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SAFER WORLD - Newsletter 110 - 0.8.09.2007
als pdf-Datei http://www.safer-world.org/d/newsletter/2007/110.pdf
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AKTIV
07.08.2007 Von Coordination gegen BAYER-Gefahren:
Hochgefährliche CO-Pipeline stoppen
Das Gas Kohlenmonoxid (CO) ist geruchlos. Und tödlich. Im Herzen Deutschlands, in NRW, würden in kürzester Zeit mehr als 140.000 Menschen sterben, käme es zu einem Bruch der geplanten
CO-Leitung des BAYER-Konzerns (Gutachten der Stadt Ratingen). In allen Gemeinden entlang der Trasse der BAYER-Pipeline formiert sich Widerstand. Unterschriften werden gesammelt, Demonstrationen werden organisiert. Selbst sieben Bürgermeister haben sich bereits gegen die BAYER-Giftgasröhre
gestellt. Sie können helfen. Unterschriftenaktion: Ich fordere den BAYER-Konzern auf, keine Kohlenmonoxid-Pipeline von Dormagen nach Krefeld zu baün. Die Landesregierung muss wegen der Gefahren für die Bevölkerung einen Bau-Stopp verfügen
http://www.cbgnetwork.org/2044.html
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CHEMIKALIEN - FEINSTAUB
16.07.2007 Emissionen: Drucker haben am
Arbeitsplatz nichts zu suchen Kritisierter Arbeitsmediziner sieht Statements als verkürzt
http://www.pressetext.de/pteprint.mc?pte=070716011
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09.07.07 Angebliche Gesundheitsgefahren durch Druckertoner wissenschaftlich nicht nachweisbar - Verband der Betriebs- und Werksärzte (VDBW)
warnt vor Panikmache
Karlsruhe (ots) - Die Diskussion um die angeblich von Laserdruckern ausgehenden Gesundheitsgefahren ist übertrieben und entbehrt einer wissenschaftlichen Grundlage. Zu diesem Ergebnis kam ein Forschungsprojekt des
Berufsgenossenschaftlichen Instituts für Arbeitssicherheit in Zusammenarbeit mit dem Institut für Hygiene und Arbeitsmedizin am Universitätsklinikum Essen.
Dabei wurden je drei gängige Farbdrucker- und Kopierer der Marken Canon, Minolta, Ricoh und Xerox in einer
wissenschaftlichen Versuchsanordnung auf ihre Gesundheitsgefährdung hin untersucht. In einer luftdicht abgeschlossenen Kammer wurden die Staub- und Gasemissionen gemessen. Resultat: Von keinem der Geräte geht eine Gefahr für den Benutzer aus. "Die in den Medien zitierten Studien zum
Nachweis von Gesundheitsgefahren entbehren einer arbeitsmedizinischen Grundlage und basieren auf Einzelfallmessungen. Allerdings ist der sachgemäße Umgang mit den Arbeitsgeräten die Grundlage für einen gefahrlosen Büroalltag,* sagt Dr. Peter Egler, Facharzt für Arbeitsmedizin und
Präsidiumsmitglied im Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW).
Dr. Egler weiter: "Wir erhalten zurzeit gehäuft Anfragen von um ihre Gesundheit besorgten Büroangestellten. Einige klagen auch über eine gesundheitliche Beeinträchtigung unter anderem im Bereich der Atemwege
und Lungen sowie Augenreizungen." Diese Krankheitsbilder stehen nicht nachweislich in Zusammenhang mit Laserdruckern- oder Kopierern. Eine durch den Betriebsarzt durchgeführte Messung der individuellen Umweltbelastung am Arbeitsplatz kann in diesen Fällen zur Klärung des
Krankheitsauslösers führen.
Um Gefahren weitgehend auszuschließen sollten allerdings einige Regeln beim Umgang mit Druckern und Kopieren beachtet werden. Tonerkartuschen müssen immer komplett ausgewechselt werden. Wenn Tonerpulver verschüttet wurde, sollte es umgehend mit einem
feuchten Tuch aufgenommen werden. Die Kartuschen dürfen nicht gewaltsam geöffnet werden und sollten für Kinder unzugänglich aufbewahrt werden. Grundsätzlich gilt: Die Hinweise der Hersteller in den Produktunterlagen bezüglich der Aufstellung und Wartung der Geräte und des Umgangs mit Toner
sind zu beachten.
Originaltext: Verband der Betriebs- und Werksärzte (VDBW) e.V. Digitale Pressemappe:
Nicht mehr oder unter geaenderter Adresse im web
Anmerkung Scherrmann: Ich kopiere immer wieder Pressemitteilungen von "offizieller Seite", um
daran klarzumachen, wie diese Seite argumentiert. Auch hier zeigt sich: viele "offizielle" Formulierungen bzgl. möglicher Gesundheitsgefahren durch Schadstoffbelastungen sind fast gleichlautend und austauschbar: "Angebliche Gesundheitsgefahren", die "Warnung vor Panikmache" und Sätze wie
"Die Diskussion um die angeblich vom Gerät X ausgehenden Gesundheitsgefahren ist übertrieben und entbehrt einer wissenschaftlichen Grundlage. " sind Standartformulierungen. So wird der Alleinanspruch der richtigen Beurteilung gegenüber Politik, Behörden, Ärzteschaft, Gerichten und
Bevölkerung institutionalisiert. Jegliche Kritik von WissenschaftlerInnen, die andere Fragen stellen und zu anderen Ergebnissen kommen, wird als unwissenschaftlich abgetan.
- Es wird selten diskutiert,
- - dass "die Wissenschaft" nie eindeutig ist,
- - dass sie - je nach Fragestellung - zu unterschiedlichen Ergebnissen, Erkenntnissen, Bewertungen
- kommt,
- - dass direkte oder indirekte Vorgaben durch den Auftraggeber und/oder Sponsoren, Abhängigkeiten unterschiedlichster Art, Vorgaben, Studiendesign, somit auch Ergebnisse stark beeinflussen können.
Speziell beim vorliegenden Beispiel Toner stellt sich zudem u. a. die Frage, in wieweit der "unsachgemässe Umgang" der Normalfall ist.
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CHEMIAKLIEN - TABAK
3. 08. 2007 vom Bundesministerium für Gesundheit Gesetz zum Schutz vor den Gefahren des Passivrauchens tritt zum 1. September 2007 in Kraft
Das „Gesetz zum Schutz vor den Gefahren des
Passivrauchens“ tritt zum 1. September 2007 in Kraft. Die Beschäftigten in Bundesbehörden und die Fahrgäste im öffentlichen Personenverkehr haben damit einen gesetzlichen Anspruch auf den Schutz vor Passivrauchen. Zugleich wird die Altersgrenze für die Abgabe von Tabakwaren an Jugendliche
von 16 auf 18 Jahre erhöht.
Dazu erklärt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: „Für den Nichtraucherschutz bricht eine neue Zeit an. Passivrauchen in Bundesbehörden und öffentlichen Verkehrsmitteln gehört ab 1. September der Vergangenheit an. Mit diesem Gesetz setzt der Bund ein
klares Signal für einen konsequenten Gesundheitsschutz. Es ist nun wichtig, dass alle Länder diesem Beispiel folgen und möglichst wenig Ausnahmen in ihren Ländergesetzen zulassen.“
Zu den öffentlichen Einrichtungen der Bundesverwaltung, die von dem grundsätzlichen Rauchverbot
betroffen sind, gehören Behörden, Dienststellen, Gerichte und sonstige öffentliche Einrichtungen des Bundes sowie bundesunmittelbare Körperschaften, Anstalten und Stiftungen. Auch Bundestag, Bundesrat, Bundespräsidialamt und Bundesverfassungsgericht fallen unter das Gesetz.
Das
grundsätzliche Rauchverbot im öffentlichen Personenverkehr betrifft alle öffentlichen Verkehrsmittel, wie Busse, Bahnen, aber auch Taxen.
