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Umweltkrank?

Ingrid Scherrmann

Krank durch  Umweltschadstoffe - Erste Überlegungen

Wenn bei längerem Unwohlsein oder bei den unterschiedlichsten Beschwerden und Krankheiten keine Ursachen gefunden werden können und durch therapeutische Maßnahmen keine Besserung eintritt, kann es hilfreich sein, sich zu fragen, ob eine krankmachende Belastung durch chemische, elektro-magnetische, radioaktive und/oder akustische Belastungen vorliegen kann.

Schadstoffbedingte Krankheiten beginnen oft mit unspezifischen Symptomen wie Müdigkeit, Konzentrationsschwächen, leichten Kopfschmerzen, Bindehautentzündung, dauerndem Schnupfen, häufigen infektartigen Beschwerden. Im Laufe der Jahre können sie sich weiterentwickeln zu gravierenden, lebensbedrohlichen Schäden vieler Organe und Organsysteme. Zusammenhänge zwischen bestimmten Chemikalien in bestimmten, auch niedrigen Dosierungen und respirative, endokrine, hormonelle, neurotoxische Schäden, zu Krankheiten wie Asthma, Allergien, Unfruchtbarkeit, Tumoren, Leukämie, Diabetes, Alzheimer, Parkinson,.. , sind nicht mehr von der Hand zu weisen. Bekannt ist auch, dass Depressionen häufig die Folge von Chemikalienbelastungen sind, d.h. dass oft Ursache und Wirkung vertauscht werden.

Eine lang anhaltene niedrige oder eine kurzzeitig höhere Chemikalien-Belastung kann zu Chemikalienintoleranz, zu MCS ( Multiple Chemikalien Sensitivity), zu GCI ( Gefährliche Chemikalien-Intoleranz),  oder zu TILT (Toxicant-induced Loss of Tolerance) führen. Menschen mit diesen Krankheiten reagieren auf kleinste Mengen, auf die die "Normalbürgeri" nicht - direkt – reagieren, mit oft heftigsten Reaktionen.

Weil manche Wirkmechanismen noch nicht bekannt sind, und/oder weil die meisten Ärzte die schon vorliegenden Forschungen auf diesem Gebiet noch nicht kennen, werden die eigentlichen Ursachen von bestimmten Krankheiten oft verkannt. Hinzu kommt, dass Menschen, die Schadstoffe für ihre Krankheiten vermuten, kurzerhand als Ökochonder, als Menschen mit einem Glaubenssyndrom, als Angstneurotiker o. ä, abgestempelt werden. Die Liste der Diagnosen aus dem psychiatrischen Bereich ist lang.

(Siehe hierzu auch unter Bücher  z. B. Schoendorf : "Von Ratten und Menschen" )

Es geht tatsächlich um eine Art Glaubensstreit,  eine Art Glaubenskrieg auf dem Rücken von Umweltkranken. Aber wenn wir uns in der Geschichte nur ein wenig umschauen, stellen wir immer wieder fest, dass es oft sehr lange gedauert hat, bis neue Erkenntnisse allgemein bekannt waren und von breiten Bevölkerungsschichten akzeptiert wurden. Wir denken, ähnlich ist es auch mit der Erkenntnis, dass die vielen Umwelt-Belastungen krank machen.

Wir denken, die Hemmschwellen, diesen Paradigmenwechsel - nämlich dass Chemikalien auch in sog. Niedrig - Dosierungen krank machen, vorzunehmen, sind vielgestaltig:

Wir müssten vieles unseres Lifestils in Frage stellen und uns folgerichtig in vielem umstellen. Wir müssten lernen, dass es nicht für alles eine Pille gibt. Wir müssten mehr Verantwortung für uns selber, für unsere Familien und für die nächsten Generationen übernehmen. Wir müssten unser Umweltbewusstsein in ein umweltbewusstes Handeln verwandeln. Wir müssten aufhören, die Probleme zu verdrängen. Wir müssten eher unserem Körper als irgend einem Laborwert trauen.

Sich selber grundsätzliche, auch ungewohnte Fragen zu stellen und erst recht vieles Grundlegende zu ändern, ist oft erst dann angesagt, wenn einem/einer das Wasser am Halse steht, also wenn man/frau so krank ist, die Lebensqualität so mies ist und kaum eine Überlebenschance zu erwarten ist.

Viele Menschen mit Chemikalienintoleranzen machten diese Erfahrungen. Aus vielen Fallberichten ist ersichtlich, dass Kranke mit schadstoffbedingten Krankheiten sehr wohl Chancen haben, wieder gesünder zu werden und ein lebenswertes Leben führen können. Vorraussetzung dafür ist aber, dass sie ihren täglichen Schadstoffinput reduzieren.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass ein großes Maß an Lebensfreude, Lebenskraft zurückkommt und ein großes Maß an Schmerzen, Beeinträchtigungen verschwindet, wenn im täglichen Leben auf eine Verminderung der chemischen Belastungen geachtet wird.

Sie meinen, das lässt sich nicht verwirklichen? Sie meinen , das können Sie sich finanziell nicht leisten? Sie meinen, Sie seien doch noch kerngesund? Sie meinen, da machen Sie sich lächerlich?

Wir können nur sagen:  Es lässt sich verwirklichen, manchmal sogar mit minimalem Aufwand und minimalen Kosten. Zugegeben man/frau muss einiges lernen.

Wenn Sie ganz konkrete Fragen dazu haben, mailen Sie an Ingrid  Scherrmann, Scherrmann@safer-world.org

 

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