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119-17.01.2009

 

 

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SAFER WORLD   -  Newsletter – 119 – 17.01.2009
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Diesen newsletter als pdf-datei: http://www.safer-world.org/d/newsletter/2009/119.pdf
 
CHEMIKALIEN - AMALGAM
 
Wissenschaftlicher Kommentar von Prof. Harald Walach zur Münchner Amalgamstudie (GAT):  Walach H.
Amalgam raus oder mehr Entspannungsübungen?
Forsch Komplementmed 2008;15:7 (DOI:10.1159/000158575)
Im Internet unter :
http://content.karger.com/ProdukteDB/produkte.asp?Aktion=ShowPDF&ArtikelNr=158575&Ausgabe=241142&ProduktNr=224242&filename=158575.pdf 
 
Der Artikel steht auf den letzten drei Seiten
 
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Pressemitteilung zum Forschungsprojekt "Amalgam"
Pressemitteilung von: European Academy for Environmental Medicine 
PR Agentur: Umweltrundschau
http://www.openpr.de/news/264114/Pressemitteilung-zum-Forschungsprojekt-Amalgam.html  
 
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CHEMIKALIEN - PAK
 
08.12.2008
TV- REPORT-Muenchen
Inhalt Krebsgefahr durch Gummiprodukte
Experten warnen vor dem Schadstoff PAK
Hinter der Abkürzung PAK verbergen sich polycyclische, aromatische Kohlenwasserstoffe. Zahlreiche PAK sind krebserzeugend; schädigen das Immunsystem, die Leber wie auch das Erbgut. Aus diesem Grund sollten Hersteller darauf achten, dass in Produkten wie Gummigriffe, Radschläuche oder Schuhe keine PAK-Anteile befinden. Report MÜNCHEN machte den PAK-Test mit erschütternden Ergebnissen.
http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-pak-gummi-ID1228750695812.xml   
 
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CHEMIKALIEN - PESTIZIDE - neue EU-Pestizidpolitik
 
13.01.2009
Europa-Parlament: Plenarsitzung vom 13. Januar 2009 in Straßburg
EP verabschiedet neue EU-Pestizidpolitik
Das Europäische Parlament hat die neue EU-Pestizidpolitik verabschiedet. Das Paket besteht aus einer Verordnung zur Produktion und Zulassung von Pestiziden und einer Richtlinie zu deren nachhaltigem Einsatz. Gefährliche Stoffe werden verboten. Empfindliche Gebiete wie Spielplätze oder Parks werden besser geschützt, ebenso die aquatische Umwelt und die Trinkwasservorräte. Das Risiko beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln soll minimiert und das Suchen nach Alternativen gefördert werden. Mehr unter
http://www.europarl.de/presse/pressemitteilungen/quartal2009_1/PM_090113_1a
 
13.01.2009
Kommentar von GREENPEACE:
Neues EU-Pestizidrecht schuetzt Verbraucher nicht ausreichend
Das EU-Parlament hat über ein neues Pestizidrecht abgestimmt. Von den rund 400 in der EU erlaubten giftigen Wirkstoffen sollen nur 22 vom Markt verschwinden. Pestizide, die Krebs auslösen, die Fortpflanzung beeinträchtigen oder das Erbgut schädigen, sollen künftig nicht mehr zugelassen werden. Großzügige Ausnahmeregelungen machen den Einsatz aber noch weitere fünf Jahre möglich.
Ausgenommen vom Zulassungsstopp sind hormonell wirksame (endokrine) oder das Immunsystem schädigende Pestizide. Produkte, die Nervengifte oder Bienengifte enthalten, fallen ebenfalls nicht unter die Regelung.
 
"Das neue EU-Pestizidrecht ist kein großer Wurf", so der Chemieexperte von Greenpeace Manfred Krautter. "Der Gift-Lobby ist es gelungen, die guten Ansätze des EU-Parlamentes zum Schutz der Umwelt und der Verbraucher auszuhöhlen. Die Mitgliedsstaaten, darunter Deutschland, haben sich bei den Verhandlungen eher auf die Seite der Agroindustrie gestellt, die keine Beschränkungen ihrer Vermarktungsmöglichkeiten hinnehmen wollte.". Immerhin werden alle EU-Mitgliedsländer verpflichtet, künftig Aktionspläne zur Reduktion des Pestizideinsatzes aufzustellen.
 
Das neue EU-Pestizidrecht reicht nicht aus, um Verbraucher und Umwelt ausreichend zu schützen. Gefragt sind jetzt Lebensmittelproduzenten und -händler. Sie müssen selbst dafür sorgen, dass der Einsatz und die Rückstände von Pestiziden minimiert werden. Besonders gefährliche Pestizide, wie sie in der Schwarzen Liste der Pestizide von Greenpeace verzeichnet sind, müssen jetzt freiwillig ersetzt werden. EDEKA hat als erste deutsche Supermarktkette dafür bereits ein Zeichen gesetzt: Der Konzern verabschiedete kürzlich eine eigene Schwarze Pestizidliste, die deutlich weiter geht als die der EU. http://www.greenpeace.de/themen/chemie/nachrichten/artikel/neues_eu_pestizidrecht_schuetzt_verbraucher_nicht_ausreichend/
 
