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Wir danken Herrn Dr. Balzer, die Kurzfassung seines Vortrages beim 10. Stresskongress 99 in Montreux (28.02. - 5.03. 1999) hier vorstellen zu können.

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Biologische Wirkungen elektromagnetischer Felder im Frequenzbereich

0 bis 3 GHz auf den Menschen

Ergebnisse einer Studie der russischen Fachliteratur der Jahre 1960 bis 1996

Hans-Ullrich Balzer, Karl Hecht

Institut für Stressforschung Berlin

Die biologische und psychobiologische Wirkung von elektromagnetischen Feldern auf den Menschen sind umstritten. Bei den Diskussionen der Ergebnisse von Studien in westlichen Ländern, die sich gewöhnlich nur über 1 bis 3 Jahre erstreckten, wurde größtenteils die russischsprachige Fachliteratur außer acht gelassen.

Wir analysierten ca. 1500 Originalarbeiten der russischsprachigen Fachliteratur der Jahre 1960 bis 1996, in denen Wirkungen von elektromagnetischen Feldern auf Mensch, Tier und Pflanzen untersucht wurden.

Im nachfolgenden Betrachterkomplex handelt es sich größtenteils um betriebsärztliche Untersuchungen an mehreren tausend Arbeitern in der Industrie unter Einfluß von EMF, von Radarstationen und Hochspannungswerken, die sich bis zu 20 Jahren Einwirkungsdauer erstrecken.

Folgende Symptome, die mit zunehmenden Dienstjahren der Arbeiter in den Werken häufiger und intensiver auftraten, sind charakteristisch.

Objektive Befunde:

  • Neurasthenie, neurotische Symptome
  • Arterielle Hypotonie, Bradykardie oder Tachykardie
  • Hypoglykämie
  • Vagotone Verschiebung des Herz-Kreislaufsystems
  • EEG-Veränderung (Zerfall des Alpha-Rhythmus)
  • Überfunktion der Schilddrüse
  • Potenzstörungen
  • Ruhetremor der Finger
  • Störungen im hypothalamischen-hypophysären Nebennierenrindensystem
  • Verdauungsstörungen
  • Schlafstörungen
  • Verlangsamung der Sensomotorik
  • Haarausfall

Subjektive Aussagen der Betroffenen:

  • Erschöpfung, Mattigkeit
  • Konzentrationsschwäche
  • Kopfschmerzen
  • Schwindelgefühl
  • Schweißausbrüche
  • Spontane Erregbarkeit aus hypotoner Reaktionslage, besonders bei hohen Anforderungen
  • Herzbeschwerden

Es wurde eine Dreistufensymptomatik verifiziert.

  1. Stufe Anfangssymptomatik bis 3 Jahre Einwirkungsdauer:
    ohne Befund oder ein sympathikotones Reaktionsniveau
  2. Stufe schwach ausgeprägte Symptomatik 3 bis 5 Jahre:
    Es vollzieht sich ein allmählicher Umschlag von normo- oder hypertonem Niveau auf ein hypotones.
  3. Stufe stark ausgeprägte Symptomatik:
    Mehr oder weniger stark ausgeprägte, oben angeführte Symptomatik.
    Während die Symptomatik der Stufen 1 und 2 reversibel sein kann, ist die der 3. Stufe irreversibel.

In umfangreichen, ergänzenden Tierexperimenten wurde herausgefunden, daß die biologischen Wirkungen von EMF von einer Reihe von Faktoren abhängig sind.

  • Dauer der Einwirkung
  • Individuelle Empfindlichkeit
  • Art der EMF
  • Dosis

Hierbei gibt es auch Abhängigkeiten von der Wellenlänge (bei gleicher Dosierung):
mm-Wellen rufen kaum einen biologischen Effekt hervor, cm-Wellen einen geringen,
dm-Wellen einen ausgeprägten und m-Wellen einen stark ausgeprägten Effekt hervor.

Aus den Ergebnissen der Tierexperimente geht desweiteren hervor, daß elektromagnetische Felder (in Abhängigkeit von den angeführten Faktoren) zunächst über längere Zeit eine unspezifische biologische Reaktion im Sinne von Hans Selye auslösen, die sich später vorwiegend auf einen hypotonen Level einstellt.

Es wurden Vergleiche zwischen der Symptomatik der EMF-Wirkungen und des CFS gezogen.

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Bücher: A. Varga  "Elektrosmog" , Heidelberg 1995, bzw. A. Varga "Grundzüge der

Elektroklimatologie", Verlag für Medizin Dr. Ewald Fischer 1981, ISBN3-88463-009-1

Wenn Sie den gesamten "Draft Report" in englischer, deutscher oder spanischer Sprache lesen wollen, "gehen" Sie zu  http://www.reach.net/~scherer/

 

 
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