und
unterstreichen die Notwendigkeit von Maßnahmen sowohl zum Klimaschutz als auch
zur Anpassung an Klimaänderungen.
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Der Bericht ist in englischer Sprache im
Internet unter der Adresse: http://www.eea.eu.int/ veröffentlicht und wird in
Kürze auch von der UBA-Homepage
www.umweltbundesamt.de abrufbar sein.
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HTML:
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2004/pd04-073.htm
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PDF:
http://www.umweltdaten.de/uba-info-presse/pi04/pd04-073.pdf
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05.08.2004 Emissionshandel: Software zur
Datenerfassung steht im Internet bereit - Vorbereitung der Anträge kann
beginnen
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Die Software zur Antragsvorbereitung im
Emissionshandel steht ab sofort zur Verfügung. Unter der Internet-Adresse
www.umweltbundesamt.de/emissionshandel sind darüber hinaus
Handlungsempfehlungen zur Vorbereitung der Anträge eingestellt.
Voraussichtlich ab dem 28. August 2004 läuft die dreiwöchige Frist, in der die
Anträge elektronisch bei der Deutschen Emissionshandelsstelle im
Umweltbundesamt (DEHSt) eingereicht werden können.
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Die neue Erfassungssoftware ermöglicht die
Erhebung der Daten nach den aktuellen gesetzlichen Grundlagen. Eine frühere
Version wurde bereits im Rahmen der freiwilligen Datenerhebung 2003
eingesetzt.
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Mit dem "Leitfaden Zuteilungsregeln
2005-2007" stellt die Deutsche Emissionshandelsstelle zusätzlich eine
umfassende Erläuterung der neuen gesetzlichen Regelungen bereit. Der Leitfaden
soll die Unternehmen bei der Entscheidung zur Anwendung einzelner
Zuteilungsregeln begleiten und helfen, die Regelungen des Zuteilungsgesetzes
2007 (ZuG) und der Zuteilungsverordnung 2007 (ZuV) anzuwenden. Für die
konkrete Antragstellung zu einzelnen Anlagen steht das "Betreiberhandbuch
Erfassungssoftware" zur Verfügung, das die Bedienung der Erfassungssoftware
erläutert.
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Voraussichtlich ab dem 28.08.2004 können
die Anträge elektronisch bei der Deutschen Emissionshandelsstelle eingereicht
werden.
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Die Deutsche Emissionshandelsstelle
(DEHSt) hat ein Servicetelefon und einen
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E-Mail-support eingerichtet:
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Email:
emissionshandel@uba.de
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Servicetelefon: 030-8903-5050, montags bis
freitags von 09:00 - 18:00 Uhr, Fax: 030-8903-5010
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Internet:
www.umweltbundesamt.de/emissionshandel
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HTML:
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2004/pd04-071.htm
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PDF:
http://www.umweltdaten.de/uba-info-presse/pi04/pd04-071.pdf
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Ende des newsletter/d/71
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