Zu der Heraufsetzung des Abgabealters für Tabakwaren erklärt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt: „Wer in jungen Jahren nicht mit dem
Rauchen beginnt, bleibt auch später mit großer Wahrscheinlichkeit Nichtraucher. Deshalb ist es so wichtig, dass Kinder und Jugendliche von der Zigarette fern gehalten werden. Tabakwaren dürfen jetzt nicht mehr an Minderjährige verkauft werden. Ich freue mich, dass zunehmend mehr
Jugendliche erkannt haben, dass Nichtrauchen die richtige Entscheidung ist. Die Raucherquote bei den 12- bis 17-Jährigen ist von 28 Prozent im Jahr 2001 auf 18 Prozent im Jahr 2007 zurückgegangen.“
Weitere Informationen zum Nichtraucherschutz finden Sie in den Fragen und Antworten
im Internet unter:
http://www.bmg.bund.de/cln_041/nn_604822/DE/Themenschwerpunkte/Drogen-und-Sucht/Tabak/FAQ-Nichtraucherschutz.html
Auf der angegebenen Website zur Frage: "Stimmt es, dass bis zu 1000 Euro Bußgeld
verhängt werden können?" Finden Sie: "Wer künftig in öffentlichen Behörden des Bundes oder in Verkehrsmitteln raucht, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Es gilt der Bußgeldrahmen des Gesetzes über Ordnungswidrigkeiten, der für vergleichbare Fälle eine Höhe zwischen 5 und 1000 Euro
festlegt. Im Übrigen gilt bei einer Ordnungswidrigkeit das Opportunitätsprinzip, d. h. es muss nicht, kann aber sanktioniert werden. Ermessensmaßstab sind stets die Umstände des Einzelfalls. Die Höhe des Bußgelds hängt von der Schwere der Ordnungswidrigkeit ab. Dabei spielt u. a. eine
Rolle, ob ein erstmaliger oder ein wiederholter Verstoß vorliegt."
http://www.bmg.bund.de/cln_041/nn_604822/DE/Themenschwerpunkte/Drogen-und-Sucht/Tabak/FAQ-Nichtraucherschutz,param=Links.html#doc1099100bodyText6
Anmerkung Scherrmann: Auch wenn Bundesbehörden
und öffentliche Verkehrsmittel nur einen geringen Anteil am Gesamtterrain für RaucherInnen darstellen, ist mit diesem Gesetz immerhin ein weiteres Zeichen gesetzt. Auf die Statistiken, wie oft und wie viel für diese Ordnungswidrigkeit kassiert wird, wie oft überhaupt "nicht sanktioniert"
wird, und ob ein Rückgang des Tabakkonsums messbar sein wird, bin ich jetzt schon neugierig.
***
Jedes zweite Kind lebt in Raucher-Haushalt Neue Daten des Kinder-Umwelt-Surveys verdeutlichen die gesundheitliche Belastung des Nachwuchses durch Gifte, Passivrauchen
und Lärm. Das hat das Umweltbundesamt (UBA) in seinem neuen Jahresbericht betont.
http://www.ärztezeitung.de/nel/?id=461683,5264,/medizin/umweltmedizin
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CHEMIKALIEN - WEICHMACHER
30.08.2007 Umweltbundesamt
und BUND fordern Abkehr von Weichmachern Berlin – Experten des Umweltbundesamtes (UBA) und der Umweltschutzorganisation BUND haben einen Ausstieg der Industrie aus der Verwendung gängiger Weichmacher gefordert. Die vor allem in PVC-Produkten vorkommenden
Weichmacher „greifen in die Entwicklungsprozesse im Menschen ein, besonders bei Föten und kleinen Kindern“, sagte BUND-Expertin Patricia Cameron am Donnerstag. Die Hinweise auf davon ausgehende Gefahren nähmen ständig zu. Deshalb sei eine Abkehr vom Weich-PVC nötig. Mehr unter
http://www.ärzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=29640
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/2007/pdf/pd07-003.pdf
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/hintergrund/weichmacher.pdf
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ELEKTRO-MAGNETISCHE STRAHLUNG
Von der Bürgerwelle e.V., Dachverband der Bürger und Initiativen zum Schutz vor Elektrosmog übersandt. Mobilfunk-Newsletter der Bürgerwelle e.V.
Mobilfunk: Strahlen, Handy
http://omega.twoday.net/stories/4222997/
Indien: Gesetze sollen Kinder künftig von Handynutzung fernhalten.
Laut einer Pressenachricht in der Zeitschrift "Economic Times", Indien, sehen im Entwurf vorliegende Richtlinien, die vom indischen Telecom Engineering Centre unter Berücksichtigung des Department of Telecom vorgeschlagen wurden, unter anderem vor, dass Kinder unter 16 Jahren davon
abgehalten werden sollen, Mobiltelefone zu benutzen. In dem Entwurf wird darauf hingewiesen, dass Telefone und Basisstationen, wie sie von den Netzbetreibern genutzt werden, Energie abstrahlten, welche das Gewebe erwärme und möglicherweise schädlich für Menschen, insbesondere Kinder,
sein könne. http://tinyurl.com/2hqhxg
Kanada: Regeln zu Umwelt-Empfindlichkeit Die kanadische Menschenrechtskommission (Canadian Human Rights Commission, CHCR) hat ihre Politik hinsichtlich
umweltbedingter Empfindlichkeiten kundgetan. Die Motivation für diese Politik wird auf der CHCR-Webseite zusammen gefasst. "Menschen mit Umweltempfindlichkeit erfahren eine Reihe von nachteiligen Reaktionen auf Umweltagenzien in Konzentrationen, die beträchtlich unter denjenigen liegen,
die den "Durchschnittsmenschen" beeinträchtigen können. Diese medizinische Gegebenheit ist eine Behinderung und denjenigen, die mit einer Umweltempfindlichkeit leben, steht der Schutz der kanadischen Menschenrechtsgesetze zu, welche Diskriminierungen aufgrund einer Behinderung untersagen.
Die kanadische Menschenrechtskommission wird jede Anfrage entgegen nehmen und jeder Beschwerde nachgehen von jedem Menschen, der meint, aufgrund einer Umweltempfindlichkeit diskriminiert worden zu sein. Wie andere Menschen mit Behinderungen sind auch diejenigen, die unter einer
Umweltempfindlichkeit leiden, vom Gesetzgeber gehalten, sich einzugliedern."
http://www.chrc-ccdp.ca/legislation_policies/policy_environ_politiqü-en.asp?lang_update=1
*** Von Akut ( Luxemburg ) übermittelt:
Kritik an industriefreundlicher TV - Sendung Unterzeichnet ist die Beschwerde von Prof. Dr. med. K. Hecht, Dr. med. M. Kern, Prof. Dr. K.
Richter und Dr. med. H. Scheiner im Auftrag der Kompetenzinitiative, deren der Beschwerde beigefügte Untersuchung „Elektrosensibilität – Zwischen industriegefälliger ‚Aufklärung’ und dem tatsächlichen Stand des Wissens“ man unter
www.kompetenzinitiative.de findet. Hier auch mehr Informationen zu deren „Projekt Medienkultur“. (PK) Quelle:
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=11407
Mehr siehe auch unter www.akut.lu
, http://www.diagnose-funk.ch/
*
Mobilfunkmast auf dem Dach: Alle Hauseigentümer müssen zustimmen von dpa 08.08.2007. Auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses darf eine Mobilfunkanlage nur dann errichtet
werden, wenn alle Wohnungseigentümer zustimmen. Das berichtet die in Köln erscheinende "Monatsschrift für Deutsches Recht" (Ausgabe 12/2007) unter Berufung auf einen Beschluss des Oberlandesgerichts (OLG) München.
Die angegebene Webadresse steht nicht mehr oder
unter geaenderter Adresse iim Netz.
*
20-07-2007 HNA Kosten zur Abwehr von Mobilfunkstrahlen sind absetzbar
München/Würzburg (dpa/tmn) - Aufwendungen zur Abwehr von Mobilfunkstrahlen
können bei der Steuer nur dann geltend gemacht werden, wenn eine konkrete Gesundheitsgefährdung besteht. Das meldet das Institut für Wirtschaftspublizistik (IWW) in Würzburg.
Diese müsse vor Beginn von Abwehrmaßnahmen durch ein amtliches Gutachten belegt werden. Das Institut bezieht
sich dabei auf eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs in München hervor (Az.: III B 137/06).
