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Mögliche Schadstoffbelastungen

 

"Rund 100 000 chemische Stoffe sind in Deutschland zugelassen, jährlich kommen 500 neue Chemikalien, Biozide und Pestizide dazu. Aber insgesamt sind nur 500 auf ihre Wirkungen bei Menschen toxikologisch untersucht. "

(Quelle: Forum zur Umweltmedizin von TK (Techniker Krankenkasse) und VDI  (Verein Deutscher Ingenieure))


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18. 08. 2011

Um die Wasserqualität in Deutschlands Flüssen ist es schlecht bestellt 

Studie zeigt: Erreichen des von EU bis 2015 geforderten guten ökologischen Zustands fraglich

Landau, Leipzig. Der durch die EU-weite Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) geforderte gute chemische und gute ökologische Zustand wird in großen deutschen Gewässern bis 2015 wahrscheinlich nicht erreicht werden können. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Koblenz-Landau, des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der Technischen Universität Bergakademie Freiberg, die nun in der internationalen Fachzeitschrift für Umweltwissenschaften "Environmental Science & Technology" erschienen ist. Über einen Zeitraum von zehn Jahren wurden Daten von den vier größten Flüssen Norddeutschlands ausgewertet: Elbe, Weser, Aller und Ems.

Presse: http://www.ufz.de/index.php?de=22059

 Publikation: Ralf B. Schäfer, Peter C. von der Ohe, Ralph Kühne, Gerrit Schüürmann, Matthias Liess:
 Occurence and Toxicity of 331 Organic Pollutants in Large Rivers of North Germany over a Decade (1994 to 2004).

http://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/es2013006?prevSearch=%2528Organic%2BPollutants%2Bin%2BLarge%2BRivers%2Bof%2BNorth%2BGermany%2Bover%2Ba%2BDecade%2529%2BNOT%2B%255Batype%253A%2Bad%255D%2BNOT%2B%255Batype%253A%2Bacs-toc%255D&searchHistoryKey=


27. 07. 2011

Neue Zürcher Zeitung-Lena Stallmach

Bleibt die EU-Verordnung über Chemikalien wirkungslos? Weniger neue Tierversuche als anfangs geschätzt 

Während die EU-Chemikalienbehörde erste Erfolge betont, sehen lobbyierende Wissenschafter Probleme bei der Toxizitätsprüfung gehandelter Chemikalien. Sie kritisieren, dass ein Grossteil der Dossiers nicht geprüft wird.

Menschen sind einer Vielzahl von Chemikalien ausgesetzt, deren Wirkungen auf Gesundheit und Umwelt unbekannt sind. Denn die grosse Mehrheit kam vor 1980 auf den Markt, als eine strenge Prüfung der Toxizität für die Zulassung eines Stoffes noch nicht erforderlich war. Die meisten Chemikalien dürften unbedenklich sein, doch einzelne haben womöglich etwas mit der zunehmenden Infertilität, häufigeren Allergien oder bestimmten Krebsarten in der Bevölkerung zu tun. In der EU trat 2007 deshalb ein Gesetz in Kraft, das die Registrierung aller Chemikalien fordert, von denen mehr als eine Tonne pro Jahr auf den Markt kommt. Im Rahmen der sogenannten Reach-Verordnung (Registration, Evaluation, Authorization and Restriction of Chemicals) sollen die Produzenten relevante Informationen über die Gefährlichkeit ihrer Stoffe erheben – ein aufwendiges und kostspieliges Unterfangen. ...

http://www.nzz.ch/nachrichten/hintergrund/wissenschaft/bleibt_die_eu-verordnung_ueber_chemikalien_wirkungslos_1.11646700.html


Die UN Economic Commission for Europe (UNECE) hat die vierte Auflage des Globally Harmonized System (GHS) für die Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien, auch bekannt als "purple book", veröffentlicht 

Die vierte überarbeitete Auflage enthält viele neue oder geänderte Bestimmungen bezüglich neuer Gefahrenkategorien für chemisch instabile Gase und nicht-entzündliche Aerosole, weitere Verein-fachungen der Sicherheitshinweise (P-Sätze) und zusätzliche Klarstellungen zu einigen Beurteilungs-kriterien. Das Dokument ist auf Englisch, Französisch oder Spanisch verfügbar, Übersetzungen ins Arabische, Russische und Chinesische sollen noch in diesem Jahr ergänzt werden.

Die Änderungen im GHS-System werden Grundlage für die nächsten Anpassung der CLP-Verordnung sein. Es ist allerdings jetzt noch nicht absehbar, welche Regelungen in die CLP-Verordnung aufgenommen werden und welche Modifikationen sie bei der Aufnahme ggf. erfahren. ...

http://live.unece.org/index.php?id=24056&L=0  (Englisch)


„Prävalidierungsstudie zur Prüfung der toxischen Wirkung von inhalativ wirksamen Stoffen (Gase)“; Gunter Linsel, Mario Bauer, Edith Berger-Preiß, Carolin Gräbsch, Heiko Kock, Manfred Liebsch, Ralph Pirow, Detlef Ritter, Lena Smirnova, Jan Knebel; Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2011; 43 Seiten; PDF-Datei (5 MB).

Presse: http://www.baua.de/de/Publikationen/Fachbeitraege/F1835.html

Studie: http://www.baua.de/de/Publikationen/Fachbeitraege/F1835.pdf?__blob=publicationFile&v=4