Pyrotechnik

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Schweden

Das schwedische Technische Magazin (New Teknik" (No. 46 & 47, 1999) nimmt an, dass in der Silvesternacht während weniger Stunden 3 Tonnen Blei, 60 Tonnen Chrom, viele Kilogramm Kadmium, Quecksilber und weitere Schadstoffe auf die schwedische Bevölkerung niedergehen.

Während des Stockholmer Wasserfestes im Jahre 1996 wurden Schadstoff-messungen der Luft, vor und nach dem Feuerwerk, vorgenommen. Ergebnis:

Arsen war doppelt, Blei, Quecksilber, Kadmium, Kupfer, Zink und Chrom waren nach dem Feuerwerk 4 bis 5 mal so hoch. Das Schwedische Parlament überlegte ein Verbot von Feuerwerken. Ein Erfolg war zwar, dass etwas umweltverträglichere Feuerwerke bei den folgenden Stockholmer Wasserfesten benutzt wurden, aber nun, angesichts des neuen Jahrtausends, gibt es im Parlament keine Diskussion mehr über Umwelt- und Gesundheitsschäden von Feuerwerken.

Europa:

Wenn wir davon ausgehen, dass in den EU-ländern ( mit ca. 372 Millionen EinwohnerInnen) ähnlich viel Feuerwerke pro Einwohner stattfinden werden wie in Schweden ( mit ca. 9 Millionen Einwohner), bedeutet dies:

124 Tonnen Blei, + ...

Weitere Länder:

Australien: 6 Tonnen Blei, + ......

USA: 80 Tonnen Blei, + ....

Hochrechnung:

Wenn alle Einwohner dieser Erde dasselbe "Feuerwerksverhalten" hätten, würde innerhalb weniger Stunden die Erde mit 2000 Tonnen Blei und + ... belastet werden.


Aus: Reinhard Ludewig:

Akute Vergiftungen, Ratgeber zur Erkennung, Verlauf, Behandlung und Verhuetung toxikologischer Notfaelle,

9. neu bearbeitete und erweiterte Auflage, 1999, WVG, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttart:

Pyrotechnika, Brandstoffe, Feuerungsmittel

Substanzen: Pyrotechnika: Pulvergemische oder (seltener) pastoese Massen aus leicht brennbaren Stoffen (Kohlepulver, Schwefel), Oxidationsmittel (Ammonium, Chloraten, Kalium, Peroxide, Salpeter) und flammenfaerbenden Zusätzen ( z.B. Salze von Barium, Kupfer, Strontium), ..." S. 534:

Gesundheitsschäden von Feuerwerken beim Menschen: Nicht nur Verletzungen der Augen, des Gehörs, der Gliedmassen sind zu berücksichtigen. S. 535:

Toxikokinetik ,- dynamik und Symptomatik: Nach Inhalation von Brandgasen, die sich aus den genannten Substanzen entwickeln koennen, sind vorwiegend Wirkungen bzw. Symptome einer Kohlenmonoxidvergiftung zu erwarten, die begleitet oder im Extremfall ueberdeckt (!) sein koennen von Reaktionen auf Begleitstoffe (z.B. Harnsaeure, Salzsaeure, Schwefeloxide, Nitrose, Gase, Loesungsmitteldaempfe, Aldehyde). Schleimhautreizung (besonders der Augen), Lungenoedem usw. moeglich"


aus Mitteilung vom BgVV, Berlin, 1999 : "Kohlenmonoxid diffundiert leicht durch Innenverkleidungen und Wände.

Folgen von Kohlenmonoxidvergiftung: Kopfschmwerzen, Sehstörungen, Kurzatmigkeit, Herzsensationen, Schwindel, Reizbarkeit, Übelkeit, extreme Müdigkeit, Blutdrucksteigerung bis zur Blutdruckkrise und Hirnblutung, tetanische oder epileptische Krampfanfälle, Herzjagen, Blutdruckabfall, Bewusstlosigkeit, Koma, bleibende neurologische und kardiale Spätschäden wie Apoplexie, Muskelzerstörung, Überfunktion der Schilddrüse, u.a.m.


Die Belastung durch Feuerwerke stellt ein besonderes Risiko dar für Menschen mit Asthma und Metallallergien.

Babies und Kinder sind besonders gefährdet und können evt. bleibende Schädigungen davontragen.

Gefahren für Tiere: Viele Hunde- und KatzenhalterInnen sind beunruhigt, weil sie um die Reaktionen der Tiere wissen. Alle anderen Tiere sind ebenfalls betroffen.

Agenda 21 und Nachhaltige Entwicklung: Feuerwerke stehen im Widerspruch zur Agenda 21 und zu einer nachhaltigen Entwicklung.

Nur zum Spass: Es stellt sich die Frage, ob das kurze Vergnügen höher zu bewerten ist als die langlebigen Folgen der Verletzungen und der akuten und chronischen Vergiftungen durch toxische Substanzen in Feuerwerkskörpern beim Menschen, der akuten und chronischen Vergiftungen bei Tieren und der akuten und chronischen Vergiftung von Luft, Wasser und Böden.


Weitere Informationen (in Englisch) unter http://www.melisa.org und http://www.lead.org.au