Eine «konkrete Gesundheitsgefährdung» liege zum Beispiel vor, wenn die gesetzlichen Grenzwerte überschritten werden. Liegen die Werte darunter, müsse ein amtsärztliches Gutachten
bestätigen, dass die gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Mobilfunkstrahlen verursacht worden sind.
***
31.Aug 2007 Renommierte Wissenschaftler schlagen bezüglich EMF- und HF-Emissionsgefahren Alarm Albany, New York (ots/PRNewswire) - Eine
internationale Arbeitsgruppe renommierter Wissenschaftler, Forscher und Gesundheitspolitik-Experten (The BioInitiative Working Group) hat ihren Bericht über den Einfluss elektromagnetischer Felder (EMFs) auf die Gesundheit veröffentlicht. Der Bericht äußert schwere Bedenken zur Sicherheit
von existierenden öffentlichen Grenzwerten, die regulieren, wie viel EMF von Stromleitungen, Handys und vielen anderen Quellen der EMF-Belastung im täglichen Leben zulässig ist.
Der Bericht trägt die wissenschaftlichen Beweise zusammen, die Bedenken über den Einfluss auf die
Gesundheit von Menschen erheben, einschließlich Kinderleukämie (von Stromleitungen und anderen elektrischen Emissionen), Gehirntumoren und Akustikusneurinomen (von Handys und schnurlosen Telefonen) sowie Alzheimerkrankheit. Es liegen Beweise vor, dass EMFs ein Risikofaktor für Krebs sowohl
bei Kindern als auch bei Erwachsenen sind. EMFs von Quellen wie Starkstromleitungen, elektrischen Gebäudeverdrahtungen sowie Erdungsvorrichtungen von Gebäuden und Geräten werden mit erhöhten Risiken von Kinderleukämie in Zusammenhang gebracht und können später im Leben die Weichen für
Krebs bei Erwachsenen stellen.
Der Bericht der BioInitiative (www.bioinitiative.org
), der am Freitag, den 31. August 2007 veröffentlicht werden wird, dokumentiert die wissenschaftlichen Beweise dafür, dass EMF-Emissionen von Stromleitungen jedes Jahr für Hunderte neür Fälle von Kinderleukämie in den Vereinigten Staaten und anderen Ländern der Welt verantwortlich sind.
Wireless-Technologien, die Hochfrequenzstrahlung (HF) zum Versenden von E-Mail-Nachrichten und Sprachkommunikation verwenden, sind tausende Male stärker als die Pegel, die Berichten zufolge Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Gedächtnis- und Konzentrationsprobleme sowie andere
gesundheitsschädigende Symptome verursachen.
Der Gesundheitspolitik Experte und Mitherausgeber des Berichts, Dr. David O. Carpenter, Direktor am Institute for Health and the Environment der University of Albany im US-Bundesstaat New York, erklärte:
Dieser Bericht sendet
eine Warnung, dass die langfristige Belastung durch bestimmte Arten von EMFs starke negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann. Daher ist nun eine sorgfältige Planung der öffentlichen Gesundheit gefordert, um Krebs und neurologische Erkrankungen zu verhindern, die mit den
Emissionen von Stromleitungen und anderen EMF-Quellen in Zusammenhang gebracht werden. Wir müssen die Öffentlichkeit und unsere Entscheidungsträger darüber aufklären, dass es nicht wie gewohnt weitergehen kann.
Mitherausgeber Cindy Sage von Sage Associates bestätigte:
Experten für Gesundheitspolitik und EMF-Richtlinien haben nun ihre Einschätzung der Beweislast vorgelegt. Die existierenden FCC- und internationalen Emissionsgrenzwerte für EMF- und HF-Strahlung in der Öffentlichkeit und im Arbeitsumfeld schützen die öffentliche Gesundheit nicht in
ausreichendem Masse.
Basierend auf der Gesamtlast der Beweise sind neue Grenzwerte für die öffentliche Sicherheit und Beschränkungen der weiteren Entwicklung von risikoreichen Technologien angebracht.
Webseite:
www.bioinitiative.org
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1.08.2007 Aus dem Bundestag:
Grenzwerte schützen vor Gefahren durch elektromagnetische Felder" Umwelt/Antwort Berlin: (hib/VOM) Die in Deutschland und in vielen anderen europäischen Ländern geltenden Grenzwerte schützen nach Auffassung der
Bundesregierung die Bevölkerung vor Gesundheitsgefahren durch elektromagnetische Felder. Dies unterstreicht die Regierung in ihrer Antwort (16/6133
http://dip.bundestag.de/btd/16/061/1606133.pdf ) auf eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen (16/6020
http://dip.bundestag.de/btd/16/060/1606020.pdf
).
Vorliegende neuere Forschungsergebnisse stünden dazu nicht im Widerspruch. Die Bundesregierung will nach Abschluss und Bewertung des deutschen Mobilfunkforschungsprogramms entscheiden, ob die Grenzwerte verändert werden müssen.
Zufrieden zeigt sie sich mit der Umsetzung
einer freiwilligen Selbstverpflichtung der Mobilfunkbetreiber, den Kommunen mehr Mitsprache bei der Mobilfunkplanung einzuräumen und die Planung und Aufstellung von Mobilfunkmasten gemeinsam mit den Kommunen vorzunehmen. Die Umsetzung der Selbstverpflichtung muss aus Sicht der Regierung
aber in einigen Punkten verbessert werden. So müsse in den Verkaufsstellen besser über die Bedeutung und Höhe des so genannten SAR-Werts von Handys, der das Maß für die Absorption von elektronmagnetischen Feldern in biologischem Gewebe angibt, informiert werden. Die Handys sollten auch mit
dem SAR-Wert gekennzeichnet sein und die Marktanteile strahlungsarmer Handys sollten steigen. Zudem sollten Bürger und Kommunen besser über die Wahl des Standorts für die Mobilfunkantennen informiert werden. Bei einer repräsentativen Umfrage unter 200 Kommunen hätten 2005 lediglich fünf
Prozent der Kommunen angegeben, dass der Anteil konfliktbeladener Entscheidungsfälle bei der Aufstellung von Mobilfunkmasten hoch sei. Bei nur zwei Prozent der Kommunen seien alle Fälle konfliktbehaftet gewesen. Bei etwa neun Prozent aller Kommunen habe es der Umfrage zufolge einen
"mittleren Anteil" an konfliktbeladenen Entscheidungsfällen gegeben.
Anmerkung Scherrmann: Ich denke, bei den "konfliktebeladenen" Fällen haben sich BürgerInnen in das Thema eingelesen und kundig gemacht. Dass das von den meisten Bürgerinnen und Bürgern nicht geleistet werden
kann, ist verständlich. Dass es in fast jeder 10. Kommune Akzeptanzprobleme gab, halte ich für einen hohen Prozentsatz, und Anlass dafür, dass Behörden ihr Tun, ihre Bewertungen, ihre Grenzwertpolitik in Frage stellen.
Auch hier gilt das gleiche wie oben (unter CHEMIKALIEN-FEINSTAUB): Bei der Beurteilung eines Risikos ist es unabdingbar, genau zu eruieren, welche Abhängigkeiten diese Beurteilung beeinflussten und beeinflussen, denn
es kann davon ausgegangen werden, dass gilt: Je größer der Einfluss der Industrie, je eher werden Risiken, die durch diese Industrie verursacht werden, unterschätzt und kleingeredet. (siehe auch nächster Eintrag)
***
04.Sep 2007 FMK-Maier: Mobilfunk verursacht keine Zellschäden
Utl.: Deutsches Mobilfunkforschungsprogramm untersuchte
Wirkungsmechanismen an Zellen Wien (OTS) - Ein Vorwurf gegenüber Mobilfunk besteht darin, dass durch die eingesetzten, hochfrequenten elektromagnetischen Felder Zellveränderungen auftreten, die zu einem erhöhten Tumorrisiko führen können. Das Projekt "Wirkungsmechanismen an Zellen
unter Exposition mit hochfreqünten elektromagnetischen Feldern der Mobilfunktechnologie", im Rahmen des Deutschen Mobilfunkforschungsprogramms, ging dieser Frage nach und stellte fest: Es ergaben sich keine Hinweise auf eine Beeinflussung von Zellvermehrung, Lebensfähigkeit, Zellzyklus und
Apoptose ("programmierter Zelltod") sowie auf Auslösen von Stressproteinen durch Mobilfunk. ....