Handelskette (EDEKA) fordert von Lieferanten Vermeidung gefährlicher Spritzmittel
http://www.greenpeace.de/themen/chemie/nachrichten/artikel/rote_pestizidliste_bei_edeka/   
 
*
 
14.01.09
Reaktion der Industrie:
Wo ist die Liste? / Kollektive Suche nach 22 Wirkstoffen, die Brüssel "verbieten" will
 Frankfurt/Main (ots) - Alle Medien haben es gemeldet: 22  "besonders gefährliche" Pestizid-Wirkstoffe sollen "verboten" werden, nachdem gestern die neue Pflanzenschutz-Verordnung beschlossen wurde. Jetzt wollen alle Betroffenen wissen, um welche Substanzen - und  Mittel - es sich dabei handelt. Zum Beispiel die Landwirte, die sich  überlegen, welche ihrer Kulturen es trifft. Die  Pflanzenschutz-Berater, die ihre Empfehlungen aktualisieren wollen.  Der Handel, der die Bestellungen für die nächste Saison plant. Die  Labore der Rückstandskontrolle, die sich bereits auf einen Berg  zusätzlicher Analysen einstellen. Nicht zuletzt die Pflanzenschutz-Industrie.
 
   Alle wollen "die Liste". Wer hat sie? Es gibt sie nicht. Es gibt  einschlägige Äußerungen der Berichterstatterin zur  Zulassungs-Novelle. Es gibt Abschätzungen aus den Mitgliedstaaten zu  den Folgen der neuen Verordnung. Aber es gibt keine Liste und auch  keine Verbote. Es gibt nur neue Vorschriften für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln. Ab 2011 werden sie angewandt. Mancher heute  zugelassene Wirkstoff wird dann keine erneute Zulassung bekommen.  Bestehende Zulassungen bleiben unberührt. Gegebenenfalls bis 2018.
 
   Der Industrieverband Agrar e. V. mit Sitz in Frankfurt am Main ist der Zusammenschluss von Unternehmen der agrarchemischen und
agrarbiologischen Industrie in Deutschland. Zu den Geschäftsfeldern  der 46 Mitgliedsunternehmen gehören Pflanzenschutz,  Pflanzenernährung, Schädlingsbekämpfung und Biotechnologie.
Originaltext:         Industrieverband Agrar e.V.
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/16070
www.iva.de    
 
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CHEMIKALIEN - Radon
 
In Europa bedingt Radon acht Prozent der Todesfälle durch Bronchial-Ca
In den Ländern der Europäischen Union gehen acht Prozent der Todesfälle durch Lungenkrebs auf erhöhte Radonkonzentrationen in Wohnräumen zurück. Jährlich sterben dadurch in der EU 18 000 Menschen.  Mehr unter http://www.aerztezeitung.de/nel/?sid=527399&rub=atemwegskrankheiten&c=1   
                       
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CHEMIKALIEN -TABAK
 
05.01.2009
Mediziner warnen vor "Rauch aus dritter Hand"  
Während in Österreich der Nichtraucherschutz zum Jahreswechsel verstärkt wurde, warnen US-Mediziner vor den Gefahren des "Thirdhand Smoke". Gemeint sind damit Rauchüberreste in Haar, Kleidung und Wohnung. …
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,druck-599431,00.html  
 
Original:
http://science.orf.at/science/news/153960 
http://pediatrics.aappublications.org/cgi/content/abstract/123/1/e74 
 
Anmerkung Scherrmann:
Eigentlich ist es klar,  MCS-Kranke wissen und spueren dies schon laengst.
Das Problem besteht nicht nur bei Rauch auch bei Duft- und Riechstoffen. Aber auch hier muessen wir wahrscheinlich noch zig Jahre warten, bis eine Studie unsere Erfahrungen bestaetigt.
 
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ELEKTRO-MAGNETISCHE STRAHLUNG
 
Von www.diagnose-funk.org   :
 
16.01.2008
EU fordert Grenzwertanpassung:
Frankreich handelt und setzt Kinderschutz um
Die Umwelt- und Verbraucherorganisation Diagnose-Funk fordert aktiven Kinder- und Jugendschutz, sowie Senkung der Grenzwerte. Skandalöse Untätigkeit der internationalen Behörden, sowie Verharmlosungen durch die Industrie werden durch die Entwicklung in Frankreich blossgestellt!
http://www.diagnose-funk.org/downloads/2009114dfpmfrankreichhandelt.pdf
 
13. 01. 2009
Frankreich handelt: Keine Handys für Kinder!
Nachdem schon Lyon eine Kampagne gegen Handynutzung unter 12 Jahren gestartet hatte, hat nun gemäss verschiedenen Presseberichten der französische Umweltminister Jean-Louis Borloo ein Gesetz präsentiert...
http://www.diagnose-funk.org/politik/033ea29935078f601/033ea29b920d88f01.html  
 
9. 01. 2009
Durch die Umstellung des Rundfunks von analog auf digital sind etliche Frequenzen freigeworden. Um diese Digitale Divende bemühen sich schon seit einiger Zeit die Mobilfunk-Netzbetreiber. E-Plus hat...
http://www.medien.diagnose-funk.org/033ea29b760e67101/033ea29b760e75804/033ea29b8e0d25c05.html  
 
