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Der Spiegel: Interview von Simon Maurer • 24.01.2026

https://www.spiegel.de/gesundheit/holzofen-feinstaub-wird-trotz-kaminverbot-nicht-weniger-a-2eb2710b-6f1d-46f9-8887-a7eabf89e509 (leider hinter der Bezahlschranke)

"Obwohl die Luftqualität in vielen deutschen Städten miserabel ist, wird die Feinstaubbelastung nicht ernst genommen. Wissenschaftler Achim Dittler bemängelt fehlenden politischen Willen für echte Reformen….

Dittler: Dort, wo nachgewiesen ist, dass Rauchgase in Wohnräume eindringen und Menschen gefährden, sollten Verbote möglich sein. Grundsätzlich aber setze ich auf Einsicht statt Zwang: Holzverbrennung ist die dreckigste und gesundheitsschädlichste Heizmethode. Jede Gasheizung ist besser, jede Wärmepumpe sowieso. Wenn klima- und gesundheitsfreundliche Systeme die günstigsten sind, braucht es keine Verbote mehr – dann entscheiden sich die Menschen von selbst richtig."

Hervorhebung: Scherrmann

und am 05.02.2026 von Veronika Hackenbroch

https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/kamine-gesundheitsgefahr-durch-rauch-wie-ein-mann-gegen-die-oefen-seiner-nachbarn-kaempft-a-9fb19de2-7ea7-4a99-a1d9-194dc3182357 (leider auch hinter der Bezahlschranke)

Die Kamine der anderen machen ihm Angst ... zu Recht!

"Der Kölner Informatiker Thomas Mücher kämpft gegen die Schornsteine seiner Nachbarn. Klingt verrückt? Ja. Aber nur, weil die Deutschen ähnlich irrational an ihren Kaminöfen hängen wie die Amerikaner an ihren Waffen.

 .... Insgesamt hat sich die Luftqualität in Europa in den vergangenen Jahren zwar verbessert. Dazu hat der Verkehr beigetragen, wie Messungen an viel befahrenen Straßen zeigen. Bis 2030 werden die Grenzwerte für Feinstaub noch einmal strenger werden. »Doch in Wohngebieten, in denen kaum gemessen wird, sind durch Holzöfen Feinstaub-Hot-Spots entstanden«, sagt Dittler. Holzöfen emittierten neben vielen Schadgasen »mehr lungengängigen Feinstaub als alle Verbrennungsmotoren zusammen« – dort, wo Menschen wohnen. ….

In den Jahresmittelwerten jedoch, die für die gesetzlichen Grenzwerte relevant sind, fällt diese abendliche Luftverschmutzung durch Holzofen-Rauchgase kaum ins Gewicht. Dittler findet das absurd: »Wenn Sie 60 Tage im Jahr abends betrunken Auto fahren, können Sie auch nicht argumentieren, dass Sie im Jahresmittel die Promillegrenze einhalten.« "

5.05.2023

Vom Helmholtz Zentrum München Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH)

„Eine neue Studie von Forschenden bei Helmholtz Munich zeigt, dass ultrafeine Partikel, die die kleinsten Größenfraktionen der Feinstaubbelastung darstellen, für die menschliche Gesundheit gefährlicher sein könnten als größere Partikel. Diese Ergebnisse tragen zu der wachsenden Zahl an Studien bei, die darauf hinweisen, dass es möglicherweise nicht ausreicht, sich bei der Bewertung von Risiken für die öffentliche Gesundheit auf größere Partikelkonzentrationen und Gase zu konzentrieren. Die Studie wurde jetzt im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine veröffentlicht.

Es besteht die Vermutung, dass ultrafeine Partikel (UFP; Partikel mit einem Durchmesser von weniger als 0,1 µm) zu größeren Gesundheitsproblemen führen können als größere Partikel. Ultrafeine Partikel stellen die kleinste Größenfraktion der partikulären Luftverschmutzung dar, unterscheiden sich jedoch in vielerlei Hinsicht von größeren Partikeln. Beispielsweise tragen sie nur unwesentlich zur Partikelmasse bei, dominieren jedoch in der Partikelanzahlkonzentration und verfügen über eine große Oberfläche und Reaktivität, die es den UFP ermöglicht, mehr chemische Verbindungen zu transportieren. Die Erkenntnisse über die gesundheitlichen Auswirkungen von UFP sind jedoch nach wie vor begrenzt.  ….“

mehr unter  https://idw-online.de/de/news814357 

Titel der Originalveröffentlichung: Impact of Ambient Ultrafine Particles on Cause-Specific Mortality in Three German Cities

pdf:  (free) https://www.atsjournals.org/doi/epdf/10.1164/rccm.202209-1837OC?role=tab 

abstract:  https://www.atsjournals.org/doi/abs/10.1164/rccm.202209-1837OC?role=tab

Anmerkung Scherrmann: Kein Fragezeichen in der engl. Originalfassung 

Technische Anmerkung Scherrmann: Die beiden Links sind auf manchen Browser durchgestrichen, öffnen sich aber nach einer kurzen Wartezeit (bei mir ca. 3 Sekunden).

04.08.2021

Bereits gesteigerter Wert um ein Mikrogramm wirkt sich über Jahrzehnte signifikant aus

Forscher der University of Washington http://washington.edu haben einen Zusammenhang zwischen Luftverschmutzung und Demenz hergestellt. Für die Studie haben die Experten die Daten von zwei lange andauernden Studienprojekten in der Region Puget Sound ausgewertet. Ein Projekt zur Feststellung der Luftverschmutzung und anderer Risikofaktoren für Demenz begann in den späten 1970er-Jahren. Das zweite Projekt startete 1994. Details wurden in "Environmental Health Perspectives" publiziert. …..

weiter unter https://www.pressetext.com/news/20210804009 

Studie (in englisch):

Fine particulate air pollution associated with higher risk of dementia 

https://www.niehs.nih.gov

(frei runterzuladen)