Link: Abschlussbericht und weitere Informationen unter:
www.emf-forschungsprogramm.de/
FMK- Forum
Mobilkommunikation: Die freiwillige Brancheninitiative FMK ist Ihr Ansprechpartner bei allen Fragen zu Mobilkommunikation und der Mobilfunk-Infrastruktur. Das FMK vermittelt zwischen Betreibern und Gemeinden, um gemeinsame Lösungen zu finden. Wir liefern Ihnen Zahlen, Daten und Fakten,
damit Sie sich Ihre persönliche Meinung über Mobilfunk bilden können. Alcatel-Lucent, Ericsson, FEEI, Hutchison 3G Austria, Kapsch Carrier Com, mobilkom austria, Motorola, Nokia, One, Siemens und T-Mobile sind Mitglieder im FMK.
Rückfragehinweis: Michael Buchner Pressesprecher
Forum Mobilkommunikation Internet: www.fmk.at
Anmerkung Scherrmann:
siehe oben. Eines der vielen Beispiele, bei denen eigentlich für alle denkenden BürgerInnen klar sein sollte, dass mal wieder der Bock zum Gärtner gemacht wurde.
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ENERGIE
23.07.2007 Umweltkiller Biosprit München (ots) - Die Welt ist gierig nach Biosprit. Politiker
und Autobauer wollen damit Erdöl ersetzen und das Klima schützen. Doch für den Treibstoff vom Acker, werden nicht nur Regenwälder gerodet, es landen auch Nahrungsmittel direkt im Tank, berichtet die Zeitschrift natur+kosmos in ihrer August-Ausgabe (Erscheinungsdatum 21.08.2007).
Ein Beispiel zeigt das besonders drastisch: Füllt man den 100-Liter-Tank eines Autos mit Ethanol, so braucht man dafür eine Getreidemenge, die ausreicht, um einen Menschen ein ganzes Jahr lang zu ernähren. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage ist der Maispreis an der Chicagoer Warenbörse
binnen eines Jahres bereits um 100 Prozent in die Höhe geschnellt. Der für Weizen stieg im gleichen Zeitraum um ein Drittel, der für Soja um ein Viertel. Die Folge: Nahrungsmittel werden für die rund drei Milliarden Menschen, die von weniger als zwei Dollar pro Tag leben müssen,
unbezahlbar. Zudem bedeutet ein hoher Sojapreis - und vergleichbar teures Palmöl -, dass die Versuchung steigt, den verbliebenen Regenwald auch noch zu fällen. Für neue Palmölplantagen sind in den letzten Jahren in Indonesien bereits fünf Millionen Hektar Tropenwald gerodet worden. In
Malaysia sind solche Plantagen seit 1985 für 87 Prozent aller Waldverluste verantwortlich.
Und auch bei uns leidet die Natur: Der steigende Spritpreis lässt selbst jene Flächen wieder rentabel erscheinen, die bislang Wachtelkönigen und Schmetterlingen vorbehalten waren. Auf
bislang brach liegenden Sandböden wird verstärkt Mais angebaut - eine der umweltschädlichsten Kulturen überhaupt. Sie braucht enorm viel Düngerund Spritzmittel. Einen Königsweg aus dem Dilemma gibt es nicht. Aber ein wichtiger Schritt wären schon kleinere und effizientere Autos, schreibt
natur+kosmos. Zurzeit ist die Transportbilanz eines PKWs derart katastrophal, dass oft nur 0,2 Prozent, der im Treibstoff enthaltenen Energie dem eigentlichen Transportziel dienen: den Fahrer von A nach B zu bringen.
Originaltext: natur+kosmos Digitale Pressemappe:
http://presseportal.de/story.htx?firmaid=43097
Anmerkung Scherrmann: Auch hier zeigt sich, dass genau hingeschaut werden muss, und Biosprit nicht "per se" positiv zu bewerten ist.
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GENMODIFIZIERTES SAATGUT
Zur Info über den "Stand im Bundestag": 28.07.2007
24 Forschungsprojekte mit gentechnisch veränderten Pflanzen gefördert Bildung und Forschung/Antwort Berlin: (hib/BOB) Derzeit werden 24
Forschungsprojekte mit gentechnisch veränderten Pflanzen mit Bundesmitteln gefördert. Dies teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16/6208
http://dip.bundestag.de/btd/16/062/1606208.pdf ) auf eine Kleine Anfrage der Grünen (16/6015
http://dip.bundestag.de/btd/16/060/1606015.pdf
) mit. Die Regierung ist sich im Übrigen der Bedeutung von Forschungsprojekten zu den Auswirkungen von gentechnisch veränderten Pflanzen auf Mensch und Umwelt im Rahmen der biologischen Sicherheitsforschung bewusst. Sie ist aber auch der Auffassung, eine unabhängige Berichterstattung über
die Ergebnisse der biologischen Sicherheitsforschung gewährleiste, dass sich die Menschen in Deutschland unvoreingenommen über Chancen und Risiken der Gentechnik informieren können. Damit würde sichergestellt, dass sie in eigener Verantwortung über deren Akzeptanz entscheiden. Nicht
kommentieren will die Regierung Äußerungen des Direktors des Max-Planck-Instituts, Professor Heinz Saedler, der in einer Anzeigenkampagne der Chemie-Wirtschaftsförderungs-Gesellschaft mbH beklagte habe, dass die restriktive Genehmigungspraxis für Freisetzungsversuche das Institut daran
hindern würde, gentechnisch veränderte Pflanzen zu entwickeln.
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24.07.07 Bauernverband rät weiterhin vom GVO-Anbau ab - Gentechnik-Novelle trägt nicht zur Lösung der Haftungsfrage bei
Berlin (ots) -
"Auch nach dem neuen Entwurf zum Gentechnik-Gesetz bleiben wir aufgrund der unveränderten Haftungsregelungen dabei, vom Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen abzuraten". Dies erklärte der Deutsche Bauernverband (DBV), nachdem Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer am 24. Juli 2007
auf einer Pressekonferenz in Berlin über die wichtigsten Inhalte des geplanten Gesetzes informiert hatte. Der DBV erneuerte seine Position, dass für ihn bei der Anwendung der Grünen Gentechnik die Koexistenz aller Anbauformen absolute Priorität besitzt. Mit der Vorlage eines
Verordnungsentwurfes zur guten fachlichen Praxis beim Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen kommt der Gesetzgeber endlich einer lange vorgetragenen Forderung des Deutschen Bauernverbandes nach. Durch die Festlegung kulturspezifischer Anbauregeln müsse eine Beeinträchtigung benachbarter
Landwirte ausgeschlossen werden, dabei sollten die Anbauabstände gemäß wissenschaftlichen Erkenntnissen auch aus der deutschen Sicherheitsforschung definiert und kontinuierlich überprüft werden. Aus Sicht des Deutschen Bauernverbandes ist es erforderlich, für alle Bewirtschaftungsformen zu
einheitlichen Abständen zu gelangen.
Kritisch beurteilt der DBV, dass die angekündigte Präzisierung der verschuldensunabhängigen Haftungsregelung im Gentechnikgesetz unterbleiben soll. Damit wird weder den Landwirten noch der Versicherungswirtschaft eine ausreichende Grundlage
für die Kalkulierbarkeit möglicher Haftungsrisiken gewährt. Wer die gute fachliche Praxis einhalte, dürfe nicht mit Haftungsrisiken belastet werden. Ebenso müssten Landwirte, die keine gentechnisch veränderten Pflanzen anbauten, bei möglichen Schäden unbürokratisch und ohne Ausfallrisiko
entschädigt werden. Nach Ansicht des DBV können diese Ziele für verbleibende Restrisiken jenseits der verschuldensabhängigen Haftung weiterhin nur umfassend durch einen Haftungsfonds erreicht werden, der von den Saat- und Pflanzgut liefernden Unternehmen wie auch von Landwirten, die
gentechnisch veränderte Pflanzen anbauen, gespeist werden müsse. Alternative freiwillige Angebote der Saat- und Pflanzgutwirtschaft seien nur dann akzeptabel, wenn sie ebenfalls einen belastbaren Anspruch für den geschädigten Landwirt sicherstellen.