7. 01. 2009
TV Report: Forscher warnen vor EU-Glühlampenverbot
Die Europäische Kommission will 2009 die Glühbirne aus allen europäischen Haushalten verbannen. Mit dem Verbot der Glühbirne soll ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden. Stimmt das? Klimaschützer und Mediziner ueben immer heftigere Kritik an dem Verbot. ...
Infos zum Gluehlampenverbot unter http://www.diagnose-funk.ch/technik/033ea299970ae8001/033ea29b8b0936601.html
 
7. 01. 2009
DECT-Telefonate sind leicht abhörbar
Telefonate über DECT sind leicht abzuhören. Wie, das erklärte eine Gruppe von Hackern auf dem 25C3. In den meisten Fällen wird auf eine Verschlüsselung ohnehin verzichtet, aber selbst der in DECT verwendeten...
http://www.medien.diagnose-funk.org/033ea29b760e67101/033ea29b760e75804/033ea29b8c0878511.html  
 
(zum Gluehlampenverbot: siehe auch unter BUNDESTAG )
 
22. 12. 2008
Bundesnetzagentur legt nun Daten offen
Erzwungenes Weihnachtsgeschenk der Bundesnetzagentur an alle Mobilfunkkritiker in Deutschland: alle bei der Bundesnetzagentur vorhandenen Senderdaten werden auf Antrag herausgegeben Netzwerk der mobilfunkkritischen... http://www.diagnose-funk.org/politik/033ea2996f06fe007/033ea29b7c1491714.html  
 
20. 12. 2008
Revision der CH-Strahlenschutz-Verordnung
Nachdem der Bundesrat die NISV am 1. Februar 2000 in Kraft gesetzt hatte, zeigte sich Präzisierungsbedarf beim Ausdruck des "engen räumlichen Zusammenhangs" von Antennen-Anlagen. Ende Juni 2002 hat das...
http://www.diagnose-funk.org/politik/033ea2996e0efde18/033ea29b7a0b8d501.html 
 
14.12.2008
Als drittes Heft der Reihe Wirkungen des Mobil- und Kommunikationsfunks ist Anfang Dezember 2008 die Schrift
Wie empfindlich reagieren die Gene auf Mobilfunkstrahlung? Stand der Forschung – Entwarnungen und Intrigen – Vorschlag zur Selbsthilfe erschienen.
Sie belegt, auf wie breiter internationaler Grundlage DNA- und Chromosomenschäden als Folge der Mobilfunkstrahlung erwiesen sind und wie viel dafür spricht, die UMTS-Strahlung als besonders schädlich einzustufen.
http://www.diagnose-funk.org/gesundheit/00000097f40ae101b/033ea29b6a060fc01.html 
 
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GRUENE GENTECHNIK
 
17.12.2008
Von BUND:
Unrealistische Heilsversprechen über Gentech-Wunderpflanzen.
BUND-Studie belegt: Hauptinteresse an Gentechnik kommt aus agrochemischer Industrie Die *Studie "Die Heilsversprechen der Gentechnikindustrie - ein Realitäts-Check"  finden Sie im Internet unter: http://www.bund.net/fileadmin/bundnet/publikationen/gentechnik/20081200_gentechnik_gentechnik_studie_heilsversprechen.pdf      
 
8.01. 2008
US-Agrarkonzern Monsanto fährt Rekordgewinne ein
Washington – Der US-Agrarkonzern Monsanto, Spezialist für genverändertes Saatgut und für Düngemittel, trotzt der Wirtschaftskrise und fährt Rekordgewinne ein. In den Monaten September bis November 2008, dem ersten Quartal des laufenden … http://www.aerzteblatt.de/v4/news/letterlink.asp?m=htm&id=29048 
 
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INTERNET
 
Start von SPIEGELblog
der erste Blog, der sich gezielt kritisch mit  Deutschlands führendem Nachrichtenmagazin auseinandersetzt:
2.01.2009: Der SPIEGEL diffamiert mobilfunkkritische Forscher mit unbewiesenen Infos als Fälscher - und beruft sich dabei auf Personen, die der Telekomindustrie nahe stehen
 
28.12.2008 SPIEGEL-Beitrag “Freispruch für Gen-Baumwolle” liest sich wie eine Pressemitteilung von Monsanto
www.spiegelblog.info 
 
Anmerkung Scherrmann:
Thorsten Engelbrecht (Autor des Buches "Virus-Wahn"  http://www.torstenengelbrecht.com/de/buch_viruswahn.html  )
analysiert in seiner gewohnt analytischen und kompetenten Art im SPIEGEL-blog SPIEGEL-Artikel.  Die Blog-beitraege sind - wie ueblich bei Blogs - sehr unterschiedlich.
 
