Springe zum Inhalt

Von Diagnose-funk.org:

Interview mit Dr. Ulrich Warnke über den Stand der Forschung

"Dr. Ulrich Warnke ist Biologe und Biophysiker und arbeitete bis zu seinem Ruhestand als Wissenschaftler an der Universität Saarbrücken. Einen Namen machte er sich als Bienenforscher, insbesondere durch den Nachweis der Elektrosensibilität von Bienen. Bereits vor über 20 Jahren veröffentlichte er Arbeiten zu den Risiken der Mobilfunkstrahlung. Dabei zeigte er, dass elektromagnetische Felder das Redoxgleichgewicht im Körper stören, indem sie eine Überproduktion freier Radikale auslösen – oxidativer Zellstress, der heute als Grundlage vieler entzündlicher und chronischer Erkrankungen gilt.

DIAGNOSE:FUNK: Herr Dr. Warnke, erneut ist eine heftige Diskussion darüber entbrannt, ob Mobilfunkstrahlung gesundheitsschädlich ist. Elf Reviews für die WHO sollen belegen, dass keine Risiken bestehen. Das Bundesamt für Strahlenschutz, aber auch die Schweizer Beratungsgruppe BERENIS erklären zudem, es gebe immer noch keine hochqualitativen Studien, die unterhalb der Grenzwerte Schäden nachweisen. Weitere Forschung sei nötig. Wie bewerten Sie diese Aussagen?

ULRICH WARNKE: Diese Argumentation halte ich für unakzeptabel. Ich höre sie seit Jahrzehnten. Wenn behauptet wird, es gebe keine hochqualitativen Studien, muss man fragen: Warum haben staatliche Stellen diese Studien dann nicht längst selbst initiiert? Ich frage mich, was diejenigen fachlich hervorhebt, die heute so abwertend über ihre wissenschaftlich tätigen Kollegen/innen urteilen, dass sie es wagen, existierende begutachtete Studien derart herabzuwürdigen.

Tatsächlich existieren seit den 1990er-Jahren tausende begutachtete Arbeiten. Der Bioingenieur Henry Lai von der University of Washington dokumentiert, dass seit 1990 über 2.500 Studien biologische Effekte elektromagnetischer Felder zeigen – viele davon zu DNA-Schäden und oxidativem Stress.[1] Und auch diagnose:funk dokumentiert auf seiner Datenbank EMF:Data kontinuierlich Studien, die Effekte zeigen.Program (NTP).[2] Diese im Auftrag der FDA durchgeführten Tierversuche zeigten „eindeutige Beweise“ für bösartige Herztumoren und „Hinweise“ auf Hirntumoren durch Mobilfunkstrahlung. Solche Ergebnisse einfach als irrelevant abzutun, widerspricht jeder etablierten Form der Risikobewertung.  ..."

Mehr unter https://www.diagnose-funk.org/aktuelles/artikel-archiv/detail?newsid=2327

28.01.2026: Microwave News: „Sie sagten uns ständig, wie wir unsere Arbeit zu machen hatten“

"Ein seltener Blick hinter die Kulissen der WHO. Überprüfung von Tierversuchen rückt in den Mittelpunkt

Das führende internationale Portal MICROWAVE NEWS unterstreicht mit seiner Analyse die Bedeutung der Aussagen im Interview von Prof. Meike Mevissen für die Beurteilung der Arbeit der WHO. Das WHO-EMF-Projekt plant, die Risiken der Mobilfunkstrahlung neu zu bewerten und hat dafür Übersichtsarbeiten angefordert. Die Arbeiten der Arbeitsgruppe von M. Mevissen kam nicht zu dem offensichtlich gewünschten Ergebnis. MICROWAVE NEWS analysiert die Differenzen und ihre Hintergründe. ..

… mehr unter https://www.diagnose-funk.org/aktuelles/artikel-archiv/detail&newsid=2325

Originalinterview: https://www.microwavenews.com/news-center/they-kept-telling-us-what-do 

“They Kept Telling Us What To Do” - A Rare Look Behind the RF Curtain at WHO

Review of Animal Studies Takes Center Stage

January 28, 2026

"The World Health Organization (WHO) has been trying to manipulate its long-running assessment of RF–cancer risks, according to a prominent Swiss toxicologist. ..."

Diagnose:funk Brennpunkt: Ausgabe September 2025

Autor:
James C. Lin / diagnose:funk

Inhalt:
"Mit diesem neuen Brennpunkt veröffentlicht diagnose:funk den Artikel "Gesundheits- und Sicherheitspraktiken und -richtlinien in Bezug auf die Exposition des Menschen gegenüber HF-/Mikrowellenstrahlung" von Prof. James C. Lin.
James C. Lin, einer der führenden Strahlungsexperten, kritisiert die Grenzwertempfehlungen der ICNIRP, die in Deutschland übernommen wurden, scharf: Sie "sind umstritten" und "wissenschaftlich nicht begründet", "versäumen eine wirksame Risikovorsorge und missachten zentrale Prinzipien des Strahlenschutzes." Die Grenzwerte ignorierten die "chronische Toxizität und Karzinogenität" der Strahlung und seien somit "ungeeignet", die Bevölkerung zuverlässig zu schützen. Auch aktuelle, von der WHO beauftragte Studien zu den biologischen Wirkungen der Mobilfunkstrahlung bewertet Lin negativ: Er spricht von einer "mangelnden wissenschaftlichen Qualität und der unausgewogenen Darstellung", er kritisiert "eine erkennbare Voreingenommenheit" der Studienautoren. Sie würden folglich die Gesundheitsrisiken verharmlosen."

»  Download (PDF, 1.1 MB )
»  zum diagnose:funk-Shop

https://shop.diagnose-funk.org/mediafiles/Sonstiges/DF_252_250908_Brennpunkt_Grenzwertekritik_Lin.pdf