Originaltext: Deutscher
Bauernverband (DBV) Digitale Pressemappe: Nicht mehr oder unter
geaenderter Adresse im web
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EU-Bevölkerung beeinflusst Gentechnik Nationale Anti-Gentechnik-Bewegungen tragen zur Demokratisierung der EU bei. Dies zeigt ein kürzlich abgeschlossenes
Projekt des Wissenschaftsfonds FWF unter der Leitung eines unabhängigen Forschers. Den Ergebnissen zufolge erfolgen nationale Mobilisierungen der Bevölkerung nahezu zeitgleich und verstärken so öffentlichen Protest auf europäischer Ebene.
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/15841.html
Gentechnikgesetz bleibt umstritten Das Bundeskabinett hat dem Entwurf zur Neufassung des Gentechnikgesetzes zugestimmt. Die Entscheidung ändert an
der bisherigen Rechtslage aber nur einige wenige, wenn auch wichtige Details. So wird erstmals ein Mindestabstand zwischen Feldern mit Gentech-Mais und den Anbauflächen für konventionelle Pflanzen festgelegt. Das Gesetz aber ist umstritten. Umweltschützer halten es gar für
unverantwortlich.
http://www.keine-gentechnik.de/news-gentechnik/news/de/15810.html
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Aus dem EU-Verbraucherinfo: Gen-Mais MON863: Neü EFSA-Studie beschönigt
Gesundheitsrisiken Die neue "Unbedenklichkeitsstudie" der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA für den Gen-Mais MON863 ist eine Dreistigkeit. Nachdem die EFSA nun wochenlang Zeit gehabt hat für ihre Stellungnahme hat sie sie erst zur Sitzung der EU-Umweltminister
vorgestellt, offenbar um eine Debatte zu vermeiden. Die Studie ist ein Schlag ins Gesicht der Verbraucher und tritt das Vorsorgeprinzip mit Füßen. Trotz der eindrücklichen Warnungen der unabhängigen Studie französischer Wissenschaftler hält die EFSA offenbar aus Gründen der
Gesichtswahrung an ihrem Persilschein fest und stützt sich wie bei vorangegangenen Analysen nur auf die Daten von Monsanto. Die französische Expertengruppe CRIIGEN hatte kürzlich nachgewiesen, dass ein hohes Gesundheitsrisiko für den in der EU seit Januar 2006 als Lebens- und Futtermittel
zugelassenen Gen-Mais besteht. In Fütterungsversuchen mit Ratten kam es zu Vergiftungssymptomen und Schädigungen von Leber und Nieren. ... www.hiltrud-breyer.eu
Ergebnisse der CRII GEN Studie: www.criigen.org
Hintergrund zu MON863 von Greenpeace:
http://www.greenpeace.de
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Genfood-Dossier in Schrot & Korn in Heft 9/2007, kostenlos, in Naturkostläden, ...oder per
internet:
Gesundheitsgefahr durch Agro-Gentechnik?
Spart Agro-Gentechnik Pestizide ein?
Schafft Agro-Gentechnik Arbeitsplätze?
Ausbreitung von transgenen Pflanzen – kontrollierbar?
Agro-Gentechnik gegen Hunger und Mangel?
Keine Haftung für Agro-Gentechnik?
Was das neü Gentechnikgesetz erfüllen muss, wer darüber
entscheidet und wie Sie darauf Einfluss nehmen können.
http://www.genfoodneindanke.de/dossier/index.html
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KINDER
Vom Umweltbundesamt: 28.08.2007 Ärmere Kinder durch
Blei belastet, reichere Kinder durch Lösemittel Berlin – Kinder aus ärmeren Familien werden durch andere Umweltgifte belastet als der Nachwuchs höherer sozialer Schichten: „Kinder aus Familien mit niedrigem Sozialstatus sind mehr durch Passivrauchen und durch Blei
belastet“, sagte der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), Andreas Troge, am Dienstag bei der Vorstellung des UBA-Jahresberichts 2006 in Berlin, den er zusammen mit Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) präsentierte. Kinder aus Familien mit höherem Sozialstatus seien dafür ...
http://www.ärzteblatt.de/v4/news/letterlink.asp?m=htm&id=23434
Kurzfassung vom UBA:
http://www.umweltbundesamt.de/uba-info-presse/hintergrund/kus-jb2006.pdf Seite 9: 5. Zusammenfassung und Ausblick: Der Kinder-Umwelt-Survey ist der erste in Europa. Er
liefert wichtige Erkenntnisse über die Umweltbelastung von Kindern und über künftige Herausforderungen zur Bewertung gesundheitsrelevanter Umweltbelastungen so wie zur Gewährleistung eines gerechten Zugangs zu einer sauberen Umwelt für alle in Deutschland lebenden Kinder. Das UBA wird die
Daten weiter auswerten und die Ergebnisse weiterhin kontinuierlich der allgemeinen und der Fachöffentlichkeit vorstellen. Langfassung zum kostenlosen downloaden:
http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3257.pdf
Anmerkung Scherrmann: Nun werden wohl weiterhin jahrelang weitere Daten gemessen und ausgewertet. Wann folgen politische Konsequenzen?
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KRANKHEIT - MCS
Ingrid Scherrmann Die Verwendung des Begriff "MCS" und die Auswirkungen der vorhandenen Definitionen in Deutschland
Da von den USA ausgehend
mal wieder die Diskussion aufbrandet, ob und wie der Begriff MCS verwendet wird, einige Gedanken dazu.
Dabei geht es mir vorrangig darum, kurz zu skizzieren, was nach meiner Erfahrung im deutschsprachigen Raum mehrheitlich unter MCS verstanden wird und was für Folgen diese
Begriffsverwendung nach sich ziehen kann.
Es gilt abzuwägen, ob die Benützung des Begriffs "MCS" letztlich der Gesundheit von MCS-Kranken hilft oder eher schadet. Um sich für oder gegen den Begriff "MCS" entscheiden zu können, ist es also meines Erachtens unabdingbar, sich zuerst
darüber Gedanken zu machen, wie er mehrheitlich zur Zeit verwendet bzw. verstanden wird. .... Fazit: Zum jetzigen Zeitpunkt halte ich die Verwendung des Begriffs "MCS" im ärztlichen und juristischen Kontext in Deutschland nicht nur für nicht richtig sondern möglicherweise sogar für
lebensgefährlich. Den ganzen Artikel finden Sie unter
http://www.safer-world.org/d/Scherrmann/skript/begriff_mcs.htm
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Fachtagung der Informationsstelle Human-Biomonitoring des GSF - Forschungszentrums
für Umwelt und Gesundheit, Mitglied der Helmholtz-Gemeinschaft. Am 27, Juli 2007 in Frankfurt; Vortrag von Prof. Eikmann : Multiple Chemical Sensitivity Syndrome (MCS)
(Steht nicht mehr im Netz)
Weitere Infos zum Vortrag und zur eingesetzten ppt über
Scherrmann@safer-world.org
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KURZINFO aus unterschiedlichen Quellen
19.07. 2007
PM10: Hohe Quarzstaubemissionen durch Eisenbahnen Der Straßenverkehr ist die am meisten diskutierte Feinstaubquelle. Eine neue Studie, so der Österreichische Verein für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK), belege, dass auch
Schienenfahrzeuge einen bedeutenden Anteil zur Belastung durch PM10 beitragen.
http://chemiereport.at/chemiereport/stories/6173/
17.07.2007 Atherosklerose durch Feinstaub? Wer an stark befahrenen Straßen wohnt,
bekommt eher eine Atherosklerose. Das haben Forscher der Unis Duisburg-Essen und Düsseldorf bei einer Analyse der Heinz-Nixdorf-Recall-Studie herausgefunden.
http://www.ärztezeitung.de/nel/?id=458126,5217,/medizin/umweltmedizin
12.07.2007 Chemikalien belasten Menschen und Tier Bioakkumulation von Giften hat größeren Effekt als bisher angenommen
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=070713029
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LÄRM
18.07.07 Lärmquellen & Lärmqualen / Neue Hotline gegen Lärm Düsseldorf (ots) -
Der Lärm ist unter den zahlreichen Umweltproblemen unserer Tage oft
vernachlässigt worden, stellt aber in breiten Bevölkerungskreisen das größte
Umweltproblem dar. Die Lärmberatung der Betroffenen ist eine Besonderheit
weil es sich in der Regel um eine persönliche Beratung handelt, die eines
besonderen Einfühlungsvermögens bedarf. Diese Lücke
schließt "Der Lärmberater" mit einem offenen Ohr für Lärmprobleme. ... Neue
Internet-Infos gegen Lärm: (steht inzwischen nicht mehr im Netz)
Anmerkung Scherrmann: Das noch kleine Internetportal ist nicht von einer Behörde, sondern von einer Privatperson angelegt. Also sind Anfragen auch kostenpflichtig.