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KRANKHEIT - ADHS
 
aus der Zeitschrift umg 4/2008: :
Ulf Sauerbrey
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitsstoerung (ADHS) durch Umweltgifte
Die haeufigsten chemischen Belastungen von Kindern sind Umweltgifte und lebensstilbedingte Noxen. Eine Exposition beginnt bereits vor der Geburt. Mitunter koennen diese Belastungen langfristig weitaus staeker auf die kindliche Entwicklung wirken, als bisher angenommen. Die Situation von Kindern in Bezug auf Umweltgifte wird vor dem Hintergrund der Aufmerksamkeitsdefizit- /Hyperaktivitaetssstoerung (ADHS) diskutiert. Neue Studien zu Tabakrauch, Blei, PCBs, Pestiziden, Quecksilber und Mangan verdichten die Hinweise auf neurotoxische Schaedigungen, deren Symptomatik starke Aehnlichkeiten zur kindlichen ADHS aufzeigt. Neurotoxine muessen zukuenftig weitaus staerker als Risikofaktor berueksichtigt werden. Es zeigt sich zudem, dass interdisziplinaere Arbeit fuer eine Kinderumwelt und damit ein Erziehungsfeld ohne Neurotoxine notwendig ist. Die Erziehungswissenschaft muss sich an der Diskussion beteiligen, da sozialpaedagogische Massnahmen nach gegenwaertigem Kenntnisstand nur einen Teil der Intervention bei Verhaltensauffaeligkeiten  im Kindes- und Jugendalter darstellen. Praevention kommt eine besondere Rolle zu, da paedagogische Rahmenbedingungen, Arrangements und Settings, in denen Kinder sich entwickeln koennen, ein gesundheitlich unbedenkliches Umfeld in die paedagogische Planung integrieren muessen.
 
Den ganzen Artikel als pdf-file aus der umg finden Sie mit freundlicher Genehmigung der umg unter http://www.safer-world.org/d/krank/adhs.htm   
Weitere Informationen zu "Kindheit und Umwelt" finden  Sie auf Ulf Sauerbreys web unter http://www.kindheit-und-umwelt.de.tl/ 
Website der Zeitschrift umwelt-medizin-Gesellschaft (umg): www.umwelt-medizin-gesellschaft.de   
 
Anmerkung Scherrmann:
Ich finde diesen Artikel auesserst wichtig. Endlich beschaeftigt sich ein deutscher Wissenschaftler mit diesem Problem. Ich hoffe, dieser Artikel und Ulf Sauerbreys Website finden weite Verbreitung nicht nur bei den Eltern sondern auch bei den Psychologen, Psychiatern, Neurologen, Hausaerzten, ...
 
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KRANKHEIT - FIBROMYALGIE
 
10.01.09
Fibromyalgie im Gehirn sichtbar - Blutfluss ist im Kernspin gegenüber Gesunden verändert
Bei Fibromyalgie-Patienten ist die Schmerzverarbeitung im Gehirn gestört. Diese Annahme konnten Forscher aus Marseille (Frankreich) mit Hilfe der Tomografie unterstützen, berichtet die "Apotheken Umschau". Sie maßen mit dem Verfahren die Durchblutung von Hirnregionen, die für die Schmerzwahrnehmung zuständig sind. Der Blutfluss wich bei Fibromyalgie-Patienten gegenüber Gesunden ab, und zwar umso so stärker, je ausgeprägter die Krankheitssymptome waren. Fibromyalgie wird oft als "Weichteilrheumatismus" bezeichnet. Doch eine Entzündung wie bei Rheuma fehlt.
 
Aus:   Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 1/2009 Originaltext:: Wort und Bild - Apotheken Umschau
Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/52678 
www.gesundheitpro.de 
www.wortundbildverlag.de  
 
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KRANKHEIT -  UMWELTMEDIZIN
 
Klinische Umweltmedizin
Artikel von Frau Prof. Herr ed. Al. im DAEB.  Dtsch Arztebl 2008; 105(30): 523-10000 DOI: 10.3238/arztebl.2008.0523
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikeldruck.asp?id=60994
 
Anmerkung Scherrmann:
Wie die Meinung der Aerzteschaft und Wissenschaftler beeinflusst wird, zeigt dieser Artikel deutlich. Die Gegendarstellungen dazu wurden im DAEB nicht veroeffentlicht.
 
Die Gegendarstellungen wurden in der umg ( www.umwelt-medizin-gesellschaft.de  )  als Einhefter veroeffentlicht.
 
Aus der umg 4/2008
Die Umweltmedizin ist tot. Lang lebe die Umweltmedizin!
Praktizierende Umweltmediziner zeigen kein Verständnis für wenig differenzierten Artikel im Deutschen Ärzteblatt. 
An dieser Stelle sind verschiedene Stellungnahmen langjährig praktizierender Ärzte aus dem Fachbereich Kurative und Präventive Umweltmedizin dokumentiert, darunter Vorstandsmitglieder des Deutschen Berufsverbandes der Umweltmediziner (dbu), die Stellung beziehen zur Publikation einer umfangreichen Arbeit zum Thema Umweltmedizin in Deutschland im „Deutschen Ärzteblatt“ (HERR et al. 2008). Es wurde dabei der Eindruck erweckt, dass diese Arbeit die allgemeingültige Position zur Umweltmedizin in Deutschland sei. Parallele Publikation im Internet in englisch und eine laienverständliche Version in der „Apothekenumschau“ sollten diesen Eindruck verstärken.
 
Im Internet unter: http://www.safer-world.org/d/krank/MCS/gegendarstellung.htm  
Und/oder unter: http://www.safer-world.org/d/krank/MCS/umg-4.08-Einhefter.pdf
 
Dank an die Zeitschrift Umwelt-Medizin-Gesellschaft (umg) http://www.umwelt-medizin-gesellschaft.de/  den  Artikel auf www.safer-world.org  veroeffentlichen zu koennen.
 
