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09.02.2022

Rostocker Forscher finden Einfluss von Feinstaub auf Gehirnleistung

„Staub ist ein natürlicher Bestandteil der Luft, der je nach Größe der Staubteilchen, oder Partikel, als Schwebstaub, Feinstaub oder ultrafeiner Staub auftreten kann. Bekanntermaßen können solche Partikel schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben. Forschende der Universitäten Rostock und Groningen sowie des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) haben nun herausgefunden, dass bereits (ultra)feine Staubpartikel mit einem Durchmesser unter 2,5 Mikrometer – zum Vergleich: 100 Mikrometer entsprechen der Dicke eines Haares – die geistige Leistungsfähigkeit des Menschen beeinträchtigen können….

Übertragen auf den gesellschaftspolitischen Kontext könne man sagen, dass Feinstaub als ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko anzusehen sei. „Er scheint nicht nur die Lunge zu schädigen, sondern auch direkt und indirekt die Gehirnfunktion“, sagt Benjamin Aretz. Damit beeinträchtige Feinstaub die geistige Gesundheit. „Politische Maßnahmen sollten daher in Zukunft darauf abzielen, die Luftschadstoffbelastung vor allem in unserem direkten Lebensumfeld zu reduzieren, da wir dort viel Zeit verbringen“, betont der Rostocker Forscher

Pressemitteilung: https://idw-online.de/de/news788055

Originalarbeit:  Long-term exposure to fine particulate matter, lung function and cognitive performance: A prospective Dutch cohort study on the underlying routes 

Aretz, B.; Janssen, F.; Vonk, J. M.; Heneka, M.T.; Boezen, H. M.; Doblhammer, G. (2021): 

https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0013935121008276?via%3Dihub

https://doi.org/10.1016/j.envres.2021.111533

https://reader.elsevier.com/reader/sd/pii/S0013935121008276?token=E2314D9A5CCE33718F961BB98C4998DC13B57CE522E3F0BB1857AB12C8B391A2BEF731A9759DFC2AEA17E15F61B3C48C&originRegion=eu-west-1&originCreation=20220210091433  (open access) 

Weitere Information: Bericht in Spektrum der Wissenschaft

https://www.spektrum.de/news/wie-feinstaub-auf-das-gehirn-und-denkvermoegen-schlaegt/1951411

18. November 2020

Forschende des Paul Scherrer Instituts PSI haben gemeinsam mit Kollegen mehrerer europäischer Institutionen untersucht, ob Feinstaub aus bestimmten Quellen besonders gesundheitsschädlich sein kann. Dabei fanden sie Hinweise darauf, dass die Menge des Feinstaubs allein nicht das grösste Gesundheitsrisiko darstellt. Vielmehr kann es sein, dass das sogenannte oxidative Potenzial den Feinstaub so schädlich macht. Ihre Ergebnisse veröffentlichen sie heute im Fachmagazin Nature……

mehr in der Pressemitteilung 

https://www.psi.ch/de/media/forschung/welcher-feinstaub-das-grosste-gesundheitsrisiko-birgt

Originalveröffentlichung

Sources of particulate matter air pollution and its oxidative potential in Europe
Kaspar Rudolf Daellenbach et al.

Nature, 18. November 2020 

DOI: 10.1038/s41586-020-2902-8

Originalveröffentlichung der Partnerstudie

Z. Leni et al., Oxidative stress-induced inflammation in susceptible airways by anthropogenic aerosol.

PLOS ONE, 19. November 2020

DOI: 10.1371/journal.pone.0233425