Die Site Lärm und Recht gibt eine Fülle von Infos, jedoch keine Links zu den betreffenden Gesetzestexten.
Url steht nicht mehr oder mit geaenderter Adresse im Internet
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RADIOAKTIVITÄT
21.07. 2007 Kinder neben Atomkraftwerken erkranken öfter an Leukämie Meta-Analyse ergibt: Krebsrisiko um 24 Prozent höher
http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=070720027
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RECHT - VERORDNUNGEN
Europäische Union: Chemikalien und Gefahrstoffe
91/414/EWG – RL Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln Stand: 16. August 2007
www.UMWELTdigital.de/67470 (kostenpflichtig)
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Von
Walter Keim: Informationsrecht ist Menschenrecht
Literatur: 1. Bericht des Menschenrechtskommissars Thomas Hammarberg über seinen Besuch in Deutschland 9. – 11. und 15. – 20. Oktober 2006:
http://aitel.hist.no/~walterk/wkeim/files/Bericht-des-Menschenrechtskommissars.html,
https://wcd.cö.int/ViewDoc.jsp?Ref=CommDH(2007)14&Language=lanGerman&Ver=original&Site=CÖ&BackColorInternet=FEC65B&BackColorIntranet=FEC65B&BackColorLogged=FFC679
2. Petition Menschenrechte in den bindenden Teil des Grundgesetzes aufzunehmen:
http://www.aitel.hist.no/~walterk/wkeim/petition_gg.htm 3. Menschenrechtsverletzungen Deutschlands: Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit,
Informationsfreiheit und faires Verfahren:
http://www.aitel.hist.no/~walterk/wkeim/files/de_menschenrechte.htm 4. Stellungnahmen der Ministerialbürokratie und Verwaltung zur Informationsfreiheit:
http://www.aitel.hist.no/~walterk/wkeim/files/ifg-material.htm
5. 22.12.2004: Bundestagspräsident übersandte Bundeskanzler Schröder meine Petition "zur Berücksichtigung":
http://aitel.hist.no/~walterk/wkeim/files/041222btp.pdf
6. 21.12.2003: Petition über Menschenrechtsverletzungen in Deutschland:
http://aitel.hist.no/~walterk/wkeim/petition_me.htm 7. ECHR Appl. No. 31583/07:
http://aitel.hist.no/~walterk/wkeim/files/egmr-klage-en.htm
8. Keim v. Germany: ECHR Appl. No. 41126/05:
http://aitel.hist.no/~walterk/wkeim/files/echr-061101.htm
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20.08.2007 Asthmatiker bekommen
Schmerzensgeld von Autoherstellern Jahrzehntelanger Rechtsstreit über Abgas-bedingte Erkrankungen beendet
Tokio/Wien - Asthmatiker in Tokio haben im Rechtsstreit gegen die großen Autohersteller und
den Staat nun Recht bekommen. Sie machen vor allem die Dieselfahrzeuge für ihre Erkrankung mitverantwortlich und hatten 1996 eine Klage beim Kreisgericht von Tokio eingebracht. Nach jahrelangen zähen Verhandlungen haben sie nun 7,7 Mio. Euro von den großen Automobilherstellern Toyota,
Honda und Nissan zugesprochen bekommen, berichtet Nature in seiner Online Ausgabe.
Zu den 7,7 Mio. Euro Soforthilfe werden in den kommenden fünf Jahren weitere 21 Mio. Euro für einen Gesundheitsplan hinzukommen. Die japanische Zentralregierung und die Stadtregierung von Tokio
stocken den Betrag um weitere 38 Mio. Euro für medizinische Hilfsprogramme auf. Seit Jahren wissen Forscher, dass die Partikel, die vor allem von Dieselmotoren emittiert werden, zu Atemwegserkrankungen führen. Am Schlimmsten ist dies in der indonesischen Hauptstadt Djakarta, die zugleich
auch eine der schmutzigsten Megastädte weltweit ist. Untersuchungen im Jahr 2002 hatten ergeben, dass die Luft derart schlecht ist, dass jährlich mehr als eine Mio. Asthmaanfälle und mehrere tausend Todesfälle zu verzeichnen waren.
Bereits 1998 hatten Forscher aus Schweden und
Großbritannien nachgewiesen, dass eingeatmete Dieselabgase bei gesunden Menschen innerhalb kurzer Zeit zu akut-entzündlichen Prozessen in der Lunge führen. Das Forscherteam um Ragnberth Helleday von der Universitätsklinik in Umea hatte 15 gesunde Probanden in einer Kammer eine Stunde lang
Dieselabgasen ausgesetzt. Dabei handelte es sich um Konzentrationen von 300 Mikrogramm pro Kubikmeter wie sie in Tiefgaragen, Tunneln oder an stark befahrenen Straßen auftreten. Bereits nach sechs Stunden entdeckten die Forscher Zeichen einer akuten Entzündung: Die Zahl der Neutrophilen
und Lymphozyten war bis zu dreimal höher als vor dem Versuch. Die Lungenfunktions-Parameter waren allerdings nicht verändert.
Wie dramatisch sich die Luftverschmutzung aber auf die gesamte Gesundheit der Menschen auswirkt, zeigt eine Studie der Universität Athen: Dort hatten
Forscher um Evangelia Samoli und Klea Katsouyanni die Sterblichkeits- und Gesundheitsdaten von 60 Mio. Einwohnern aus insgesamt 34 Städten und Regionen Europas und Israels untersucht. Die Untersuchung ergab, dass bereits eine Erhöhung von zehn Mikrogramm Stickstoffdioxid pro Kubikmeter
Luft mehr Menschen sterben lässt. Bei 100 Mikrogramm erhöhte sich die Sterberate um durchschnittlich vier Prozent.
Für die Wissenschaftler sind allerdings die ultrafeinen Staubpartikel, die bei jedem Verbrennungsvorgang entstehen, am schlimmsten. Das meint auch der Umwelttechniker
Gerhard Fleischhacker von CEF-Austria im pressetext-Interview. Da diese Teilchen so klein sind, dass die körpereigene Abwehr sie nicht mehr wahrnehmen kann, können sie auch die Blut-Hirn-Schranke überwinden. "Einige Forscher nehmen sogar an, dass sie erbgutschädigend sind", meint Fleischhacker. Auch ein Zusammenhang mit der
Entstehung von Alzheimer und Parkinson könnte vorhanden sein. "Das Gefährliche an den Partikeln ist, dass sie loses Konglomerat von Mikroteilchen sind, in denen sich Schadstoffe wie Metalle, Schwermetalle oder Gase einpacken", so Fleischhacker. Auch Bakterien oder Viren können darunter
sein, erklärt der Experte. (Ende)
Website nicht mehr oder unter
geaenderter Adresse im Netz
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TERMINE - VERANSTALTUNGEN
7. Umweltmedizinische Tagung in Berlin
vom 5. - 6. Oktober 2007 Org: Bund für Umwelt und Naturschutz, Deutscher Berufsverband der Umweltmediziner e.V., Interdisziplinäre Gesellschaft für Umweltmedizin e.V., Ökologischer Ärztebund e.V., Deutsche Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie e.V. Tagungsprogramm und
Anmeldeunterlagen unter http://www.dbu-online.de/index.php?id=430
Patientenforen und Öffentliche Informationsveranstaltungen im Rahmen der 7. Umweltmedizinischen Tagung in Berlin (kostenfrei) Umweltforum Berlin,
Tagungszentrum Auferstehungskirche, 10249 Berlin (Nähe Volkspark Friedrichshain) Mehr unter
www.umweltforum-berlin.de
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TV
Frontal 21 O4.09.2007
Gift im Klassenzimmer - Experten warnen: Schulen machen krank von Christian Esser und Herbert Klar Text der Sendung:
http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/21/0,1872,7001141,00.html
Forum zur Sendung:
http://frontal21.zdf.de/ZDFforum/ZDFde/inhalt/17/0,1872,5249297,00/F4872/
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Weitere VERÖFFENTLICHUNGEN
20.08.07 Zorn schärft die
Gedanken - Test: Studenten mit Wut im Bauch urteilten klarer
Baierbrunn (ots) - Wut schärft das analytische Denken, zumindest solange sie nicht in hemmungslosen Zorn umschlägt, berichtet das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber". Das haben US-Psychologen in
einem Test mit 150 Studenten herausgefunden. Die Forscher brachten einen Teil der Testteilnehmer zunächst durch scharfe Kritik in Rage. Als die absichtlich in Wut versetzten und unbeeinflusste Studenten danach einen Text beurteilen mussten, fielen die Wütenden durch klarere Analysen
auf. Damit widerlegten die Wissenschaftler das Vorurteil, dass Wut im Bauch keine klaren Gedanken zulässt.