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Studie: Internet-Erhebung zu umweltbezogenen Befindlichkeitsstörungen und Allergien in der Allgemeinbevölkerung
PD Dr. Josef Bailer & Michael Witthöft, Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, J5, 68159 Mannheim
Fragebogen im Internet unter http://www.psychologie.uni-mannheim.de/psycho2/leute/wilhelm/umwelt_mw.php3  
 
Anmerkung Scherrmann:
Nach der Lektuere des Fragebogens und Veroeffentlichungen von Dr. Bailer kann ich nicht empfehlen, diesen Fragebogen auszufuellen. Wenn Sie mehr ueber meine Gruende wissen wollen, mailen Sie mich bitte an  (Scherrmann@safer-world.org ).
 
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POLITIK
 
5.12.2008
Konferenz am EU-Parlament in Strassbourg
Environment and Health: Indoor Pollution and Multi System Illnesses
Schlussstatement von Ingrid Scherrmann
 
HANDELN IST NOTWENDIG
Der heutige Mensch ist einer wachsenden Vielfalt an Umweltbelastungen
ausgesetzt. Es gibt zunehmend Belege, dass viele von Ihnen bei der Entstehung
von Krankheiten maßgeblich beteiligt sind. Schadstoffinduzierte Krankheiten
nehmen stark zu. Daraus resultiert: Zunahme an Leid und Verringerung an
Lebensqualität. Die Gesundheitssysteme sind nicht mehr finanzierbar. Der
heutige Kenntnisstand ist ausreichend, um politisches Handeln zu rechtfertigen
und zwingend zu fordern. Oberstes Ziel: Weltweite effektive Prävention im Sinne
einer umfassenden Schadstoffvermeidung. Das Wohlergehen der heutigen und
zukünftigen Generationen steht auf dem Spiel.
Die Politik muss die gesetzlichen Rahmenbedingungen für diese Prävention
schaffen:
 
1) Die Politik muss sich unvoreingenommen öffnen für die Fülle an vorhandenem
Wissen über die Wirkungen von Schadstoffen. Nur unter Einbeziehung dieser
Kenntnisse, gepaart mit dem politischen Willen, gelingt eine ausreichend
umfassende gesetzliche Regelung für effektive Schadstoffvermeidung,
effektiven Umweltschutz und effektiven Gesundheitsschutz.
 
2) Expertenwissen ist die Basis für politisches Handeln. Deshalb müssen die
politisch Verantwortlichen ihr Wissen über Zusammenhänge zwischen
Schadstoff und Krankheit von Industrie-unabhängigen Experten bekommen.
 
3) Umweltschutz und Menschenschutz müssen als Einheit gesehen und als
zentrale Aufgabe betrachtet werden! Dieses Verständnis muss in der
politischen Umsetzung klar zum Ausdruck kommen. Ein wirksames politisches
Handeln muss ressort- übergreifend erfolgen. Für die Kompetenzbündelung
ist die Schaffung eines starken Ressorts notwendig.
 
4) In die Beforschung der Rolle von Schadstoffen beim Krankheitsgeschehen
durch Industrie-unabhängige Wissenschaftler muss mehr Geld investiert
werden.
 
5) Das Wissen über die gesundheitsschädigenden Wirkungen von Schadstoffen
muss systematisch erfasst und sichtbar gemacht werden
 
6) Die derzeitige Grenzwertpolitik entspricht nicht mehr dem heutigen
Kenntnisstand. Bei der Risikobewertung wird überwiegend das Risiko
einzelner Schadstoffe bewertet, nicht jedoch das gesundheitsschädigende
Potential von komplexen, oft extrem synergistisch wirkenden
Schadstoffgemischen. Die Politik muss die Gesetze an diese Erkenntnisse
anpassen.
 
7) Die Politik ist gefordert, Transparenz zu schaffen und zu informieren. Die
Bürgerinnen und Bürger lassen sich nur zu einem verantwortungsvollen
Konsumverhalten und einem gesünderen Lebensstil bewegen, wenn sie über
die gesundheitliche Brisanz der schon vorhandenen Erkenntnisse aufgeklärt
werden.
 
8) Die Politik ist gefordert, schadstoffbedingte Gesundheitsschädigungen nicht zu
verharmlosen oder gar zu psychiatrisieren und jedem entsprechenden
Versuch vehement entgegen zu treten und ihn zu ahnden.
 
9) Die politischen Richtlinien müssen garantieren, dass die Erkenntnisse über
Schadstoffbedingte Erkrankungen und die Möglichkeiten sie zu vermeiden,
ihren Niederschlag im Klinik- und Praxisalltag der Mediziner finden.
 
10) Die Politik ist aufgefordert, in der Medizin und in der Gesellschaft einen
breiten Konsens und Anreize zu schaffen für eine Umkehr: weg von einer
"Reparationsmedizin" zu einer „Präventionsmedizin“ - im Sinne einer
Anleitung zur Schadstoffreduktion.
 
Im Internet:
als pdf-datei: www.safer-world.org/d/Forderungen.pdf  
als html-datei: www.safer-world.org/d/Scherrmann/skript/forderungen.htm 
 
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RECHT
 
Informationen und Formulare zum Herunterladen 
(z.B. die „Patientenverfügung“ oder „e-card? Nein Danke! Wichtige Informationen für alle Patienten“) unter: http://www.stoppt-die-e-card.de 
 
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Chemikalien und Gefahrstoffe
91/414/EWG – RL Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln
www.UMWELTdigital.de/67470 
www.UMWELTdigital.de/67470 
(die Infos sind kostenpflichtig)
 
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TERMINE
 
Konferenz von BMU und VCI zu den "Möglichkeiten
und Grenzen von Human-Biomonitoring für Politik und Gesellschaft". Die Veranstaltung findet am 27. Januar 2009 im BMU in Bonn
statt. Infos gibt es auf dem Flyer, der unter folgender Adresse bezogen werden kann:
www.vci.de/Service/disp/showDPImage.ashx?dl=1&imgdoknr=124251 
 
Anmerkung Scherrmann:
Referenten sind u. a. Prof. Angerer, Prof. Hornbach, Dr. Nasterlak. Frau Cameron
Es braucht keine hellseherischen Faehigkeiten, um vorherzusagen, dass bei dieser Konferenz die Weichen fuer die zukuenftige Politik bei der
Beurteilung von Schadstoffinduzierten Krankheiten gestellt werden.
 
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ZEITSCHRIFT
 
Umwelt-Medizin-Gesellschaft
21. Jahrgang, Ausgabe 4/2008, S. 273-360
Schwerpunkt: Multiple Chemical Sensitivity (MCS) – Aktueller Stand
 
Inhalt u.a.:
Anke Bauer, Eberhard Schwarz, F. Oliver Hauf, Christoph Mai: Multiple Chemical Sensitivity / MCS: Ein Update
Eckart Schnakenberg, Karl-Rainer Fabig, Martin Stanulla, Nils Strobl,Michael Lustig, Nathalie Fabig, Werner Schloot: Eine Querschnittsstudie zur selbstberichteten Chemikalienempfindlichkeit im Zusammenhang mit Genvarianten Fremdstoff metabolisierender Enzyme
Kurt Mueller, Eckart Schnakenberg: Die Bedeutung der Glukuronidierung bei umweltmedizinischen Erkrankungen am Beispiel der UDP-Glukuronosyltransgferase 1A1
Helmuth Mueller-Mohnssen: Zur Unterscheidung zwischen Multipler Chemikalien–Sensitivität (MCS) und erworbener Chemikalienintoleranz (AIC) – am Beispiel der Insektizidintoxikation
Gwynne Lyons: Wird die neue EU-Chemikaliengesetzgebung den Erwartungen für die öffentliche Gesundheit gerecht?
Ulf Sauerbrey: Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) durch Umwelt
BUND und BÖLW: Nulltoleranz für nicht zugelassene gentechnisch veränderte Organismen (GVO) beibehalten
Tagungsberichte:
Jochen Fischer: Entgiftung und Prävention – gewusst wie (19.7.2008, Nürnberg)
Rainer Frentzel-Beyme, Erik Petersen: Umweltmedizin: Evidenz – Kontroverse - Konsequenz (28.9.2008, Berlin)
Hans-Ulrich Hill, Walter Wortberg: Belastete Umwelt – gesunde Menschen ? (26 – 28.9.2008, Schwerte)
Peter Wallner, Hanns Moshammer: Dichtes Programm in Graz (1.-4.10.2008, Graz, Österreich)
Erik Petersen: Umweltmedizin im Focus der klinischen Praxis (3./4.10.2008, Berlin)
Wilhelm Krahn-Zembol: Rechtsprechung und Rechtsentwicklung
Deutscher Berufsverband der Umweltmediziner (dbu): Die Umweltmedizin ist tot. Lang lebe die Umweltmedizin
umwelt-medizin-gesellschaft
Erscheint vierteljährig; Umfang je Ausgabe ca. 80 S., Einzelpreis: € 10,- incl. MwSt. zzgl. Versand.
Abonnement: € 38,-, Ausland € 45,- incl. MwSt. und Versand.
Bestellungen und Probehefte: Umwelt – Medizin – Gesellschaft, Frielinger Str. 31, D – 28215 Bremen
E-Mail: info@umg-verlag.de Internet: http://www.umwelt-medizin-gesellschaft.de 
 
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POLTIK - BEHOERDEN 
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BUNDESTAG
 
8.01.2009
Über das EU-Verbot von Glühbirnen informieren
Wirtschaft und Technologie/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/MIK) Das EU-Verbot von Glühbirnen und die Öko-Bilanz von Energiesparlampen sind Thema einer Kleinen Anfrage (16/11471 http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/114/1611471.pdf ) der FDP-Fraktion. Danach will die Europäische Kommission schrittweise die Verwendung von Glühlampen verbieten. Nach dem EU-Beschluss sollen ab September 2009 Glühlampen mit mehr als 100 Watt aus dem Handel genommen werden, schreibt die Fraktion. Anfang 2010 sollen solche mit mehr als 40 Watt und zwei Jahre später auch schwächere Lampen folgen. Von dem Verbot und einem Ersatz sogenannter Energiesparlampen erhoffe sich die EU-Kommission eine Verringerung des Strombedarfs zu Beleuchtungszwecken, was zu einer jährlichen Einsparung von 23 Millionen Tonnen Treibhausgas führen soll, heißt es in der Kleinen Anfrage. Die FDP will nun von der Bundesregierung wissen, ob sie den "Ausstiegsbeschluss" aus der Glühbirne mittrage und welche Erkenntnisse ihr zur Ökobilanz von Energiesparlampen im Vergleich zu Glühbirnen vorlägen.
 