Das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber" 7/2007 liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung an Kunden abgegeben. Mehr Pressetexte auch online:
www.GesundheitPro.de > Button Presse-Service (Fußleiste) Originaltext: Wort und Bild - Senioren Ratgeber
Anmerkung Scherrmann: Umweltaktivisten und
besonders Umweltakitivistinnen kennen den Vorwurf: Ihre Wut würde ihre logische Denkfähigkeit trüben. Schön, dass es mal eine Studie gibt, die dieses Vorurteil widerlegt.
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ZEITSCHRIFT
Zeitschrift Umwelt-Medizin-Gesellschaft (umg) Es sind offenbar Gerüchte im Umlauf, dass die umg ihr Erscheinen einstellen würde. Die Gerüchte bzgl. einer Einstellung der umg sind laut Erik Petersen, Redaktion
umwelt-medizin-gesellschaft, falsch. Es steigen zwar zwei Patientenorganisationen aus, doch die weitere Finanzierung ist durch einen Beschluss der Verbände dbu, DGUHT, IGUMED und Ökol. Ärztebund und nicht zuletzt durch die freien Abonnenten bis auf weiteres gesichert
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UBA - UMWELTBUNDESAMT
s.o. und
28.08.2007 Gemeinsame Presseinformation mit dem Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Klima schützen, Ressourcen schonen, Lebensqualität verbessern
Bundesumweltminister Gabriel und UBA-Präsident Troge stellen UBA-Jahresbericht 2006 vor
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel und der Präsident des
Umweltbundesamtes (UBA) Prof. Dr. Andreas Troge stellten heute den UBA-Jahresbericht 2006 vor. „Der Klimaschutz steht als zentrale Zukunftsaufgabe im Mittelpunkt der Politik der Bundesregierung. Aber auch Themen wie der Schutz der Menschen vor gesundheitlichen Schäden durch
Umweltbelastungen und der nachhaltige Umgang mit den Ressourcen bleiben wichtig“, sagte Sigmar Gabriel. In der vergangenen Woche habe die Bundesregierung mit der Verabschiedung des Klimaschutz-Paketes die Weichen richtig gestellt, so Gabriel. „Jetzt gilt es entschieden und schnell zu
handeln. Denn wir haben keine Zeit zu verlieren.“ Das Umweltbundesamt unterstützt mit seinen Aktivitäten maßgeblich die Umsetzung des ehrgeizigen Klimaschutzprogramms.
Natürliche Ressourcen zu schonen, bildet einen Schwerpunkt des UBA-Jahresberichtes. Große Einsparpotentiale
schlummern hier nach Meinung des UBA im Abfall. „Anstatt die knapper werdenden Vorräte an Gas, Öl oder Kohle zu verfeuern, sollten wir einen größeren Teil unseres Energiebedarfs auch aus Abfällen decken“, sagte UBA-Präsident Troge. Allein mit einer optimierten Nutzung landwirtschaftlicher
Reststoffe und Bioabfälle, beispielsweise aus privaten Haushalten sowie Gülle und Stroh lassen sich jährlich rund 15 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten einsparen. Weitere drei Millionen ließen sich mit den bestehenden Hausmüllverbrennungsanlagen bei verbesserten Möglichkeiten zur
Wärmenutzung erzielen. Allein zwischen 1990 und 2005 trug die Abfallwirtschaft in Deutschland mit rund 46 Millionen Jahrestonnen CO2-Äquivalenten zur Emissionsminderung mit rund einem Fünftel zu der in diesem Zeitraum erreichten Gesamtreduktion bei.
„Eine intakte Umwelt ist die
beste Gesundheitsvorsorge. Wir schützen Luft, Wasser, Boden und andere natürliche Ressourcen nicht allein um ihrer selbst willen, sondern weil sie Lebensgrundlage für uns Menschen sind“, sagte Prof. Dr. Andreas Troge. Er stellte zentrale Ergebnisse einer deutschlandweiten Erhebung zur
Umweltbelastung 3- bis 14-jähriger Kinder vor. Die Daten des über drei Jahre laufenden Kinder-Umwelt-Survey liefern erstmals repräsentative Aussagen über die Schadstoffbelastung der Kinder in Deutschland. Überraschend ist das Ergebnis, dass weiterhin die Belastung der Kinder mit
Schimmelpilzen steigt, acht Prozent der Kinder weisen Sensibilisierungen gegen Innenraum-Schimmelpilzen auf. Bei allen untersuchten Kindern fanden sich zudem schon seit Jahrzehnten in Anwendung und Herstellung verbotene Stoffe, wie das giftige Pflanzenschutzmittel DDT. Auch so genannte
Weichmacher für Kunststoffe waren im Urin aller untersuchten Kinder nachweisbar. Auffallend ist zudem, dass 14 Prozent der Kinder eine Gehörschädigung aufweisen, sechs Prozent fühlen sich laut Angaben der Eltern vom Straßen- und Fluglärm gestört. UBA-Präsident Troge: „Der Straßenverkehr
ist eine dominierende Geräuschquelle, und seine negativen Auswirkungen dürfen wir nicht unterschätzen. Lärm wirkt auf den ganzen Organismus und begünstigt Schlaf-, Konzentrations- und Stoffwechselstörungen sowie Bluthochdruck und Herzkrankheiten, einschließlich des Herzinfarkts.“
Ein weiteres Thema des UBA-Jahresberichtes: Der Schutz der biologischen Vielfalt. Die Bedürfnisse einer wachsenden Weltbevölkerung gefährden einen schonenden Umgang mit der natürlichen Ressource Biodiversität – der Vielfalt der Tiere, Pflanzen, Mikroorganismen und der Ökosysteme. Weltweit
drohen Tausende Tier- und Pflanzenarten unwiederbringlich zu verschwinden. Klimawandel, Entwaldung, Flächenbeanspruchung und Schadstoffbelastung tragen dazu bei. Troge: „Wir wollen die biologische Vielfalt nicht nur schützen, weil wir wissen, was sie uns konkret heute und morgen nutzt,
sondern vor allen Dingen deshalb, weil wir nicht wissen, was sie unseren Nachfahren übermorgen nutzen könnte.“ Deutschland hat das UN-Übereinkommen zur biologischen Vielfalt unterzeichnet.
Der Jahresbericht 2006 des Umweltbundesamtes ist als Druckfassung bei Gemeinnützige
Werkstätten Bonn, In den Wiesen 1 – 3, 53227 Bonn, Telefon: 01888/305-3355 (zum Ortstarif); Fax: 01888/305-3356; Email: uba@broschürenversand.de kostenlos erhältlich. Der
Bericht steht auch im Internet unter www.umweltbundesamt.de , Rubrik „Presse oder „Publikationen“, zum Download bereit. Eine englische Fassung des Jahresberichts 2006
erscheint in Kürze.