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05.01.2009
Moratorium für Einsatz von Munition mit abgereichertem Uran verhängen
Auswärtiges/Antrag
Berlin: (hib/BOB) Die Bundesregierung soll sich international für ein Moratorium für die Verwendung von Waffen mit abgereichertem Uran einsetzen. In einem Antrag (16/11439 http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2009/2009_001/04.html ) betont die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, der Einsatz von derartiger Munition führe aufgrund der ungeklärten Folgen für Mensch und Umwelt immer wieder zu Verunsicherungen und Spekulationen. Er setzte darüber hinaus Soldaten und Zivilisten einer nicht auszuschließenden Gesundheitsgefahr aus. Beim Einsatz von Munition aus abgereicherten Uran entstünden an und in den Zielen giftige Stäube, die bei ungeschützten Personen Schäden hervorrufen könnten. Abgereichertes Uran sei ein nur leicht radioaktives, aber stark giftiges Schwermetall. Wenn es vom Körper in größeren Mengen aufgenommen werde, könne es Schädigung, besonders der Nieren, der Knochen und des Blutes, hervorrufen. Viele Staaten - auch Deutschland - verzichteten bewusst auf die Verwendung derartiger Munition. Der Bundestag solle die Regierung auffordern, über ihre Erkenntnisse bezüglich der jüngsten wissenschaftlichen Forschungen zu berichten, fordern die Grünen.
 
12.12.08
Tätigkeit der Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern näher beleuchten
Umwelt/Kleine Anfrage
Berlin: (hib/BOB) Die Tätigkeit der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbh (DBE) ist Gegenstand einer Kleinen Anfrage (16/11121 http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2008/2008_339/04.html ) der Grünen. Die Gesellschaft betreibe im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) die Endlager für Atommüll in Deutschland. Während die DBE zunächst in Bundeseigentum gestanden habe, sei sie nunmehr ein privatrechtliches Unternehmen. Haupteigentümer des DBE sei die Gesellschaft für Nuklearservice mbH, die wiederum hauptsächlich den Energieversorgungsunternehmen und Kernkraftwerksbetreibern EON, RWE und Vattenfall Europe gehörten. Zwei Drittel des Haushaltes der BfS flössen laut einem Magazinbericht an die DBE. Die Zusammenarbeit zwischen BfS und der DBE erfolge auf der Grundlage mehrerer Verträge, insbesondere auf einem mehrfach geänderten Kooperationsvertrag, so die Grünen.
 
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Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)
 
29.12.2008
Neue EU-Spielzeugrichtlinie schützt die Gesundheit von Kindern nicht ausreichend
 
BfR empfiehlt Nachbesserungen zur Sicherheit und Ungiftigkeit von Spielzeug
Die Regelungen zur chemischen Sicherheit von Spielzeug, wie sie mit der neuen EU-Spielzeugrichtlinie im Dezember 2008 verabschiedet wurden, sind unzureichend und führen teils sogar zu einer Verschlechterung des Verbraucherschutzes. Zu diesem Schluss kommt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Da Kinder wesentlich empfindlicher gegenüber chemischen Stoffen sind als Erwachsene, brauchen wir auch besonders hohe Anforderungen an die Ungiftigkeit von Spielzeug“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Besonders kritisch sieht das BfR die neuen Grenzwerte für Schwermetalle in Kinderspielzeug. So darf sich aus Spielzeug künftig sogar mehr Blei lösen als nach der bisherigen Regelung. Auch vor Duftstoffen und Nickel, die Allergien auslösen können, werden Kinder durch die neue Richtlinie nicht ausreichend geschützt.
 
Vor allem kleinere Kinder nehmen Spielzeug täglich mehrere Stunden in die Hand und auch in den Mund. Dabei können sich chemische Stoffe aus dem Spielzeug lösen und in ihre Körper gelangen. Die Hersteller von Kinderspielzeug müssen dafür sorgen, dass diese Stoffe die Gesundheit von Kindern nicht schädigen. Sie müssen sich nach der europäischen Spielzeugrichtlinie, deren Neufassung am 18. Dezember 2008 verabschiedet worden ist, richten. Nach Einschätzung des BfR reichen die Regelungen der Richtlinie aber nicht aus, um Kinder vor Gesundheitsrisiken durch chemische Substanzen zu schützen.
 
So sieht das Regelwerk zwar vor, dass so genannte CMR-Stoffe - das sind chemische Substanzen, die Krebs erzeugen, das Erbgut verändern oder die Fortpflanzung beeinträchtigen können - in Spielzeug nicht verwendet werden dürfen. Andererseits sollen künftig die Grenzwerte des Chemikalienrechts auch für Spielzeug gelten. Danach darf Spielzeug wiederum diese CMR-Stoffe in Mengen von bis zu 0,1 Prozent (1 g/kg Spielzeugmaterial) enthalten. Dem gesundheitlichen Verbraucherschutz für Kinder genügt dies nicht. Deswegen muss nach Ansicht des BfR alles Spielzeug, das aufgrund seiner Größe in den Mund genommen werden kann, genauso streng beurteilt werden wie Materialien in Kontakt mit Lebensmitteln. Danach darf die Freisetzung von CMR-Stoffen analytisch nicht nachweisbar sein. Dies ist nach der neuen Regelung nur für Spielzeug für Kinder unter 36 Monaten vorgesehen.
 