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Dessau, den 27.07.2007 Vorsicht mit Insektensprays im Haushalt Gesundheitliche Risiken beim Einsatz von
Bioziden nicht vollständig geklärt Auch diesen Sommer wimmelt es nur so vor Insekten. Um die zahllosen Plagegeister zu bekämpfen, ist der Griff zur Sprayflasche besonders verlockend. Doch nicht nur solche Insektensprays enthalten Biozide. Fast überall in unseren
Haushalten lassen sich Biozide finden – selbst in Farben, Kosmetika oder Zahnpasta. Sie sollen vor unerwünschtem Schädlingsbefall schützen. Welche Gesundheitsrisiken die enthaltenen Biozide bergen können, zeigen die Ergebnisse eines Forschungsprojektes des Umweltbundesamtes (UBA) im Rahmen
des Aktionsprogramms „Umwelt und Gesundheit“(APUG). Vor allem das Bekämpfen der Insekten in Ritzen und Fugen mit solchen Sprays, die als biozide Wirkstoffe so genannte Organophosphate enthalten, kann in der Innenraumluft zu einer hohen Wirkstoffkonzentration führen und die Gesundheit
gefährden. Organophosphate sind Nervengifte. Sie stören die Signalübertragung zwischen Nervenzellen beziehungsweise zwischen Nerven- und Muskelzellen. Organophosphathaltige Insektensprays sollten deshalb nicht bedenkenlos eingesetzt werden. Sofern unklar ist, ob ein Spray Organophosphate
enthält, können das UBA, das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit oder die Verbraucherschutzzentrale Auskunft geben.
Im Projekt wurden die toxikologischen Daten zu 20 ausgewählten Wirkstoffen ausgewertet. Nur für wenige Anwendungsbereiche ergaben sich Ansätze
zur Gesundheitsgefährdung. Dies betraf Biozide mit einer hautsensibilisierenden Wirkung wenn sie bei der Anwendung mit der Haut in Kontakt kommen können, sowie die Anwendung von Bioziden in Form von Sprays. Für zehn der 20 näher untersuchten Wirkstoffe liegen Hinweise oder eindeutige
Belege für eine sensibilisierende Wirkung vor. Die Belastung über die Atemluft ließe sich bei etwa der Hälfte aller ausgewählten bioziden Wirkstoffe vernachlässigen, falls diese in flüssiger Form eingesetzt würden. Anders ist es bei Biozid-Sprays: Beim Sprühen bilden sich feine Tröpfchen,
die eingeatmet werden können. Bei Wischanwendungen mit Bioziden besteht diese Gefahr nicht, so dass keine hohen wirkungsrelevanten Konzentrationen in der Innenraumluft entstehen.
Die Forscherinnen und Forscher schätzten die Exposition gegenüber Bioziden – etwa auf Haut- oder
Schleimhäuten – auf Grundlage der für die Chemikalienbewertung eingesetzten Expositionsmodelle. Die Bewertung der Gesundheitsgefahren erfolgte auf der Grundlage der Daten über die Zusammensetzung der Produkte, ihrer Produktionsmengen und der toxischen Eigenschaften ihrer bioziden
Wirkstoffe. Besonderes Interesse galt hierbei Produkten, mit denen Kinder in Berührung kommen können, wie Zahnpasta, Farben, Reinigungs- oder Desinfektionsmittel.
Eine gründliche Analyse und systematische Ermittlung der Risiken durch Organophosphate in Innenräumen ist sinnvoll.
Geeignete Maßnahmen zur Verringerung des Risikos, das von diesen Stoffen ausgeht, werden in den nächsten Jahren im Zuge der Umsetzung der EG-Biozid-Richtlinie entwickelt.
Eine ausführliche Zusammenfassung der Ergebnisse des Forschungsprojektes „Gesundheitsrisiken biozidhaltiger
Produkte und Gegenstände des täglichen Bedarfs“ steht unter
http://www.apug.de/leben/produkte/biozidhaltige-produkte.htm zum Download bereit. Eine Zusammenfassung veröffentlicht zudem demnächst die Zeitschrift „internistische praxis“ unter der Rubrik „Medizin und Umwelt“.***
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7.8.2007
Dialog über das Umweltgesetzbuch erwünscht Erster Band der Reihe „Forum Umweltgesetzbuch“
erschienen
Die Bundesregierung will noch in dieser Wahlperiode den ersten Teil eines Umweltgesetzbuches (UGB) vorlegen. Das UGB soll das bislang zersplitterte Umweltrecht zusammenführen und vereinfachen. Das Bundesumweltministerium (BMU) und das Umweltbundesamt
(UBA) begleiten die Entstehung mit der neuen Veröffentlichungsreihe „Forum Umweltgesetzbuch“. In loser Folge werden hier Autorinnen und Autoren aus der Bundespolitik, den Ländern, der Wirtschaft, den Umweltverbänden sowie aus Wissenschaft, Justiz und Vollzugspraxis ihren Standpunkt zum
Umweltgesetzbuch veröffentlichen.
Ein umweltrechtliches Großprojekt wie das UGB kann nur im offenen und öffentlichen Dialog mit Fachleuten und Betroffenen erfolgreich sein. Ziel der Veröffentlichungsreihe soll vor allem sein, in der Diskussion über die Ziele, die Ausgestaltung und
die Grenzen eines Umweltgesetzbuchs Denkanstöße und Argumente zu liefern.
Der erste Band liefert einen ersten, guten Einstieg in das Thema „Umweltgesetzbuch“: Er dokumentiert auf 52 Seiten die Tagung „Herausforderung Umweltgesetzbuch“, die BMU und UBA im Februar 2007 veranstalteten.
Namhafte Teilnehmer aus Politik, Wissenschaft und Praxis diskutierten dort den Rahmen und die wesentlichen Inhalte des Umweltgesetzbuches.
Das „Forum Umweltgesetzbuch“ kann im Internet bestellt oder heruntergeladen werden unter
http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3297.pdf.
Mehr Informationen auch unter http://www.umweltgesetzbuch.de.
Anmerkung Scherrmann: Auf der pdf-Datei findet sich zwar auf S. 8 der Satz: "Umweltgesetze sorgen bei allen Beteiligten für Rechtssicherheit und Orientierung. Sie stellen sicher, dass Mensch und Umwelt wirksam
geschützt und Risiken entsprechend dem technischen Fortschritt begrenzt werden."
Doch auf den 55 Seiten taucht der Begriff "Mensch" nicht mehr und die Begriffe "krank", "Krankheit", "Gesundheit", "Kinder" überhaupt nicht auf. (Bezeichnenderweise der Begriff "Natur" 84-mal.) Es bleibt abzuwarten, ob die logische
Verknüpfung "Umwelt - menschliche Gesundheit - Gesetz" über den obigen Satz hinaus stattfinden wird.
- Ich denke, die "Umwelt- und Klimarettungsaktionen" können nicht wirklich effektiv sein,
- - da die Risikobewertungen häufig nicht industrieunabhängig vorgenommen werden,
- - da Einzelstoffbelastungen wenig mit unserer modernen Wirklichkeit zu tun haben,
- - da das Wissen über Zusammenhänge zwischen Schadstoffen und Krankheiten zu wenig verbreitet wird und als Folge von den BürgerInnen zu wenig wahrgenommen werden kann.
Ich denke, wenn den Bürger und Bürgerinnen die Zusammenhänge klarer wären, würden sie mehr Eigenverantwortung im Bereich Klimaschutz und Schadstoffminimierung wahrnehmen. Dann und nur dann könnten Mensch, Umwelt und Klima tatsächlich besser geschützt
werden.
=================================================== Ende des newsletter/d/110 Alle Angaben ohne Gewähr. Alle Informationen in diesem Newsletter wurden sorgfältig recherchiert. Dennoch kann keine Haftung für die Richtigkeit der gemachten Angaben übernommen werden.
Wenn Sie den newsletter/deutsch nicht mehr erhalten wollen, mailen Sie bitte "Unsubscribe newsletter/deutsch" in der Betreffszeile an
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Ingrid Scherrmann Fuchsfeldstr. 50, D-88416 Ochsenhausen, phone: ( + 49 ) 7352 940529 email:
Scherrmann@safer-world.org ,
info@safer-world.org , web:
http://www.safer-world.org SAFER WORLD ist ein privates unabhängiges internationales
Internet-Informations-Netzwerk für eine gesündere Umwelt
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