Auch über die Haut können viele Substanzen aufgenommen werden. Das können CMR-Stoffe, Biozide oder Allergene sein. Dies ist besonders zu berücksichtigen bei Spielzeug, das längeren und intensiven Hautkontakt hat, wie Fingermalfarben oder Knetmassen. Regelungen hierzu fehlen in der Richtlinie. Dabei bietet aus Sicht des BfR eine Orientierung am Kosmetikrecht eine gute Möglichkeit, diese Lücke zu schließen.
 
Die Entwicklung von Allergien kann nur verhindert werden, wenn der Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen so weit wie möglich reduziert wird. Die neue Spielzeugrichtlinie enthält zwar eine Liste von 55 verbotenen allergenen Substanzen. De facto wird dieses Verwendungsverbot durch die Einführung eines Grenzwertes von 0,01 Prozent (100 ppm = 100 mg/kg) für zulässige Spurengehalte aber zum Teil wieder aufgehoben.
 
Der häufigste Auslöser von Kontaktallergien der Haut ist Nickel. Für Produkte mit längerem Hautkontakt, wie Schmuck oder Knöpfe, gibt es deshalb einen Nickel-Grenzwert, der nach Ansicht des BfR auf Spielzeug übertragen werden sollte. Die neue Spielzeug-Richtlinie sieht aber keinen Nickel-Grenzwert vor.
 
Für inakzeptabel aus Sicht des Gesundheitsschutzes von Kindern hält das BfR die neuen Regelungen für Schwermetalle in Kinderspielzeug. Die Richtlinie lässt zu, dass Kinder künftig deutlich größere Mengen an Blei, Quecksilber, Arsen, Antimon und Barium aus Spielzeug aufnehmen können als bisher. Deutlich wird dies am Beispiel von Materialien, die Kinder von Spielzeug abknabbern und verschlucken können. Aus solchen Materialien durften sich bislang 90 Milligramm Blei pro Kilogramm Spielzeug lösen. Künftig beläuft sich der Grenzwert auf 160 mg/kg. Der bisher gültige Wert von 1000 Milligramm Barium pro Kilogramm Spielzeug wurde sogar auf 56000 mg/kg erhöht. Bei Blei ist dies besonders kritisch, denn das Schwermetall kann das Nervensystem schädigen und beeinflusst auch in kleinsten Mengen die Intelligenzentwicklung von Kindern nachgewiesenermaßen negativ.
 
Grund zur Freude bieten aus Sicht des BfR nur die neuen Höchstwerte für die Freisetzung von Nitrosaminen und nitrosierbaren Stoffen aus Spielzeug, das in den Mund genommen wird, wie zum Beispiel Luftballons. Der Gesundheitsschutz gegenüber diesen Krebs erzeugenden und Erbgut verändernden Stoffen wird sich dadurch für ältere Kinder deutlich verbessern. Allerdings stecken Kinder unter 36 Monaten Spielzeug täglich auch bis zu mehrere Stunden in den Mund. Das BfR hält es aus diesem Grund für erforderlich, Spielzeug für diese Altersgruppe mit niedrigeren Grenzwerten für Nitrosamine zu versehen. Diese Werte könnten sich an den Grenzwerten für Schnuller und Sauger orientieren.
 
Spielzeug im Handel muss sicher sein. Bisher bestätigen die Hersteller selbst mit dem CE-Zeichen die Übereinstimmung ihrer Produkte mit den Sicherheitsanforderungen. Trotzdem war in der Vergangenheit oft unsicheres Spielzeug im Handel. Die Forderung der deutschen Bundesregierung, dieses Verfahren durch eine Produktprüfung durch unabhängige Labore zu objektivieren, ist leider nicht in die Richtlinie übernommen worden.
 
Anmerkung Scherrmann:
Klare und beunruhigende Worte vom BfR. Was sind nun die Konsequenzen?
Was ich nicht verstehe, ist dass die neurotoxischen, also nervenschaedigenden Wirkungen nirgends zur Sprache kommen. .Diese wirken sich auf die Intelligenz, das Verhalten, Lernfaehigkeit, Aggressivitaet etc. aus.
 
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UBA
 
15.12.2008
Telegramm Umwelt und Gesundheit.
Das Thema dieser Ausgabe:
Innenraumhygiene in Schulen – der neue Leitfaden des Umweltbundesamtes.
 
Pressemitteilung:
http://www.umweltbundesamt.de/gesundheit/telegramm/Ausgabe08-2008.pdf
http://www.umweltbundesamt.de/gesundheit/telegramm/index.htm
 
Leitfaden:
http://www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3689.pdf
 
Anmerkung Scherrmann:
Ich habe den 143-seitigen Leitfaden noch nicht ganz durchgelesen. Ich empfehle allen, die sich mit Innenraumhygiene, also auch mit Schadstoffbelastungen, an Schulen beschaeftigen, sich diesen Leitfaden, bei dem u. a. das Procedere genau beschrieben wird, anzuschauen.
 
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Studie zum Umweltbewusstsein 2008: www.umweltbundesamt.de/umweltbewusstsein 
 
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Ingrid Scherrmann
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